Hörhilfen: Regelmäßige Nutzung senkt Demenzrisiko um 23%
28.06.2026 - 21:20:59 | boerse-global.de
Eine Studie zeigt: Wer sein Hörgerät konsequent nutzt, schützt sein Gehirn.
Medizinischer Durchbruch auf dem EAN-Kongress
Wissenschaftler präsentierten Ende Juni 2026 auf dem EAN-Kongress überraschende Daten. Bei Patienten mit Epilepsie und gleichzeitigem Hörverlust sinkt das Demenzrisiko um 23 Prozent – vorausgesetzt, sie tragen regelmäßig Hörgeräte.
Die Erkenntnis geht weit über die reine Verbesserung der Kommunikation hinaus. Fachleute sehen in der rechtzeitigen Versorgung mit Hörhilfen eine wichtige Maßnahme zur Erhaltung der kognitiven Leistungsfähigkeit im Alter.
Gehörlosensport: Große Events, kleine Nachwuchssorgen
Parallel zur medizinischen Forschung kämpft der organisierte Gehörlosensport mit strukturellen Problemen. Der Hörgeschädigten-Sport-Club Schleswig richtete kürzlich die Deutschen Meisterschaften in Dart und Badminton aus – ein Erfolg auf nationaler Ebene.
Hörverlust ist ein unterschätzter Risikofaktor für Demenz. Eine aktuelle Studie zeigt: Regelmäßige Hörgeräte-Nutzung kann das Risiko um 23 % senken. Mit der kostenlosen Risiko-Checkliste erkennen Sie frühzeitig, ob bei Ihnen Handlungsbedarf besteht. Kein medizinischer Test, keine Diagnose. Risiko-Checkliste anfordern
Doch die Vereine haben Nachwuchsprobleme. Die Gewinnung junger Mitglieder gestaltet sich schwierig. Experten sehen eine wachsende Diskrepanz zwischen dem Angebot an spezialisierten Sportmöglichkeiten und der rückläufigen Zahl aktiver Nachwuchsathleten.
Prävention für besondere Zielgruppen
Die Gesundheitsvorsorge spezialisierter Gruppen rückt auch in anderen Bereichen in den Fokus. Die Hochschule Osnabrück bietet physiotherapeutische Sprechstunden für Musiker an. Professionelle Musiker sind ähnlichen Belastungen ausgesetzt wie Profisportler – haben aber selten einen festen medizinischen Betreuerstab.
Für Anfang Juli 2026 ist in Stuttgart eine Fachmesse zum Thema Sehen im Alter geplant. Neben medizinischen Vorträgen zu Augenerkrankungen gibt es Workshops zu Mobilität und Resilienz. Ziel: Selbstständigkeit und Lebensqualität durch Aufklärung über technische und therapeutische Hilfsmittel fördern.
Betrifft Sie das? Rund jeder Dritte über 65 hat einen unbehandelten Hörverlust – und damit ein erhöhtes Demenzrisiko. Die kostenlose Checkliste zeigt Ihnen die Warnsignale und wie Sie gegensteuern können. Checkliste per E-Mail sichern
Bewegung im öffentlichen Raum
Niederschwellige Angebote gewinnen an Bedeutung. Ein Sportverein in Kirchberg bietet regelmäßige Trainingseinheiten im öffentlichen Raum an. Die Idee: Allgemeine Fitness und Beweglichkeit stärken – die Basis für erfolgreiche Rehabilitation und Prävention in allen Altersgruppen.
