Herzinfarkt-Prävention, Langzeitstudie

Herzinfarkt-Prävention: Langzeitstudie mit 117.000 Frauen belegt 44%-Schutz

30.06.2026 - 22:05:01 | boerse-global.de

Neue Langzeitstudie belegt: Regelmäßiges Krafttraining reduziert das Risiko schwerer Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen deutlich.

Krafttraining senkt Herzinfarktrisiko bei Frauen um 44 Prozent
Herzinfarkt-Prävention - Eine Gruppe von Menschen trainiert in einem modernen Heim-Fitnessstudio unter Anleitung eines Online-Workouts auf einem großen Bildschirm. 30.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das belegt eine neue Langzeitstudie mit über 117.000 Teilnehmerinnen.

Wissenschaft bestätigt präventive Effekte

Die aktuellen Leitlinien des American College of Sports Medicine (ACSM) empfehlen für 2026 mindestens zwei Krafttrainingseinheiten pro Woche für alle großen Muskelgruppen. Ziel: bessere Körperhaltung, stabilere Gelenke und ein aktiverer Stoffwechsel. Funktionelles Training gewinnt dabei an Bedeutung, um den Körper auf Alltagsaktivitäten vorzubereiten.

Besonders für Frauen zeigt sich ein enormer Nutzen. Eine im Journal of the American College of Cardiology (JACC) veröffentlichte Studie begleitete 117.025 Teilnehmerinnen über 14,5 Jahre. Das Ergebnis: Frauen mit mindestens zwei Stunden Krafttraining pro Woche hatten ein um 20 Prozent reduziertes Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Beim Herzinfarkt sank das Risiko sogar um 44 Prozent.

Die Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining senkte das Gesamtrisiko um 40 Prozent. Einen signifikanten Effekt auf das Schlaganfallrisiko fanden die Forscher dagegen nicht.

HIIT mobilisiert das Immunsystem massiv

Neben klassischen Kraftübungen rückt Hochintensives Intervalltraining (HIIT) in den Fokus der Forschung. Eine Studie aus Essen in der Fachzeitschrift Cancer Medicine untersuchte die Wirkung einer einzigen, 20-minütigen HIIT-Einheit auf dem Fahrradergometer.

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Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Bei Krebspatienten in fortgeschrittenen Stadien stieg die Zahl der natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) um 50 Prozent. Bei gesunden Probanden lag der Anstieg bei 38 Prozent. Auch andere Immunzellen (cILCs) nahmen deutlich zu. Der Effekt war nach einer Stunde Erholung reversibel – und je höher die Intensität, desto stärker die Immunmobilisierung.

Bundeswehr startet YouTube-Serie

Die Vermittlung von Trainingsinhalten wandert zunehmend ins Digitale. Ein Beispiel: Die Bundeswehr startet Anfang Juli 2026 die YouTube-Serie „Generation Wehrdienst“. Drei Staffeln bis November 2026 begleiten Rekruten durch die moderne Grundausbildung. Ausgestrahlt wird wöchentlich auf YouTube und der Plattform Joyn.

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Das Interesse an professioneller Ausbildung steigt: Die Einplanungszahlen der Bundeswehr liegen acht Prozent über dem Vorjahr.

Neben digitalen Formaten bleiben regionale Angebote gefragt. In Duisburg findet Anfang Juli 2026 ein „World Jumping Fitness“-Event auf Trampolinen statt. Fitnessstudios reagieren auf den Sommerbedarf: In Köln-Sülz endet zum 30. Juni ein Neumitglieder-Angebot, in Graz läuft eine Testaktion für Krafttraining bis Ende August.

Roboter lernen von menschlicher Bewegung

Parallel zur menschlichen Fitness entwickelt sich die Technologie weiter. DEEP Robotics hat den humanoiden Roboter DR02 optimiert – mit Verbesserungen bei Ganzkörperkoordination, Balance und Bewegungsabläufen. Solche Fortschritte könnten langfristig in Logistik und Inspektion relevant werden. Sie zeigen aber auch, wie weit die Analyse komplexer Bewegungsmuster inzwischen ist – ein Feld, das auch für das Krafttraining essenziell bleibt.

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