HerzMobil, NÖ

HerzMobil NÖ: Telemedizinische Herzbetreuung erreicht jetzt das Weinviertel

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 15:34 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf überwacht Herzinsuffizienz-Patienten zu Hause und plant 2027 eine Ausweitung auf 20 Teilnehmende.
Ein heller, ruhiger Wohnbereich mit einem bequemen Sessel und warmem Tageslichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Das Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf stellt das telemedizinische Versorgungsprogramm HerzMobil NÖ seit August 2026 auch für Patientinnen und Patienten im Weinviertel bereit. Das Angebot richtet sich an Menschen mit chronischer Herzinsuffizienz und soll die Betreuung nach einem stationären Aufenthalt durch engmaschige digitale Kontrollen im häuslichen Umfeld verbessern.

Das Programm war vor einem Jahr in der Thermenregion gestartet und wird mit dem Schritt nach Mistelbach nun auf das Weinviertel ausgeweitet. In der Startphase im Jahr 2026 sind für den Standort Mistelbach-Gänserndorf zunächst 5–10 Patienten vorgesehen, sieben Patienten nehmen bereits aktiv an der Versorgung teil.

Für das Jahr 2027 ist eine Ausweitung auf 20 Patienten geplant. Langfristig zielt die Initiative auf eine flächendeckende Versorgung ab, bei der bis zu 2.000 Patienten pro Jahr in ganz Niederösterreich telemedizinisch betreut werden sollen.

Tägliche Messungen und automatische Datenübertragung

Der Versorgungsansatz stützt sich auf eine strukturierte Heimmessung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfassen täglich ihr Körpergewicht sowie ihren Blutdruck mithilfe einer Waage, eines Blutdruckmessgeräts und eines Smartphones.

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Die ermittelten Vitalwerte werden automatisch an das betreuende Team übermittelt. Dieses Monitoring soll es ermöglichen, Verschlechterungen des Gesundheitszustands frühzeitig zu erkennen und therapeutisch gegenzusteuern, bevor ein erneuter Klinikaufenthalt notwendig wird.

Die reguläre Teilnahme an HerzMobil NÖ ist auf eine Dauer von zunächst drei Monaten angelegt. Bei individuellem Bedarf besteht die Möglichkeit, die Betreuung auf sechs Monate zu verlängern.

Hohe Krankheitslast und breite institutionelle Trägerschaft

Die Initiative reagiert auf eine hohe Belastung der Gesundheitseinrichtungen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Den vorliegenden Daten zufolge leben in Österreich rund 300.000 Menschen mit einer chronischen Herzschwäche.

Allein in Niederösterreich führt diese Diagnose jährlich zu ca. 25.000 Klinikaufenthalten. Durch die engmaschige Begleitung zu Hause sollen Betroffene mehr Stabilität im Alltag gewinnen und die Notaufnahmen und Bettenstationen entlastet werden.

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Getragen wird HerzMobil NÖ von einem Zusammenschluss regionaler und überregionaler Gesundheitspartner. Die Finanzierung des Projekts übernehmen der Niederösterreichische Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) sowie die Sozialversicherungsträger.

Als Partner der Initiative fungieren das Land Niederösterreich, die NÖ Landesgesundheitsagentur (NÖ LGA), der NÖGUS, die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) und die Ärztekammer für Niederösterreich.

Durch die Kooperation der beteiligten Institutionen soll die Vernetzung zwischen dem klinischen Bereich, der niedergelassenen Ärzteschaft und den Sozialversicherungsträgern im Bundesland weiter vertieft werden.

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