Handyverzicht, Depressionssymptome

Handyverzicht: Depressionssymptome sinken um 15 Prozent

28.05.2026 - 02:09:45 | boerse-global.de

Studien und Initiativen belegen: Psychische Belastung betrifft alle Ebenen. Jeder fünfte Manager fühlt sich ausgebrannt, ein Handyverzicht verbessert das Wohlbefinden von Schülern massiv.

Handyverzicht: Depressionssymptome sinken um 15 Prozent - Foto: über boerse-global.de
Handyverzicht: Depressionssymptome sinken um 15 Prozent - Foto: über boerse-global.de

Ob in Schulen, Vorstandsetagen oder der Krisenvorsorge: Die psychische Gesundheit wird zum zentralen gesellschaftlichen Thema. Initiativen, Studien und neue Projekte zeigen, wie unterschiedlich die Herausforderungen sind.

Kinderreport 2026: Klare Forderungen an die Politik

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat am Dienstag in Berlin den Kinderreport 2026 vorgestellt. Die zugrundeliegende Forsa-Umfrage zeigt eine breite Unterstützung für Reformen: 93 Prozent der Erwachsenen fordern mehr Personal in Kitas und Schulen. 91 Prozent wünschen sich einheitliche Bildungsstandards.

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Auch Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren haben klare Vorstellungen. Rund 88 Prozent verlangen kostenlose Lernmaterialien und gebührenfreie Bildungseinrichtungen.

Bildungsministerin Karin Prien bezeichnete die Bildungssituation als entscheidend für das Vertrauen in die Demokratie. Gleichzeitig verwies sie auf Kürzungen von 500 Millionen Euro im aktuellen Etat. Immerhin: Der Ganztagsanspruch für Erstklässler soll ab Herbst erfüllbar sein.

Handyverzicht verbessert Wohlbefinden massiv

Ein Experiment aus Wien liefert handfeste Daten zur psychischen Gesundheit von Schülern. Mehr als 45.000 Jugendliche verzichteten drei Wochen lang auf ihr Smartphone. Das Ergebnis: Depressionssymptome gingen um 15 Prozent zurück, Schlafstörungen um 20 Prozent.

Die Studie unterstreicht, wie sehr digitale Medien das Wohlbefinden junger Menschen beeinflussen.

Wenn Manager ausbrennen: Jeder Fünfte betroffen

Auch in den Führungsetagen deutscher Unternehmen ist das Thema angekommen. Eine Recherche vom Mittwoch zeigt, wie Top-Manager mit dem Druck umgehen. Eon-Chef Leonhard Birnbaum setzt auf Konzentration auf einzelne Aufgaben und Klettern als Ausgleich. Commerzbank-Vorständin Bettina Orlopp vertraut auf ihre Erfahrung, um Stress zu relativieren.

Die Zahlen belegen die Dringlichkeit: Laut Gallup-Engagement Index fühlt sich jeder fünfte deutsche Manager häufig oder dauerhaft ausgebrannt. Die emotionale Bindung an den Arbeitgeber sank von 18 auf nur noch 11 Prozent.

Hauptursache für den steigenden Druck? Der Verlust des Fokus in einer immer komplexeren Arbeitswelt.

Spielerisch durch Veränderungsprozesse

Unternehmen suchen nach neuen Wegen, um ihre Organisationen widerstandsfähiger zu machen. Der Grund: Laut Bain & Company schaffen nur 12 Prozent der Transformationsprogramme ihr Ziel. Studien der TU Dresden zeigen zudem, dass etwa ein Drittel der Belegschaften unter Veränderungsmüdigkeit leidet.

Immer mehr Firmen setzen deshalb auf spielerische Ansätze, um Mitarbeiter durch Veränderungsprozesse zu führen.

Berlin bekommt ein Resilienzlabor

Die Vorsorge für echte Krisen nimmt ebenfalls Fahrt auf. In Berlin eröffnete am Mittwoch ein öffentlich gefördertes Resilienzlabor. Beteiligt sind unter anderem die Universität der Bundeswehr und die Berliner Feuerwehr.

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Ab dem Jahreswechsel 2026/2027 sollen dort Behörden und Bürger trainieren können. Ziel: Die Zusammenarbeit zwischen zivilen und militärischen Stellen verbessern und die Widerstandsfähigkeit bei Stromausfällen oder Naturkatastrophen stärken.

IT-Sicherheit wird zur Chefsache

Die technologische Resilienz von Unternehmen steht vor neuen Herausforderungen. Automatisierte KI-Modelle können Schwachstellen in IT-Systemen eigenständig aufspüren. Die regulatorischen Anforderungen verschärfen sich entsprechend.

Regelungen wie NIS2 oder DORA erhöhen die persönliche Haftung von Geschäftsführern drastisch. Die BaFin verzeichnete seit dem Start der DORA-Richtlinie mehr als 600 schwere Vorfälle im Finanzsektor. Automatisierte Wiederherstellungsprozesse werden damit zur Pflicht.

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