Honor, MagicPad

Honor MagicPad 4: Dünnstes Android-Tablet fordert iPad Pro heraus

24.05.2026 - 22:30:30 | boerse-global.de

Honors neues Premium-Tablet überzeugt mit 4,8 mm Dicke, OLED-Display und starkem Prozessor zu einem Kampfpreis von 699 Euro.

Honor MagicPad 4: Dünnstes Android-Tablet fordert iPad Pro heraus - Foto: über boerse-global.de
Honor MagicPad 4: Dünnstes Android-Tablet fordert iPad Pro heraus - Foto: über boerse-global.de

Das auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona im März 2026 vorgestellte Gerät misst gerade einmal 4,8 Millimeter in der Tiefe – und ist damit dünner als der magnetisch haftende Eingabestift.

Extrem schlank, aber stabil: Das Gehäuse-Kunststück

Die beeindruckenden Maße des MagicPad 4 sind kein Zufall: Mit 4,8 Millimetern Dicke und rund 450 Gramm Gewicht unterbietet es seinen Vorgänger MagicPad 3 (5,79 mm, 595 Gramm) deutlich. Möglich macht das eine spezielle „Crescent Structure“ aus aerospace-tauglichen Fasern, die trotz der Schlankheit für Stabilität sorgt.

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Die schmalen 4-Millimeter-Ränder rund um das Display ergeben eine Bildschirm-zu-Gehäuse-Ratio von 93 Prozent. Trotz der filigranen Bauweise verbaut Honor einen 10.100 mAh starken Silizium-Kohlenstoff-Akku. Der USB-C-3.2-Anschluss unterstützt DisplayPort – externe Monitore und Docking-Stations sind kein Problem. Ein Kopfhöreranschluss fehlt, was bei dieser Bauweise kaum überrascht.

OLED statt LCD: Der große Sprung nach vorn

Das Herzstück des MagicPad 4 ist sein 12,3 Zoll großes OLED-Display – ein strategischer Wechsel weg vom 13,3-Zoll-LCD des Vorgängers. Die 3K-Auflösung (3000 x 1920 Pixel) und eine Bildwiederholrate von 165 Hertz sorgen für flüssige Darstellung. Mit einer Spitzenhelligkeit von 2.400 Nits bleibt der Bildschirm selbst in heller Umgebung ablesbar.

Honor setzt zudem auf Augenkomfort: Eine 5280-Hertz-PWM-Dimmung reduziert Bildschirmflimmern, TÜV-Rheinland-Zertifikate bestätigen die geringe Blaulichtbelastung. Acht Lautsprecher liefern IMAX-Enhanced-Sound mit räumlicher Audiowiedergabe – Tester berichten, dass Bassfrequenzen bei Filmen sogar durch das Gehäuse spürbar sind.

Snapdragon 8 Gen 5: Leistung für Profis

Im Inneren arbeitet der Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5, gefertigt im 3-Nanometer-Verfahren. Wahlweise 12 oder 16 Gigabyte LPDDR5X-RAM und Speicher von 256 bis 512 Gigabyte stehen zur Verfügung. Die Performance-Sprünge gegenüber dem Vorgänger-Chip sind beträchtlich, wie Benchmarks aus dem Frühjahr 2026 zeigen.

Das Betriebssystem MagicOS 10 basiert auf Android 16 und bietet einen „PC-Modus“ mit Desktop-ähnlicher Fensterverwaltung. Bis zu 20 Anwendungen lassen sich gleichzeitig nutzen – ein deutliches Signal an die Zielgruppe der Vielarbeiter und Medienprofis. Der Magic Pencil 3 und die Smart-Touch-Tastatur sind allerdings separat erhältlich.

Die Akkulaufzeit gibt Honor mit bis zu 16 Stunden Videowiedergabe an. Die Kapazität liegt mit 10.100 mAh etwas unter dem Vorgänger (12.450 mAh), doch der effizientere Chip und das 66-Watt-Schnellladen sollen den Unterschied ausgleichen.

Preis und Verfügbarkeit: Günstiger als die Konkurrenz

Das MagicPad 4 startet in Europa zu einem Preis von 699 Euro (256 GB/12 GB RAM). In Großbritannien liegt der Einstiegspreis bei umgerechnet rund 700 Euro. Zum Marktstart gab es häufig Bundle-Angebote mit Tastatur und Stift zum reduzierten Preis – ein klarer Angriff auf Apples iPad Pro und Samsungs Galaxy Tab Serie.

Einschränkung: Das Tablet ist ausschließlich als WLAN-Version erhältlich. Mobilfunk-Optionen wie eSIM oder 5G sucht man vergeblich. In Nordamerika ist das Gerät zudem nur schwer zu bekommen.

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Technische Daten im Überblick

Merkmal Honor MagicPad 4
Display 12,3 Zoll OLED, 3K (3000x1920), 165 Hz
Helligkeit 2.400 Nits
Prozessor Snapdragon 8 Gen 5 (3 nm)
RAM 12/16 GB LPDDR5X
Speicher 256/512 GB
Akku 10.100 mAh, 66W Laden
Dicke 4,8 mm
Gewicht 450 Gramm
OS MagicOS 10 (Android 16)
Preis ab 699 Euro

Ausblick: Sechs Jahre Updates versprochen

Honor hat auf dem MWC 2026 zugesagt, das MagicPad 4 sechs Jahre lang mit OS- und Sicherheitsupdates zu versorgen – ein Schritt, der Apples und Samsungs Update-Politik entspricht. Künftige Software-Updates sollen zudem die Zusammenarbeit mit Windows-, Android- und sogar macOS-Geräten verbessern.

Die Frage bleibt: Reicht die geballte Technik, um Apple und Samsung im Premium-Segment Paroli zu bieten? Angesichts des aggressiven Preises und der innovativen Bauweise hat Honor zumindest alle Voraussetzungen geschaffen.

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