Herbst-Schlaf: TCM-Experten empfehlen 21–23 Uhr Bettzeit
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 15:33 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mediziner der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) raten zu einer gezielten Anpassung der täglichen Routinen an die kühlere Jahreszeit. Fachleute aus dem Bereich der Atemwegsmedizin empfehlen, die Schlafenszeiten im Herbst strikt einzuhalten: Demnach sei es ratsam, abends zwischen 21 und 23 Uhr zu Bett zu gehen und morgens zwischen 5 und 7 Uhr aufzustehen. Diese zeitliche Abstimmung soll den Körper bei der Umstellung auf das herbstliche Klima unterstützen.
Rhythmus für Schlaf, Abendessen und Abendroutine
Die Empfehlungen zu den festen Schlafenszeiten stammen von Chefarzt Li Wenjian und dem stellvertretenden Chefarzt Su Hong aus der Abteilung für Atemwegsmedizin des Drittangeschlossenen Krankenhauses der Guangzhou University of Chinese Medicine, wie aus einem Bericht vom 17. September 2026 hervorgeht.
Beide Experten betonen zudem die Bedeutung der Nahrungsaufnahme am Abend: Das Abendessen sollte vor 18 bis 19 Uhr beendet sein. Dabei sei darauf zu achten, sich lediglich zu sieben Zehnteln satt zu essen.
Um die Nachtruhe optimal vorzubereiten, raten Li Wenjian und Su Hong dazu, bereits eine Stunde vor dem Zubettgehen auf das Mobiltelefon zu verzichten. Stattdessen empfehlen die Mediziner ein wärmendes Fußbad sowie gezielte Übungen zur Bauchatmung, um den Körper zu entspannen.
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Leitlinien der Staatlichen Verwaltung für TCM
Die Grundregel, im Herbst früh schlafen zu gehen und früh aufzustehen, wurde ebenfalls auf einer Pressekonferenz der Staatlichen Verwaltung für traditionelle chinesische Medizin thematisiert, über die am 17. September 2026 berichtet wurde. Die Behörde formulierte dabei umfassende Richtlinien zur herbstlichen Gesundheitspflege.
Im Bereich der Ernährung empfiehlt die Verwaltung, gezielt das Yin zu nähren und Trockenheit zu befeuchten. Dabei solle der Verzehr von Scharfem reduziert und Saures vermehrt werden. Dies gilt jedoch mit einer Einschränkung: Personen, die unter Sodbrennen und Reflux leiden, sollten Saures ausdrücklich nicht vermehren.
Gleichzeitig warnt die Behörde vor pauschalen Volksweisheiten. Das traditionelle Konzept des sogenannten Herbstfrierens sei keineswegs für jeden geeignet. Patienten mit Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Asthma oder der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sollten sich keinesfalls bewusst der Kälte aussetzen.
Auch bei Magen-Darm-Beschwerden sei Vorsicht geboten: Durchfall sei im Herbst nicht immer durch Kälte bedingt. Betroffene dürften sich nicht allein auf Diätetik und Wärmeauflagen verlassen, sondern müssten zunächst die Ursache abklären lassen und einer Dehydrierung vorbeugen. Auf psychischer Ebene bedeute das traditionelle Beruhigen des Geistes zudem keineswegs, Emotionen zu unterdrücken.
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Differenzierte Betrachtung beim Ansetzen von Herbstspeck
Auch das traditionell verbreitete Ansetzen von Herbstspeck sieht die Behörde kritisch; empfohlen wird stattdessen eine leichte Ergänzung. Diese Einschätzung vertiefte Xia Zhiping, stellvertretender Chefarzt des Gemeindegesundheitszentrums Daan-Straße im Bezirk Yongchuan (Chongqing), auf der Veranstaltung am 17. September 2026.
Xia Zhiping legte dar, dass eine solche Stärkung nur für bestimmte Personengruppen sinnvoll sei. Geeignet sei die Ergänzung für Personen, die im Sommer einen deutlichen Gewichtsverlust erlitten haben, an Appetitlosigkeit leiden oder Symptome wie Kurzatmigkeit und Kraftlosigkeit aufweisen.
Wer hingegen im Sommer kein Gewicht verloren hat und einen dicken, fettigen Zungenbelag aufweist, solle auf eine nährende Ergänzung verzichten. In diesen Fällen gelte es nach den Prinzipien der chinesischen Medizin, vorrangig Feuchtigkeit und Hitze aus dem Körper auszuleiten.
