Herz-Kreislauf-Leiden, Todesfälle

Herz-Kreislauf-Leiden: Bei 80- bis 85-Jährigen sinken Todesfälle um 30,6 Prozent

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 12:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de

2025 starben 334.100 Menschen an Herz-Kreislauf-Leiden; zugleich sanken die Todesfälle durch akuten Herzinfarkt seit 2022 um 15,2 Prozent.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen bleiben 2025 häufigste Todesursache in Deutschland
Ein ruhiger, leerer Parkweg im Herbstlicht, der eine melancholische und nachdenkliche Atmosphäre ausstrahlt. Illustration mit AI erstellt.

Trotz eines kontinuierlichen Rückgangs in den vergangenen Jahren bleiben Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems die häufigste Todesursache in Deutschland.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verstarben im Jahr 2025 insgesamt 334.100 Menschen an den Folgen kardiovaskulärer Leiden. Das entspricht einem Rückgang von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr 2024. Insgesamt belief sich die Zahl der Sterbefälle in Deutschland im Jahr 2025 auf rund 1,01 Millionen Menschen, was einem Minus von 0,1 Prozent gegenüber 2024 entspricht und den dritten bundesweiten Rückgang in Folge markiert.

Hinter den Herz-Kreislauf-Erkrankungen folgte Krebs als zweithäufigste Todesursache mit 228.800 Verstorbenen, gefolgt von Erkrankungen des Atmungssystems mit 81.200 Sterbefällen. Gemeinsam machten diese drei Krankheitsgruppen 64 Prozent aller erfassten Todesfälle in der Bundesrepublik aus. Der Abstand zwischen den Herz-Kreislauf-Todesfällen und den Krebserkrankungen lag bei gut 105.000 Fällen.

Deutlicher Rückgang bei Herzinfarkten seit 2022

Im längerfristigen Vergleich gingen die kardiovaskulären Sterbefälle spürbar zurück. Seit dem Jahr 2022 verzeichnete das Statistische Bundesamt bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein Minus von 6,7 Prozent.

Dieser Rückgang fiel deutlicher aus als der allgemeine Rückgang der Gesamtsterbefälle im selben Zeitraum, der bei 5,6 Prozent lag. Noch in den Jahren 2019 bis 2022 war die Entwicklung gegenläufig gewesen: Damals stieg die Zahl der Herzinfarkt-Toten um 5,3 Prozent, während zerebrovaskuläre Todesfälle um 4 Prozent zunahmen.

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Zwischen 2022 und 2025 sank die Zahl der Todesfälle durch akuten Herzinfarkt hingegen um 15,2 Prozent. Bei Frauen lag der Rückgang in diesem Zeitraum bei 16,8 Prozent, bei Männern bei 14,1 Prozent.

Besonders ausgeprägt war die Abnahme in der Altersgruppe der 80- bis 85-Jährigen mit einem Minus von 30,6 Prozent. Zerebrovaskuläre Krankheiten verzeichneten seit 2022 einen Rückgang von 6,3 Prozent, wobei der Rückgang bei Frauen mit 7,7 Prozent ebenfalls höher ausfiel als bei Männern mit 4,6 Prozent.

Geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Diagnosen

Die Verteilung der Todesursachen weist deutliche geschlechtsspezifische Schwerpunkte auf. Bei Frauen führte das Statistische Bundesamt für 2025 Demenzerkrankungen mit 39.200 Fällen (7,7 Prozent) als häufigste Einzeldiagnose auf, gefolgt von der chronischen ischämischen Herzkrankheit mit 29.400 Fällen und der Herzinsuffizienz mit 21.900 Fällen.

Bei den Männern war die chronische ischämischen Herzkrankheit mit 38.700 Fällen (7,7 Prozent) die am häufigsten dokumentierte Einzeldiagnose. An zweiter Stelle stand Lungen- und Bronchialkrebs mit 26.200 Fällen, gefolgt vom akuten Herzinfarkt mit 23.800 Todesfällen.

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Hohe finanzielle Belastung für das Gesundheitssystem

Parallel zu den epidemiologischen Zahlen erfassten die Statistiker die Kosten der Versorgung. Die direkten Krankheitskosten in Deutschland stiegen 2024 auf 528,5 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 7,6 Prozent beziehungsweise 37,5 Milliarden Euro gegenüber 2023 entspricht. Pro Kopf ergaben sich Kosten von 6.330 Euro.

Mit 69,4 Milliarden Euro verursachten Erkrankungen des Kreislaufsystems im Jahr 2024 die höchsten direkten Ausgaben aller Krankheitsgruppen, dicht gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen inklusive Demenz mit 68,7 Milliarden Euro.

Die Gesundheitsausgaben beliefen sich 2024 auf insgesamt 526,5 Milliarden Euro, was pro Kopf 6330 Euro entsprach, wobei die Ausgaben für Frauen bei 6960 Euro und für Männer bei 5680 Euro lagen.

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