Halo, PlayStation

Halo auf PlayStation 5: Microsoft bricht Xbox-Exklusivität auf

13.06.2026 - 21:07:21 | boerse-global.de

Microsoft prüft radikale Optionen für Xbox, darunter Ausgliederung oder Tochterstatus, bei nur drei Prozent Gewinnmarge.

Microsoft Xbox: Ausgliederung oder Umbau der Gaming-Sparte?
Halo - An Xbox controller sits on a reflective surface, with blurred financial charts and data in the background, symbolizing strategic business decisions for the gaming division. 13.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Wie aus dem Umfeld des Unternehmens zu hören ist, stehen mehrere Optionen zur Debatte – von der Ausgliederung als eigenständiges Unternehmen bis hin zur Umstrukturierung als Tochtergesellschaft ähnlich wie LinkedIn oder GitHub. Auch ein Joint Venture wird als Möglichkeit diskutiert.

Die Überlegungen befinden sich dem Vernehmen nach noch in einem frühen Stadium. Xbox-Chefin Asha Sharma und Microsoft-CEO Satya Nadella sollen die verschiedenen Szenarien gemeinsam bewerten. Hintergrund ist der enorme finanzielle Druck, unter dem die Sparte nach der 68,7 Milliarden Euro schweren Übernahme von Activision-Blizzard im Jahr 2023 steht.

Gewinnmarge von nur drei Prozent

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Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Die Xbox-Sparte arbeitet derzeit mit einer Gewinnmarge von lediglich drei Prozent. Dabei hat Microsoft in den vergangenen fünf Jahren mehr als 20 Milliarden Euro in das Gaming-Geschäft investiert – und dennoch sind die Einnahmen im gleichen Zeitraum um rund 500 Millionen Euro gesunken.

Besonders das Hardware-Geschäft bereitet Sorgen. Berichten zufolge verliert Microsoft bei jeder verkauften Konsole mehrere Hundert Euro – vor allem wegen der drastisch gestiegenen Kosten für Speicherkomponenten, die sich inzwischen verfünffacht haben. Auch der Game-Pass-Abo-Dienst wächst nicht wie erhofft, die Verkaufszahlen der Xbox Series X und S gelten als schwach. Kein Wunder also, dass das Unternehmen seine Pläne für eine nächste Konsolengeneration – intern unter dem Codenamen „Project Helix“ – offenbar überdenkt.

Satya Nadella soll intern klargemacht haben, dass die Sparte nach 25 Jahren Investitionen nun wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen muss. Es ist nicht das erste Mal, dass ein radikaler Schritt erwogen wird: Bereits 2014, kurz nach seinem Amtsantritt als CEO, soll Nadella einen Verkauf des Gaming-Geschäfts geprüft, dann aber verworfen haben.

Milliarden für Blockbuster-Titel

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Trotz der strukturellen Unsicherheiten setzt Microsoft weiter auf große Marken. Nadella und Finanzchefin Amy Hood haben einem Plan zugestimmt, die Ausgaben für die wichtigsten Franchises ab Juli deutlich zu erhöhen. Im Fokus stehen die Serien Halo, Fallout, Elder Scrolls und Gears of War.

Konkret sind mehrere Großprojekte in der Pipeline:
- Gears of War: E-Day und Clockwork Revolution sollen Exklusivtitel bleiben.
- Ein Remake des ersten Halo-Teils mit dem Titel Halo: Campaign Evolved erscheint am 28. Juli – und zwar überraschenderweise auch für die PlayStation 5. Damit setzt Microsoft den Trend fort, eigene Spiele auch auf Konkurrenzplattformen zu bringen.

Doch die Konzentration auf teure Blockbuster hat ihren Preis. Insidern zufolge könnten kleinere Studios innerhalb der Xbox-Organisation geschlossen oder verkauft werden. Zudem steht im Juli ein massiver Stellenabbau bevor – Berichten zufolge könnten tausende Mitarbeiter in der Gaming-Sparte ihre Jobs verlieren.

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