Herzgesundheit, Smartwatch

Herzgesundheit: Smartwatch erkennt Ohnmacht fünf Minuten vorher

19.06.2026 - 06:39:21 | boerse-global.de

Neue Studien zeigen: Scheinfasten senkt Entzündungen, Sardinen schützen vor Diabetes und Wearables erkennen Ohnmacht frühzeitig.

Herzgesundheit 2026: Scheinfasten, Sardinen & Smartwatch-Erkennung
Herzgesundheit - Ein detailliertes Modell eines Herzens mit leuchtenden Adern, umgeben von Reagenzgläsern mit Blutproben und wissenschaftlichen Geräten. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Im Fokus stehen der Entzündungsmarker hs-CRP, epigenetische Behandlungen und die Rolle von Ernährung und Wearables.

Scheinfasten senkt Entzündungswerte

Ein zentraler Indikator für systemische Entzündungen ist das hochsensitive C-reaktive Protein (hs-CRP). Eine Pilotstudie von Forschern des King’s College London und spanischer Universitäten untersuchte den Effekt von Scheinfasten auf Parodontitis-Patienten.

Anzeige: Die neue Smartwatch-Technologie erkennt Ohnmachtsanfälle bis zu fünf Minuten vorher – mit einer Genauigkeit von 84,6 Prozent. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Ratgeber, welche Wearables Ihr Herz schützen und wie Sie mit einfachen Ernährungstipps Ihre Entzündungswerte senken. Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern

Die mechanische Behandlung des Zahnfleischs war in allen Gruppen erfolgreich. Doch nur jene Patienten, die zusätzlich drei fünftägige Scheinfasten-Zyklen absolvierten, zeigten eine deutliche Senkung des hs-CRP-Werts. In der Kontrollgruppe blieb der Marker unverändert. Größere Studien sollen die Ergebnisse nun bestätigen.

Sardinen senken Diabetes-Risiko um 64 Prozent

Parallel dazu unterstreichen Daten aus dem Fachjournal Clinical Nutrition die Wirkung spezifischer Diäten. Eine Studie mit 152 über 65-jährigen Prädiabetikern zeigte: Wer wöchentlich 200 Gramm Sardinen aß, senkte das Risiko, in eine Hochrisikokategorie für Typ-2-Diabetes zu fallen, um 64 Prozent. Auch Insulinresistenz, Blutdruck und HDL-Cholesterin verbesserten sich.

Epigenetik: Neue Hoffnung bei Gefäßverkalkung

Forscher der Universität Zürich, des Universitätsspitals Zürich und der Universität Pisa veröffentlichten Anfang Juni in Cell Reports einen neuen Ansatz zum Schutz von Blutgefäßen. Im Zentrum stehen BET-Protein-Inhibitoren. Sie beeinflussen die Genaktivität im perivaskulären Fettgewebe – jenem Gewebe, das die Blutgefäße umgibt.

Durch diese epigenetische Umprogrammierung wird ein Entzündungsprogramm gehemmt. Als zentraler Vermittler wurde das Enzym Hexokinase 2 identifiziert. Ziel ist es, die Ursachen von Gefäßverengungen direkt im Gewebe zu behandeln – statt nur Symptome zu lindern.

Auch Digitalisglykoside rücken wieder in den Fokus. Eine im Juni in JAMA veröffentlichte Studie des University Medical Center Groningen zeigt: Die Behandlung mit diesen Wirkstoffen ist bei Herzinsuffizienz mit einem geringeren Risiko für eine erste Verschlechterung verbunden.

Smartwatch erkennt Ohnmacht fünf Minuten vorher

Die Früherkennung von Herzrhythmusstörungen macht Fortschritte. Eine Studie der Chung-Ang Universität Gwangmyeong in Kooperation mit Samsung Electronics belegt: Moderne Smartwatches können vazovagale Synkopen – also Ohnmachtsanfälle – vorhersagen.

Ein KI-Algorithmus analysiert Herzfrequenzvariabilität und Sauerstoffsättigung. Bei 132 Patienten gab das System bis zu fünf Minuten vor einem Ereignis Warnungen aus – mit einer Genauigkeit von 84,6 Prozent.

Zeit ist Leben: Herzinfarkt-Versorgung in Österreich

Bei akuten Ereignissen bleibt die Zeitnähe der Versorgung entscheidend. Auf der ESC Cardio-Oncology-Konferenz in Wien wurden aktuelle Zahlen diskutiert. In Österreich erleiden jährlich rund 32.000 Menschen einen Herzinfarkt.

Bei rechtzeitiger Einlieferung liegt die Sterblichkeit bei etwa 3 Prozent. Kommt es zu einem Kreislaufschock, steigt sie auf bis zu 60 Prozent. Die Zielzeit für eine Gefäßöffnung per PCI-Methode beträgt maximal 60 bis 90 Minuten.

Anzeige: Plötzliche Ohnmacht ohne Vorwarnung – das muss nicht sein. Moderne Smartwatches analysieren Herzfrequenzvariabilität und Sauerstoffsättigung und warnen Sie rechtzeitig. Unser Ratgeber zeigt, welche Geräte zuverlässig sind und wie Sie Ihr Risiko für Kreislaufkollapse senken. Ratgeber zur Herzgesundheit jetzt sichern

Hitzewellen belasten das Herz

Neben klinischen Faktoren beeinflussen auch Umweltbedingungen die Herzgesundheit massiv. Mediziner warnen vor den Belastungen durch Hitzewellen, wie sie im Juni 2026 etwa in Nordrhein-Westfalen auftreten.

Durch die Weitung der Blutgefäße sinkt der Blutdruck, der Körper verliert durch Schwitzen Flüssigkeit und Elektrolyte. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit empfiehlt bei Temperaturen über 30 Grad eine Flüssigkeitsaufnahme von zwei bis drei Litern pro Tag – um den Kreislauf stabil zu halten und das Herz zu entlasten.

de | wissenschaft | 69579234 |