Huawei Watch 3 Pro: Glukosekontrolle klappt nur mit externem Sensor
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 01:52 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie direkte Blutzuckerbestimmung über das Handgelenk bleibt für Wearables eine technische Hürde. Wie aus einem Bericht vom 2. November 2026 hervorgeht, kann die Huawei Watch 3 Pro Glukosewerte nicht eigenständig erfassen. Für die Überwachung des Blutzuckerspiegels ist stattdessen ein separat zu kaufendes Glukosemessgerät eines Drittanbieters erforderlich, das auf einen minimal-invasiven Sensor setzt.
Ist die Smartwatch mit einem solchen externen Sensor gekoppelt, fungiert sie als Auswerteeinheit: Die Watch 3 Pro bildet den Glukoseverlauf ab, zeigt die jeweiligen Höchst- und Tiefstwerte an und löst bei festgestellten Anomalien einen Vibrationsalarm aus. Zudem können Nutzer die protokollierten Glukosedaten von der Uhr in die Anwendung Huawei Health übertragen.
Regulatorische Grenzen und Ansätze der Konkurrenz
Das Thema Glukoseüberwachung bewegt die gesamte Branche der vernetzten Gesundheitstechnologie, trifft jedoch auf strenge regulatorische Maßstäbe. Die US-Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde FDA hat bisher keine Geräte zur Glukosemessung autorisiert, die als Smartwatch oder Ring funktionieren; Fachleute warnen ausdrücklich davor, sich auf solche nicht zugelassenen Messwerte zu verlassen.
Andere Technologieunternehmen verfolgen derzeit unterschiedliche Wege, um sich dem Thema anzunähern. Ein Patent des Konkurrenten Samsung beschreibt ein Verfahren, bei dem Biometriedaten eines am Körper getragenen Geräts genutzt werden, um eine externe Glukosemessung für kontinuierliche Werte zu kalibrieren.
Wer seinen Stoffwechsel und die Blutzuckerwerte besser verstehen möchte, findet in diesem Ratgeber hilfreiche Übungen zur natürlichen Unterstützung. Erfahren Sie, wie Sie mit nur 3 Minuten täglichem Aufwand Ihre Werte positiv beeinflussen können. 7 einfache Übungen zur Blutzuckersenkung kostenlos herunterladen
Samsung-Führungskraft Jong-min Choi bestätigte, dass sein Unternehmen die nicht-invasive Glukosemessung unter anderem gemeinsam mit Startups aktiv verfolge, ein kommerzielles Produkt existiere bislang allerdings nicht.
Google und dessen Marke Fitbit wählen für Modelle wie Fitbit Air und Fitbit Edge eine Softwarelösung: Über das Programm „Health Guardian“, das im Rahmen eines Abonnements für 100 US-Dollar pro Jahr angeboten wird, lassen sich Trends zur Insulinresistenz sowie der Blutdruck verfolgen.
Auch hier findet keine direkte Messung statt. Stattdessen analysiert ein Algorithmus Herzfrequenzdaten, Bewegungsprofile und Schlafmuster von Nutzern, die das Gerät mindestens fünf Tage lang tragen. Ergänzend ist eine Integration mit Abbott-CGM-Systemen möglich.
Forschung an nicht-invasiven Messmethoden
Unterdessen intensivieren die Hersteller ihre Forschungsanstrengungen. Laut einem Bericht plant auch Apple, eine nicht-invasive Glukoseüberwachung künftig in einer Version der Apple Watch anzubieten, möglicherweise integriert in austauschbare Armbänder.
Für das Projekt seien nach Angaben einer informierten Person im vergangenen Jahr 200 promovierte Wissenschaftler eingestellt worden; ein verlässlicher Zeitplan für eine Markteinführung liegt jedoch nicht vor.
Gleichzeitig arbeiten Forschungsgruppen und Spezialunternehmen an alternativen Lösungen. Das polnische Startup GlucoActive entwickelt ein nicht-invasives Glukometer im Uhrenformat auf Basis optischer und spektrophotometrischer Methoden, das nach Unternehmensangaben die Genauigkeit von Teststreifen-Geräten erreichen soll.
Während die Technik an neuen Messverfahren forscht, bleibt das korrekte Verständnis der eigenen Laborwerte die wichtigste Basis für die Gesundheitsvorsorge. Dieser kostenlose 25-seitige Report erklärt verständlich, was Ihre Blutwerte wirklich über Ihren Vitalstoffhaushalt aussagen. Kostenlosen Laborwerte-Selbstcheck jetzt anfordern
Am Forschungszentrum Netrix S.A. forscht der Doktorand Dominik Gna? an einem System, das neben Parametern wie Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung auch Glukose mittels Impedanzspektroskopie und optischer Sensorik messen soll.
Die wirtschaftliche Relevanz dieses Segments ist groß: Laut Angaben von Business Wire wurde der weltweite Markt für Wearables zur Erfassung von Vitalparametern bis 2024 auf 980 Millionen US-Dollar geschätzt, bei einer jährlichen Wachstumsrate von 21,7 Prozent.
