Herz-Kreislauf, Treppensteigen

Herz-Kreislauf: Treppensteigen senkt Sterblichkeit um 24 Prozent

Veröffentlicht am: 14.08.2026 um 13:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Meta-Analyse mit 480.000 Teilnehmern zeigt: Regelmäßiges Treppensteigen reduziert das Sterberisiko um 24 Prozent und die Herz-Kreislauf-Sterblichkeit um 39 Prozent.

Treppensteigen senkt Sterblichkeit: Meta-Analyse der UEA belegt präventive Effekte
Eine Person geht in einem hellen Treppenhaus die Stufen hinauf, um sich sportlich zu betätigen. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen unterstreichen die Bedeutung niedrigschwelliger körperlicher Aktivität für die langfristige Gesundheit. Eine im August 2026 veröffentlichte Meta-Analyse der University of East Anglia (UEA) und des Norfolk and Norwich University Hospital (NNUH) liefert neue Belege dafür, dass bereits einfaches Treppensteigen erhebliche präventive Effekte erzielen kann.

Die Auswertung zahlreicher Langzeitdaten deutet darauf hin, dass diese Form der Bewegung das Risiko für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie die allgemeine Sterblichkeit deutlich senkt.

Umfangreiche Datenbasis belegt gesundheitliche Vorteile

Die Forschergruppen der University of East Anglia und des Norfolk and Norwich University Hospital stützten ihre Erkenntnisse auf eine umfassende Meta-Analyse von insgesamt neun Studien. In diese Untersuchungen flossen Daten von über 480.000 Teilnehmern ein.

Die Probanden befanden sich in einer Altersspanne zwischen 35 und 84 Jahren, wobei der Frauenanteil bei 53 Prozent lag. Ein wesentliches Qualitätsmerkmal der Analyse ist der lange Beobachtungszeitraum: Die mediane Nachbeobachtungsdauer der untersuchten Datensätze belief sich auf 14 Jahre.

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Die Ergebnisse, die im American Journal of Cardiovascular Drugs publiziert wurden, zeigen eine deutliche Korrelation zwischen regelmäßigem Treppensteigen und einer verlängerten Lebenserwartung. Den Daten zufolge sank die Gesamtsterblichkeit – also das Risiko, an einer beliebigen Ursache zu versterben – um 24 Prozent.

Noch deutlicher fielen die Effekte im Bereich der kardiologischen Gesundheit aus: Das Risiko, an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, reduzierte sich durch die regelmäßige Aktivität um 39 Prozent.

Präsentation auf internationalem Fachkongress

Die weitreichenden Resultate der Kooperation zwischen UEA und NNUH wurden im August 2026 auch auf dem Kongress der European Society of Cardiology (ESC) einem internationalen Fachpublikum präsentiert. In der medizinischen Fachwelt wird die Studie als wichtiger Beitrag zur präventiven Kardiologie gewertet, da sie die Wirksamkeit einer Übung bestätigt, die sich ohne spezielles Training oder Ausrüstung in den Alltag integrieren lässt.

Wissenschaftler der beteiligten Institutionen wiesen darauf hin, dass Treppensteigen eine besonders effiziente Form der Belastung darstelle. Die Ergebnisse der Meta-Analyse legen nahe, dass die physische Anstrengung beim Überwinden von Höhenmetern spezifische Schutzfaktoren für das Herz-Kreislauf-System aktiviert. Dies erkläre die signifikante Reduktion der Sterblichkeitsraten in den untersuchten Kohorten über den Zeitraum von mehr als einem Jahrzehnt.

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Relevanz für die öffentliche Gesundheitsvorsorge

Die im American Journal of Cardiovascular Drugs veröffentlichten Erkenntnisse könnten künftig verstärkt Einfluss auf öffentliche Gesundheitsempfehlungen finden. Da Herz-Kreislauf-Erkrankungen weiterhin zu den häufigsten Todesursachen weltweit zählen, suchen Mediziner und Gesundheitsbehörden nach kosteneffizienten Methoden zur Risikominimierung.

Die Analyse der University of East Anglia verdeutlicht, dass die Integration von Treppensteigen in die tägliche Routine einen messbaren Schutz bietet.

Angesichts der breiten Datenbasis von fast einer halben Million Menschen und der langen Beobachtungszeit gelten die ermittelten Prozentwerte – 24 Prozent geringere Gesamtsterblichkeit und 39 Prozent weniger Herz-Kreislauf-Todesfälle – als statistisch hochgradig belastbar.

Fachleute sehen darin eine Bestätigung dafür, dass auch kurze, aber intensive körperliche Belastungen im Alltag einen entscheidenden Beitrag zur individuellen Gesundheitsvorsorge leisten können.

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