HerzMobil, NÖ

HerzMobil NÖ im Weinviertel: Telemedizin begleitet Herzpatienten täglich

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 17:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sieben Menschen mit Herzschwäche erhalten im Weinviertel telemedizinische Begleitung; für 2027 ist eine Erweiterung auf 20 Plätze vorgesehen.
Ein lichtdurchfluteter Wohnraum in einem ländlichen Haus im Weinviertel mit Blick auf sanfte Hügel durch ein großes Fenster. Illustration mit AI erstellt.

Das telemedizinische Versorgungsprogramm für Menschen mit chronischer Herzschwäche wird seit August 2026 auch im Weinviertel angeboten. Wie das Land Niederösterreich, die NÖ Landesgesundheitsagentur und der NÖ Gesundheits- und Sozialfonds gemeinsam mit der Österreichischen Gesundheitskasse und der Ärztekammer für Niederösterreich mitteilten, übernimmt das Landesklinikum Mistelbach-Gänserndorf die regionale Betreuung des Projekts „HerzMobil NÖ“. Ziel des Angebots ist es, Patientinnen und Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz im häuslichen Umfeld engmaschig medizinisch zu begleiten.

Tägliche Messung und automatische Datenübertragung

Der Versorgungsansatz stützt sich auf eine digitale Überwachung der Gesundheitsdaten im Alltag. Die teilnehmenden Patientinnen und Patienten erfassen täglich ihr Körpergewicht sowie ihren Blutdruck mit Hilfe von Smartphone, Waage und speziellem Blutdruckmessgerät. Die ermittelten Werte werden automatisch an das zuständige medizinische Betreuungsteam im Klinikum übermittelt.

Die reguläre Teilnahme an der telemedizinischen Betreuung ist zunächst für einen Zeitraum von drei Monaten vorgesehen. Sollte aus medizinischer Sicht ein weiterer Bedarf bestehen, lässt sich die Betreuungsdauer auf bis zu sechs Monate verlängern. Landesrat Anton Kasser bezeichnete das Programm laut Berichten vom 6. November 2026 als einen wichtigen Beitrag für mehr Sicherheit und Lebensqualität der Betroffenen.

Stufenweiser Ausbau in Niederösterreich

Für die Startphase im Weinviertel im Jahr 2026 war zunächst eine Größenordnung von 5 bis 10 Patienten vorgesehen; derzeit befinden sich 7 Patienten aktiv in der Betreuung. Für das Jahr 2027 ist eine Ausweitung auf 20 Patienten in der Region geplant.

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Die schrittweise Einführung folgt dem Vorbild der Thermenregion, in der das Programm bereits vor einem Jahr gestartet worden war. Langfristig soll „HerzMobil NÖ“ landesweit etabliert werden: Die Projektpartner peilen eine Kapazität von bis zu 2.000 betreuten Patienten pro Jahr in ganz Niederösterreich an.

Die Ausweitung digitaler Versorgungsmodelle begegnet einer hohen Belastung des Gesundheitssystems durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nach Angaben der Träger leben in Österreich rund 300.000 Menschen mit chronischer Herzschwäche.

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In Niederösterreich verursacht das Krankheitsbild jährlich circa 25.000 Klinikaufenthalte. Durch die kontinuierliche Kontrolle von Vitaldaten sollen Verschlechterungen des Gesundheitszustands frühzeitig erkannt und wiederholte Notfalleinweisungen vermieden werden.

Getragen wird das Programm partnerschaftlich vom Land Niederösterreich, der NÖ LGA, dem NÖGUS, der ÖGK sowie der Ärztekammer Niederösterreich. Die Finanzierung des Projekts teilen sich der NÖGUS und die Sozialversicherungsträger.

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