Hirnblutung, Stromstöße

Hirnblutung: Stromstöße senken Gefäßkrämpfe um 40 Prozent

02.07.2026 - 23:05:15 | boerse-global.de

Neue taVNS-Therapie senkt schwere Vasospasmen um über 40 Prozent. FDA beschleunigt Zulassung des nicht-invasiven Systems.

Aurenar V-Link: Stromstöße gegen gefährliche Hirngefäßkrämpfe
Hirnblutung - Nahaufnahme eines Ohres mit einem futuristischen, nicht-invasiven Neuromodulationsgerät, das sanft blau leuchtet, vor verschwommenem Krankenhaushintergrund. 02.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Bis zu 70 Prozent der Patienten sind betroffen. Bisher halfen vor allem Medikamente. Jetzt kommt ein technologischer Ansatz dazu.

Stromstöße gegen Gefäßkrämpfe

Das V-Link-System des Herstellers Aurenar setzt auf transaurikuläre Vagusnervstimulation (taVNS). Dabei wird der Vagusnerv übers Ohr elektrisch gereizt. Das System arbeitet nicht-invasiv und drahtlos.

Zielgruppe sind erwachsene Patienten ab 22 Jahren auf der Intensivstation. Die Methode soll Häufigkeit und Schwere der Gefäßverengungen senken. Bisher standen vor allem orales Nimodipin und andere medikamentöse Ansätze im Fokus. Zugelassene Medizingeräte gab es bislang nicht.

40 Prozent weniger schwere Vasospasmen

In einer randomisierten Studie mit 27 Patienten zeigte sich: Die Therapie senkt moderate bis schwere Vasospasmen um mehr als 40 Prozent. Unerwünschte Ereignisse wurden nicht dokumentiert.

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Die wirtschaftliche Bilanz fällt ebenfalls positiv aus. Die krankheitsbezogenen Kosten sanken in den ersten 30 Tagen um rund 20 Prozent. Grund ist die effektivere Vermeidung von Komplikationen – das entlastet die Intensivstationen.

FDA beschleunigt Zulassung

Anfang Juli 2026 stufte die US-Gesundheitsbehörde FDA das System als Breakthrough Device ein. Der Status soll Entwicklung und Prüfung beschleunigen. Die Behörde sieht hohes Potenzial zur Verbesserung der Versorgung bei lebensbedrohlichen Zuständen.

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Der Markt für neurologische Stimulationstechnologien zeigt derzeit viel Bewegung. Parallel erhielt im Sommer 2026 ein Gerät zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTSD) die Zulassung. Es stimuliert den Vestibularnerv. Ende Juni startete zudem ein Forschungsprojekt zur robotergestützten Behandlung komplexer Gefäßverschlüsse. Der Trend zu technologiegestützten Therapiemodellen in der Gefäßmedizin wird damit immer deutlicher.

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