Haushaltsreinigung: 40 Prozent sehen Putzen als größten Energiefresser
Veröffentlicht am: 27.09.2026 um 00:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Verschiedene Ratgeber und Untersuchungen widmen sich verstärkt Methoden zur Zeitersparnis bei der Haushaltsreinigung sowie der Pflege von Einrichtungsgegenständen, um den täglichen Aufwand spürbar zu verringern.
Die Relevanz dieser Maßnahmen belegen statistische Erhebungen: Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag von TP-Link unter mehr als 2.000 Personen ab 18 Jahren aus dem Juli 2026 empfinden 33 Prozent der Befragten mindestens einmal pro Woche mentale Überforderung, wobei Frauen mit 40 Prozent häufiger betroffen sind als Männer mit 26 Prozent.
Mit 40 Prozent gilt das Putzen und Aufräumen als größter mentaler Energiefresser, noch vor Finanzen mit 29 Prozent. Bei einer täglichen Zeitersparnis von einer Stunde würden 35 Prozent der Befragten die gewonnene Zeit für Entspannung nutzen, während jeweils 23 Prozent Hobbys oder Stressreduktion nannten.
Technische Hilfsmittel und Automatisierung
Um wiederkehrende Aufgaben zu reduzieren, setzen laut der YouGov-Erhebung bereits 38 Prozent der Befragten auf mindestens ein Smart-Home-Gerät. Neben Smart-TVs mit 52 Prozent und Sprachassistenten mit 49 Prozent nutzen 41 Prozent smarte Beleuchtung sowie 31 Prozent Saug- oder Wischroboter. Smarte Beleuchtung ermöglicht beispielsweise das automatisierte Dimmen, Erstellen von Lichtszenen oder die Zonierung von Räumen über zeitgesteuerte Abläufe.
Bei Reinigungsrobotern erfordert jedoch die Gerätehygiene klare Routinen, um Folgeaufwand zu vermeiden. Heißwasserwäschen bei 70 bis 100 Grad töten Keime ab, bleiben ohne vollständige Trocknung aber nur kurzfristig wirksam. Da der Schmutzwassertank als Bakterien-Hotspot gilt und sich rasch Biofilme bilden, sollte das Schmutzwasser nach jedem Durchlauf entleert werden.
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Hersteller setzen hierbei auf unterschiedliche Systeme: Während Modelle der Reihen von MOVA bei bis zu 100 Grad waschen und warm trocknen, reinigt der Dreame X50 Ultra Complete bei 80 Grad. Narwal setzt beim Flow 2 auf eine kontinuierliche Walzenwäsche, während Dyson beim Spot+Scrub Ai Silberionen nutzt.
Strukturierte Ordnung und Utensilien
Fachleute für Raumorganisation weisen darauf hin, dass sichtbare Unruhe den Reinigungsaufwand vergrößert. Zu den typischen Unruhe-Faktoren in Küchen zählen unter anderem überladene Kühlschranktüren, dauerhaft abgestelltes Geschirr auf Abtropfständern sowie herumstehende Kleinteile. Empfohlen werden feste Plätze, klare Kategorien sowie Begrenzungen wie maximal zehn Magnete am Kühlschrank oder höchstens ein bis zwei sichtbare Geschirrtücher.
Zudem greifen Ratgeber praktische Zweckentfremdungen und spezielle Utensilien auf. Der Serviettenständer Skogsrör von Ikea für 80 Cent lässt sich etwa nutzen, um Schneidebretter oder Dosendeckel platzsparend und aufrecht zu organisieren.
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Für die Reinigung glatter Oberflächen ohne chemische Zusätze verweisen Berichte auf das waschbare Wundertuch von Tchibo für 7 Euro, das aus recycelten Materialien besteht und rein mit Wasser arbeitet. Das US-Unternehmen Full Circle bietet wiederum ein Zweierset Scheuerschwämme für 4 Euro an, deren Scheuerseite aus gemahlenen Walnussschalen besteht.
Schonende Reinigungsmethoden im Überblick
Bei der Materialpflege warnen Ratgeber vor falschen Mitteln. Auf geöltem oder gewachstem Parkett können säurehaltige Substanzen wie Essig oder Zitrone die Schutzschicht zersetzen, während Feuchtigkeit in den fugen zu Quellungen führen kann.
Zur Fleckentfernung dokumentiert unter anderem ein historischer Ratgeber des DDR Museums traditionelle Hausmittel wie Sodalösungen bei Blut oder Spiritus bei Tinte, während giftige historische Substanzen wie Tetrachlorkohlenstoff heute EU-weit verboten sind.
Untersuchungen wie die der Zeitschrift Öko-Test vom September 2026 verdeutlichen zudem Qualitätsunterschiede moderner Reiniger: Bei 25 geprüften Badreinigern erzielten lediglich zwei Produkte eine sehr hohe Kalklösekraft, während 13 Produkte wegen des Einsatzes von Ameisensäure kritisiert wurden. Fachbeiträge empfehlen daher vermehrt einfache Grundstoffe wie Soda, Kernseife oder Natron für den materialschonenden Einsatz.
