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Huawei WATCH D3: 24-Stunden-Messung senkt Aufpumpvorgänge von 27 auf sieben

Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 11:52 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die WATCH D3 kombiniert zertifizierte Blutdruckfunktionen mit dem geplanten Vertrieb über Apotheken und kostet in Italien 449 Euro.

Huawei WATCH D3: Blutdruckmessung und Apothekenstart in Europa
Modern eingerichtete Apotheke mit Regalen für medizinische Produkte und heller, steriler Atmosphäre. Illustration mit AI erstellt.

Huawei erweitert sein Angebot im Bereich der tragbaren Gesundheitstechnologie mit der Einführung der WATCH D3. Das neue Modell, das Ende September unter anderem in Italien und China vorgestellt wurde, legt einen deutlichen Schwerpunkt auf die klinische Überwachung des Blutdrucks.

Neben technologischen Neuerungen verfolgt das Unternehmen dabei eine spezifische Vertriebsstrategie, die eine enge Zusammenarbeit mit dem medizinischen Fachhandel vorsieht.

Strategische Expansion in den Gesundheitssektor

Für den europäischen Markt, beginnend in Italien, wurde der Preis der WATCH D3 auf 449 Euro festgelegt. Ein zentraler Bestandteil der Markteinführung ist die Kooperation mit dem Distributor Gamma Disarpe. Ziel dieser Partnerschaft ist es, das Gerät über ein Netzwerk von Apotheken zugänglich zu machen.

Huawei strebt an, bis zum Jahr 2027 in rund 500 Apotheken vertreten zu sein, wobei die Präsenz in den Folgejahren auf über 2.000 Standorte ausgeweitet werden soll. Im Oktober sind bereits erste Demonstrationen in Apotheken geplant, um das medizinische Potenzial der Uhr zu unterstreichen.

In China wird die Smartwatch zu einem Preis von 2.988 Yuan für die Standardversion und 3.488 Yuan für die Premiumversion angeboten. Der offizielle Verkaufsstart im chinesischen Markt ist für den 18. Oktober geplant. Auch auf den Philippinen steht die Markteinführung für den Monat Oktober an. In den Vereinigten Staaten wird das Gerät hingegen nicht vertrieben, da keine Zulassung durch die US-Gesundheitsbehörde FDA vorliegt.

Technologische Neuerungen und medizinische Funktionen

Die WATCH D3 zeichnet sich durch ein Gehäuse aus, das mit 11,3 mm rund 15 Prozent dünner ausfällt als das der Vorgängergeneration. Die Blutdruckmessung erfolgt nach dem oszillometrischen Verfahren über eine im Armband integrierte, aufblasbare Manschette mit einer doppelschichtigen Luftkammer.

Eine Mikropumpe und spezielle Sensoren ermitteln dabei den systolischen und diastolischen Wert. Eine Einzelmessung nimmt laut Herstellerangaben etwa 30 bis 60 Sekunden in Anspruch.

Das Gerät verfügt über eine duale medizinische Zertifizierung nach dem CE MDR-Standard in der Europäischen Union sowie nach der Klasse II der NMPA in China. Zu den als Medizinprodukte registrierten Funktionen gehören:

  • Einzelmessungen des Blutdrucks,
  • die ambulante 24-Stunden-Blutdruckmessung (ABPM),
  • Messungen vor und nach körperlicher Belastung,
  • ein Elektrokardiogramm (EKG) mit Erkennung von Vorhofflimmern und Extrasystolen,
  • sowie eine Pulswellenanalyse.
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Das 24-Stunden-Monitoring (ABPM) führt dabei mindestens 20 Messungen am Tag und sieben in der Nacht durch, wobei nächtliche Intervalle von 30 Minuten vorgesehen sind. Ein optimiertes System soll die Anzahl der täglichen Aufpumpvorgänge der Manschette von bisher 27 auf insgesamt sieben reduzieren, um den Tragekomfort zu erhöhen.

Hardware und zusätzliche Gesundheitsfeatures

Die Smartwatch ist mit einem 1,92 Zoll großen AMOLED-Display ausgestattet, das eine Auflösung von 408×480 Pixeln bietet und eine Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 Nit erreicht. Trotz der Integration der Pumpmechanik wiegt das Gehäuse ohne Armband etwa 40 Gramm.

Der verbaute 540-mAh-Akku ermöglicht eine Laufzeit von bis zu sechs Tagen bei typischem Gebrauch, während die aktive 24-Stunden-Überwachung (ABPM) die Laufzeit auf etwa einen Tag verkürzt.

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Neben der Blutdruckmessung bietet die WATCH D3 Funktionen wie die Messung der Sauerstoffsättigung (SpO2), der Herzfrequenz und eine Schlafapnoe-Erkennung. Ein Schnell-Check-up soll innerhalb von 60 Sekunden bis zu 17 Gesundheitsindikatoren erfassen können. Die Uhr verfügt zudem über Warnhinweise bei längeren Aufenthalten in Höhen über 2.500 Metern oder bei plötzlichen starken Temperaturschwankungen.

Trotz der IP68-Zertifizierung weist der Hersteller darauf hin, dass das Gerät nicht für Aktivitäten wie Schwimmen, Duschen oder Saunagänge geeignet ist. Fachmedien berichten zudem, dass bislang keine unabhängige klinische Validierung der WATCH D3 veröffentlicht wurde. Die Messergebnisse sollten daher nicht als alleinige Basis für Diagnosen oder eigenständige Therapieänderungen herangezogen werden.

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de | wissenschaft | 70209640 |