Herzinfarkt-Prävention, Muskeldichte

Herzinfarkt-Prävention: Muskeldichte senkt Risiko um 31 Prozent

07.07.2026 - 05:33:21 | boerse-global.de

Krankenkassen finanzieren Herz-CT, neue Forschung stärkt Prävention. Die geplante Gesundheitsreform soll das Milliardenloch der GKV stopfen.

Herz-CT als Kassenleistung: Wandel in der Kardiologie
Herzinfarkt-Prävention - Ein moderner Computertomograph (CT-Scanner) in einem sterilen, hochtechnologischen medizinischen Raum, beleuchtet mit blauem und weißem Licht. 07.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Seit Januar 2025 zahlen die Krankenkassen das Herz-CT als Alternative zum Herzkatheter. Gleichzeitig ringt die Politik um eine milliardenschwere Gesundheitsreform.

Diagnostischer Wandel: Schonender geht nicht

Seit dem 21. Januar 2025 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Herz-CT-Untersuchungen – aber nur bei Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung (KHK). Die nicht-invasive Methode soll unnötige Herzkatheter-Eingriffe vermeiden und das Risiko für Patienten senken.

Die Praxis zieht nach. Im Juli 2026 nahm die MVZ NEURADIA GmbH in Wolfenbüttel zwei neue CT-Systeme in Betrieb. Sie kommen unter anderem für Koronar-CTs zum Einsatz. Fachärztin Dr. Svenja Fabian betont: Zertifizierte Diagnoseverfahren sind entscheidend für die Qualität der Versorgung.

Neue Forschung: Muskeln schützen das Herz

Auch die Wissenschaft liefert frische Erkenntnisse zur Herzinfarkt-Prävention. Eine Studie der University of Edinburgh mit 1.722 Teilnehmenden zeigt: Höhere Muskeldichte senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse um 31 Prozent.

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Forscher der University of Chicago entwickelten zudem ein KI-gestütztes Hautpflaster. Es erkennt Herzerkrankungen mit einer Genauigkeit von über 83 Prozent. Am Universitätsklinikum Würzburg wird seit Frühjahr 2026 die Kardioneuroablation eingesetzt – ein Verfahren gegen bestimmte Herzrhythmusstörungen.

Eine im Mai 2026 in Nature Communications veröffentlichte Studie untersucht die Rolle von Makrophagen bei der Regeneration von Herzgewebe. Das könnte neue Therapieansätze nach einem Infarkt eröffnen.

Milliardenloch: Die Reform kommt

Die Integration dieser Innovationen fällt in eine Zeit knapper Kassen. Für 2027 prognostiziert die GKV ein Defizit von 18,8 bis 19 Milliarden Euro. Die schwarz-rote Koalition arbeitet an einer Gesundheitsreform – Verabschiedung im Bundestag und Bundesrat ist für den 10. Juli 2026 geplant.

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Während die Wissenschaft neue Wege in der Prävention aufzeigt, wird deutlich, dass schon wenige Minuten täglicher Bewegung einen enormen Unterschied für die Gesundheit machen können. Prof. Dr. med. Wessinghage hat 17 Übungen zusammengestellt, die in nur 3 Minuten täglich helfen, den Körper fit zu halten und Beschwerden aktiv vorzubeugen. 17 Wunderübungen als kostenloses PDF herunterladen

Die Eckpunkte der Reform:

  • Steuermittel: Der Bund soll 2027 rund 1 Milliarde Euro für Grundsicherungsempfänger zahlen. Bis 2031 steigt der Betrag auf 2,75 Milliarden Euro.
  • Zuckersteuer: Eine Abgabe auf zuckergesüßte Getränke ist im Gespräch. Sie könnte ab 2027 jährlich 450 bis 650 Millionen Euro einbringen.
  • Pharma-Abschlag: Ab 2027 gilt ein Herstellerabschlag von 15,5 Prozent auf Medikamente.
  • Beitragssätze: Ziel ist die Stabilisierung. Prognosen gehen von 14,6 Prozent plus einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 2,9 Prozent für 2027 aus.

Zuzahlungen steigen – Kritik von allen Seiten

Die Reform sieht einmalige Anpassungen bei den Medikamenten-Zuzahlungen vor. Sie steigen auf einen Korridor von 7,50 bis 15 Euro. Ein geplanter Automatismus für jährlich Erhöhungen wurde gestrichen.

Die Krankenhausfinanzierung soll die sogenannte Meistbegünstigtenklausel bis 2029 verlängern – das gibt Kliniken Planungssicherheit. Doch die Kritik ist laut. GKV-Chef Blatt sieht die langfristige Beitragsstabilität gefährdet. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) bemängelt: Die Reform sichert die flächendeckende Versorgung nicht ausreichend.

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