HP-BIOS-Fehler, Millionen

HP-BIOS-Fehler: Millionen Notebooks starten nicht mehr

02.06.2026 - 23:03:09 | boerse-global.de

HP kämpft mit BIOS-Fehlern, die tausende Business-Rechner lahmlegen. Betroffene Systeme starten nicht oder zeigen BitLocker-Fehler.

HP-BIOS-Fehler: Millionen Notebooks starten nicht mehr - Bild: über boerse-global.de
HP-BIOS-Fehler: Millionen Notebooks starten nicht mehr - Bild: über boerse-global.de

Betroffen sind zahlreiche Modelle aus HPs professioneller ZBook- und EliteBook-Reihe – Systeme starten nicht mehr oder bleiben in Endlosschleifen hängen.

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Fehlerhafte Firmware legt Rechner lahm

Das Problem trat vermehrt ab April 2026 auf und betrifft eine breite Palette von HP-Geschäftsgeräten: Notebooks, Desktops und Workstations unter Windows 11 in den Versionen 23H2, 24H2 und 25H2. Die Symptome reichen von BitLocker-Wiederherstellungsschleifen bis hin zu Systemen, die bereits beim HP-Logo einfrieren.

Besonders betroffen sind die Modelle ZBook Ultra G1a und EliteBook X G1a. Viele Nutzer berichten von Blue Screens und vollständigen Systemausfällen. Die Updates wurden oft automatisch über Windows Update ausgeliefert – mit verheerenden Folgen für Administratoren, die nun auf manuelle Wiederherstellungsverfahren angewiesen sind.

Doch das Problem beschränkt sich nicht auf Windows. Auch unter NixOS 25.11 auf HP EliteDesk 800 G4 DM-Systemen treten Kompatibilitätsprobleme auf. ACPI-BIOS-Fehler zwingen die Rechner dazu, nur mit eingeschränkten Prozessorkernen zu laufen oder gar nicht erst zu booten – ohne spezifische Kernel-Parameter-Anpassungen ist kein Start möglich.

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Ursache: Abgelaufene Sicherheitszertifikate

Die technische Analyse deutet auf einen Konflikt bei den Secure-Boot-Zertifikaten hin. Im Juni 2026 sind Sicherheitsschlüssel aus dem Jahr 2011 abgelaufen. Gleichzeitig wurden neue Zertifikate von 2023 implementiert – die Folge sind Authentifizierungsfehler während des Bootvorgangs.

HP hat am 2. Juni 2026 einen Support-Artikel veröffentlicht, der eine manuelle Lösung beschreibt. Betroffene Administratoren müssen ins BIOS-Menü (meist über die F10-Taste) und dort unter dem Sicherheits-Tab die Secure-Boot-Optionen aufrufen. Drei Einstellungen müssen manuell aktiviert werden:

  • "Microsoft Option ROM UEFI CA 2023"
  • "Microsoft UEFI CA 2023"
  • "Enable MS UEFI CA Key"

Reagieren Systeme auch nach diesen BIOS-Änderungen nicht, rät HP zur direkten Kontaktaufnahme mit dem Unternehmenssupport.

Sicherheitslücke in Poly-Telefonen

Parallel zu den BIOS-Problemen arbeitet HP an einer kritischen Sicherheitslücke in seinen Poly VoIP-Kommunikationsgeräten. Die Schwachstelle CVE-2026-0826 erreicht einen CVSS-Schweregrad von 9,2 – die höchste Warnstufe. Betroffen sind Telefone der VVX- und Trio-Serien. Angreifer könnten durch manipulierte SIP-INVITE-Anfragen Code mit Root-Rechten ausführen. HP hat bereits Patches veröffentlicht.

Microsoft schließt Update-Lücke

Auch Microsoft hat im Mai 2026 ein Update-Problem behoben. Das Sicherheitsupdate KB5089549 war zuvor auf vielen Systemen fehlgeschlagen – Grund war nicht ausreichend Speicherplatz auf den EFI-Systempartitionen.

Neue Hardware trotz Krise

Trotz der aktuellen Firmware-Probleme treibt HP seine Hardware-Erneuerung voran. Das Unternehmen hat kürzlich die ZBook 8 G2i 14-Zoll-Workstation und das EliteBook X Flip G2i Convertible vorgestellt. Die neuen Profi-Geräte mit Intel Panther Lake-Prozessoren sowie optionaler Nvidia- oder Arc-Grafik sollen ab Juli 2026 ausgeliefert werden.

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