Hafermilch, Vergleich

Hafermilch im Vergleich: Kuhmilch liefert mehr als viermal so viel Protein

Veröffentlicht am: 16.10.2026 um 14:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Kuhmilch liefert mehr Protein als die meisten Pflanzendrinks; ausgewogene Ernährung setzt zudem auf Obst, Gemüse und Vollkorn.
Eine Auswahl an gesunden Lebensmitteln wie Mandeln, Tofu und Lachs auf einem Holztisch bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

Anlässlich des Welternährungstags betonen Gesundheitsressorts und Fachleute die grundlegende Bedeutung einer abwechslungsreichen Ernährungsweise für die Gesundheitsvorsorge. Gleichzeitig analysieren Ernährungsexperten die spezifischen Vor- und Nachteile moderner Alternativen wie Hafermilch im direkten Vergleich zur traditionellen Kuhmilch. Dabei zeigt sich, dass pflanzliche Optionen differenziert betrachtet werden müssen.

Pflanzendrinks im Nährstoffvergleich mit Kuhmilch

Wie Fachleute des Cancer Council WA hervorheben, ist Pflanzenmilch nicht automatisch gesünder als herkömmliche Kuhmilch. Letztere sei von Natur aus reich an Calcium, Protein, Jod, Zink sowie den Vitaminen A, D, B12 und Riboflavin.

Während 250 Milliliter Kuhmilch etwa 300 Milligramm Calcium liefern, müssen pflanzliche Alternativen häufig industriell angereichert werden. Als Orientierungswert für Konsumenten gilt dabei ein Gehalt von mindestens 100 Milligramm Calcium pro 100 Milliliter.

Erhebliche Unterschiede zeigen sich auch beim Proteingehalt: Kuhmilch liefert pro 100 Milliliter rund 3,5 Gramm Protein. Unter den pflanzlichen Alternativen erreicht lediglich Sojamilch mit etwa 3,3 Gramm einen vergleichbaren natürlichen Wert. Haferdrinks weisen dagegen lediglich 0,8 Gramm Protein pro 100 Milliliter auf, Mandeldrinks 0,7 Gramm und Reisdrinks lediglich 0,5 Gramm.

Wer Calcium über feste Nahrungsmittel abdecken möchte, kann laut dem Cancer Council WA auf Alternativen zurückgreifen: Nährstoffäquivalente Mengen bieten beispielsweise 100 Gramm Mandeln mit Haut, 60 Gramm Sardinen in Wasser, 100 Gramm Lachs mit Gräten oder 100 Gramm fester Tofu.

Prävention durch ausgewogene Lebensmittelauswahl

Ernährung fungiert als zentraler Pfeiler der gesundheitlichen Vorsorge. Nach Einschätzung von Hubert Messner, Landesrat für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit in Südtirol, geht es in der Praxis nicht um starre Verbote oder absolute Perfektion, sondern um kontinuierliche, ausgewogene Entscheidungen.

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Die offiziellen Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation unterstreichen dies mit konkreten Richtwerten: Ab dem zehnten Lebensjahr sollten täglich mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse verzehrt werden, was einer Menge von mindestens 400 Gramm entspricht.

Zudem wird geraten, vermehrt auf Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen zurückzugreifen. Bei Salz liegt die empfohlene Grenze für Erwachsene bei weniger als 5 Gramm pro Tag.

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Für freien Zucker wird geraten, den Konsum auf weniger als 10 Prozent der täglichen Gesamtenergiezufuhr zu begrenzen, wobei eine Reduktion auf unter 5 Prozent noch vorteilhafter sei. Bei einem Referenzwert von 2000 Kilokalorien entspricht dies höchstens 50 Gramm beziehungsweise idealerweise 25 Gramm Zucker pro Tag.

Gleichzeitig wird geraten, stark verarbeitete Lebensmittel sowie ungünstige Fette seltener zu konsumieren. Um ein Bewusstsein für diese Standards frühzeitig zu verankern, setzt das Land Südtirol beispielsweise auf Kooperationen mit Bildungseinrichtungen im Rahmen des Projekts „Gesundheit macht Schule“.

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