Herbstgemüse, Kürbis

Herbstgemüse: Kürbis liefert 20 bis 26 Kalorien pro 100 Gramm

Veröffentlicht am: 17.10.2026 um 05:35 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kürbis, Kohl und Wurzelgemüse ergänzen den Speiseplan im Herbst; Preisvergleiche und richtige Aufbewahrung helfen, Vorräte sinnvoll zu nutzen.
Ein reifer Kürbis auf einem rustikalen Holztisch in einer sonnendurchfluteten Küche. Illustration mit AI erstellt.

Mehrere Ernährungsratgeber heben die Vorteile saisonaler Herbstlebensmittel wie Kürbis, Kohl und Wurzelgemüse hervor. Der gezielte Griff zu heimischen Produkten im Herbst ermöglicht es, die Nährstoffversorgung vor den Wintermonaten zu optimieren und gleichzeitig die Kosten pro Portion in der Haushaltsführung zu senken.

Typische Erzeugnisse aus regionalem Anbau wie Rote Bete, Karotten, Zwiebeln und Äpfel stehen derzeit zur Verfügung. Da Saisonware zwar häufig preiswerter ist, dies jedoch nicht ausnahmslos zutrifft, raten Verbraucherberichte zum genauen Vergleich der Grundpreise.

Nährstoffdichte und geringe Energiedichte im Fokus

Saisonales Herbstgemüse liefert sekundäre Pflanzenstoffe, Ballaststoffe sowie essenzielle Vitamine. In gelben und orangen Knollen enthaltenes Beta-Carotin schützt und regeneriert die Schleimhäute der Atemwege, während Spurenelemente wie Zink und Eisen aus Lauch oder Hülsenfrüchten die Bildung von Immunzellen unterstützen. Nach Angaben von Marktforschern und Agrarberichten hat sich die Kürbis-Anbaufläche in Deutschland zwischen 2007 und 2024 vervierfacht.

Der Kürbis zeichnet sich durch einen hohen Wassergehalt von rund 90 Prozent aus. Laut Daten von FoodData Central des US-Landwirtschaftsministeriums weist roher Kürbis durchschnittlich 20 bis 26 Kilokalorien pro 100 Gramm auf.

Je nach Sorte variiert der Brennwert: Muskat-Kürbis liegt bei 15 bis 18 Kilokalorien, Spaghetti-Kürbis bei etwa 25, Butternut bei rund 45 und Hokkaido bei etwa 67 Kilokalorien pro 100 Gramm.

Auch weiteres Herbstgemüse bietet ein günstiges Nährstoffprofil:
* Steckrüben: Die von Oktober bis Februar verfügbare Knolle enthält pro 100 Gramm roh 37 Kilokalorien, 89,4 Gramm Wasser, 1,08 Gramm Eiweiß, 0,16 Gramm Fett, 2,3 Gramm Ballaststoffe sowie 8,62 Gramm Kohlenhydrate, wovon 4,46 Gramm auf Zucker entfallen.

Zudem liefert sie 25 bis 33 Milligramm Vitamin C, 305 Milligramm Kalium, 43 Milligramm Calcium, 53 Milligramm Phosphor, 20 Milligramm Magnesium sowie 100 Mikrogramm Beta-Carotin. Fachleute empfehlen für Steckrüben eine Verzehrmenge von höchstens 150 bis 250 Gramm pro Tag.

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  • Brokkoli: Regionaler Brokkoli bleibt mindestens bis Ende November verfügbar. Er liefert Vitamin C, die Vitamine A, E und K sowie Mineralstoffe.

Enthaltenen Glucosinolaten wird eine antibakterielle Wirkung zugeschrieben.
* Rote Bete und Obst: Eine Studie der Queen Mary University of London im Fachjournal Hypertension beobachtete einen moderat niedrigeren Blutdruck bei regelmäßigem Konsum von nitratreichem Rote-Bete-Saft.

Eine brasilianische Studie im Fachblatt Nutrition zeigte zudem, dass übergewichtige Frauen bei einem täglichen Verzehr von drei Äpfeln oder drei Birnen im Rahmen einer kalorienbewussten Ernährung etwas mehr Gewicht verloren als eine Vergleichsgruppe.

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Eiweißbedarf und pflanzliche Kombinationen

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von mindestens 400 Gramm Obst und Gemüse sowie den Verzehr von Hülsenfrüchten an mindestens drei Tagen pro Woche. Zur Sicherung der Proteinversorgung beziffert die Deutsche Gesellschaft für Ernährung den Referenzwert für gesunde Erwachsene zwischen 19 und unter 65 Jahren auf 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.

Pflanzliche Proteinquellen lassen sich in der Herbstküche vielfältig einbinden. Kürbiskerne enthalten rund 9 Gramm Eiweiß pro 30-Gramm-Portion sowie Magnesium, Zink und Eisen. Linsen und weiße Bohnen bieten pflanzliches Eiweiß in Kombination mit Ballaststoffen, wobei die Eisenaufnahme durch gleichzeitigen Konsum von Vitamin C verbessert wird.

Richtige Lagerung sichert Vorräte

Für eine wirtschaftliche Haushaltsführung ist die korrekte Lagerung entscheidend. Ein ganzer Speisekürbis hält sich an einem kühlen und trockenen Ort oft mehrere Wochen bis Monate, während angeschnittene Exemplare im Kühlschrank aufzubewahren sind. Ein einzelner Hokkaido-Kürbis mit einem Gewicht von etwa einem Kilogramm bietet Material für mehrere Mahlzeiten.

Kohl und Wurzelgemüse verlangen kühle und dunkle Bedingungen, wobei bei Wurzelgemüse vorab das Blattgrün entfernt werden sollte. Kartoffeln gehören dunkel und kühl gelagert, jedoch nicht in den Kühlschrank. Äpfel sollten getrennt von empfindlichem Gemüse aufbewahrt werden, um einen vorzeitigen Verderb durch Reifegase zu vermeiden.

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