Handy-Raube, Polizei

Handy-Raube: Polizei warnt vor Häufung in deutschen Großstädten

Veröffentlicht am: 21.09.2026 um 23:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Polizeibehörden berichten aus mehreren Bundesländern über Raubtaten mit Handys, Bargeld und Waffeneinsatz; Ermittlungen laufen weiter.

Raubserie in deutschen Städten: Handys und Bargeld erbeutet
Eine menschenleere, düstere städtische Straßenecke bei Dämmerung mit Kopfsteinpflaster und reflektierendem Licht. Illustration mit AI erstellt.

In den vergangenen Tagen verzeichneten Polizeidienststellen in zahlreichen deutschen Städten eine Häufung von Raubdelikten, bei denen die Täter vorwiegend Mobiltelefone, Bargeld und persönliche Wertgegenstände erbeuteten. Die Vorfälle, die sich unter anderem in Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen ereigneten, waren teilweise von erheblicher Gewaltanwendung und dem Einsatz von Waffen geprägt.

Gewaltsame Übergriffe in Baden-Württemberg

In Ludwigsburg wurde am Sonntagnachmittag ein 14-jähriger Jugendlicher auf dem Solitudeplatz Opfer eines Raubes. Drei unbekannte Jugendliche sprachen das Opfer und dessen Begleiter an und forderten Geld. Während zwei Täter den 14-Jährigen festhielten, entwendete der dritte Verdächtige den Geldbeutel aus dem Rucksack des Opfers. Die Fahndung nach den in Richtung Bahnhof geflüchteten Tätern verlief bislang ohne Erfolg.

Am Sonntagabend kam es in Stuttgart-Mitte am Mailänder Platz zu einer Bedrohung mit einer Schusswaffe. Eine dreiköpfige Gruppe forderte von einem 21-Jährigen unter Vorhalt der Waffe Bargeld. Als die Begleiterin des Mannes den Notruf wählte, flüchteten die Unbekannten beim Ertönen des Martinshorns.

In Mannheim wurde bereits am Freitagabend ein 22-Jähriger in der Nähe der Quadrate angegriffen. Ein Täter setzte Pfefferspray ein, während ein Komplize das Opfer mit einem spitzen Gegenstand verletzte. Die Täter entwendeten einen niedrigen dreistelligen Eurobetrag.

In Karlsruhe meldete die Polizei zwei Vorfälle. Am frühen Samstagmorgen beraubten zwei Männer im Alter von 19 und 25 Jahren einen 31-Jährigen. Die Tatverdächtigen, die später festgenommen werden konnten, stehen im Verdacht, dem Mann den Geldbeutel unter Drohungen und körperlicher Gewalt entwendet zu haben.

In der Nacht auf Sonntag wurde zudem ein 57-Jähriger in Karlsruhe-Durlach beim Aussteigen aus der Straßenbahn angegriffen und seiner Umhängetaschen beraubt. Auch aus Offenburg wurde ein Raub gemeldet, bei dem ein 38-Jähriger am Sonntagmorgen geschlagen und um sein Mobiltelefon sowie seinen Geldbeutel gebracht wurde.

Schwere Raubdelikte in Berlin und Bielefeld

In Berlin-Neukölln kam es am Sonntagabend zu einem gefährlichen Vorfall in der Nogatstraße. Einsatzkräfte leisteten dort einem 19-Jährigen Erste Hilfe, der mehrere Stichverletzungen aufwies. Nach Angaben des Opfers hatten Unbekannte ihn zuvor beraubt und dabei sein Mobiltelefon sowie seine Kopfbedeckung entwendet. Der junge Mann wurde stationär im Krankenhaus aufgenommen; Lebensgefahr bestehe laut den behandelnden Ärzten nicht.

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Die Polizei meldet in mehreren Großstädten eine Häufung von Raubdelikten, bei denen Mobiltelefone erbeutet werden — teils mit Pfefferspray, Waffen oder körperlicher Gewalt. Wer weiß, wie er im Ernstfall in den ersten Minuten reagiert, verliert weniger. Der kostenlose Leitfaden zeigt die Sofort-Checkliste nach einem Diebstahl und die wichtigsten Präventions-Schritte für den Alltag. Kostenlosen Leitfaden jetzt anfordern

Bereits am Samstagabend wurden im Mauerpark in Berlin-Prenzlauer Berg vier Jugendliche im Alter von 15 und 16 Jahren von einer dreiköpfigen Gruppe bedroht. Die Täter setzten dabei einen Schlagring und einen Schlagstock ein. Neben Bargeld und persönlichen Dokumenten wurde ein Opfer zur Herausgabe der PIN für eine EC-Karte gezwungen. Die Polizei konnte zwei Tatverdächtige im Alter von 16 und 17 Jahren noch vor Ort festnehmen.

In Bielefeld-Mitte eskalierte am frühen Sonntagmorgen ein Streit zwischen drei Freunden und einer Personengruppe an einem Kiosk. Die Auseinandersetzung verlagerte sich zur Ishara-Brücke, wo es zu einer Schlägerei kam. Die Täter entwendeten die Mobiltelefone zweier Männer im Alter von 36 und 26 Jahren und flüchteten anschließend.

Vorfälle in Sachsen, Bayern und Düsseldorf

In Chemnitz attackierte eine siebenköpfige Gruppe von Kindern und Jugendlichen am Samstagabend zwei Frauen an einer Bushaltestelle. Die Täter setzten Pfefferspray ein und entwendeten eine Handtasche sowie ein Smartphone. Die Polizei wertet derzeit Videoaufnahmen aus dem Bus aus, in den die Gruppe nach der ersten Tat eingestiegen war.

In Düsseldorf nahm die Polizei in der Nacht auf Samstag einen 26-jährigen Tatverdächtigen fest, der zuvor gemeinsam mit einer Komplizin einen Mann in einem Bankvorraum zu Boden geschubst und dessen Handy gestohlen haben soll. Bei der Festnahme führte der Verdächtige ein Cuttermesser mit sich.

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Ein gestohlenes Handy ist mehr als ein Geräteschaden: Täter erbeuten auch Bargeld, Dokumente und in einem gemeldeten Fall sogar die EC-Karten-PIN. Wer Karte, Gerät und Konten nicht sofort sperren lässt, riskiert Missbrauch. Der Leitfaden führt Schritt für Schritt durch die Sperrung — und zeigt, wie Sie Ihr Smartphone in Bus, Bahn und Innenstadt besser sichern. Schritt-für-Schritt-Sperrplan jetzt sichern

Weitere Diebstähle wurden aus Neumarkt und Augsburg gemeldet. In Neumarkt wurde einem 60-Jährigen beim Anrempeln ein Smartphone im Wert von etwa 850 Euro aus der Hosentasche entwendet. In Augsburg-Lechhausen nutzte ein Unbekannter am Sonntagmittag die kurze Abwesenheit eines 26-Jährigen aus, um dessen Mobiltelefon aus einem unversperrten Firmenwagen zu stehlen.

In allen Fällen führen die zuständigen Kriminalkommissariate Ermittlungen durch und bitten die Bevölkerung um Zeugenhinweise zu den flüchtigen Tätern.

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