Hämophilie, Sandoz

Hämophilie A: Sandoz entwickelt günstiges Biosimilar zu Hemlibra

Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 11:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Sandoz erhält weltweite Vermarktungsrechte für ein Emicizumab-Biosimilar. Die Entwicklung läuft früh, finanzielle Details bleiben vertraulich.

Sandoz schließt Emicizumab-Deal und erweitert Biosimilar-Pipeline
Moderne Laborumgebung mit sterilen Glasgefäßen und technischer Ausrüstung zur pharmazeutischen Entwicklung. Illustration mit AI erstellt.

Der Generika- und Biosimilar-Hersteller Sandoz baut seine Angebotspalette für chronisch kranke Patienten aus. Wie aus einem Bericht vom 18. September 2026 hervorgeht, hat das Unternehmen mit mAbxience einen Lizenz-, Entwicklungs-, Herstellungs- und Vermarktungsvertrag für ein Biosimilar des Wirkstoffs Emicizumab geschlossen.

Referenzprodukt ist Hemlibra von Chugai/Roche, ein Mittel zur Behandlung von Hämophilie A, das sich derzeit noch in einer frühen Entwicklungsphase des Sandoz-Nachahmerpräparats befindet.

Aufteilung von Rechten und Aufgaben

Nach den Angaben aus dem Bericht sichert sich Sandoz exklusive weltweite Vermarktungsrechte für das Emicizumab-Biosimilar – mit Ausnahme von Argentinien, Uruguay und Paraguay. mAbxience wiederum übernimmt Entwicklung und Herstellung des Präparats an Standorten in Spanien und Argentinien. mAbxience ist laut dem Bericht eine Tochtergesellschaft von Fresenius mit Sitz in Lugano. Zu den finanziellen Bedingungen der Vereinbarung machten die beteiligten Unternehmen keine Angaben; sie bleiben demnach vertraulich.

Milliardenmarkt als Zielgröße

Der Umsatz des Referenzprodukts Hemlibra wird laut dem Bericht auf rund 5,7 Milliarden US-Dollar weltweit geschätzt. Mit dem geplanten Biosimilar würde Sandoz erstmals in diesen Markt für Hämophilie-Behandlungen vorstoßen – dem Bericht zufolge handelt es sich um das erste Hämophilie-Mittel im Biosimilar-Portfolio des Unternehmens überhaupt.

Wachsende Biosimilar-Pipeline

Die Vereinbarung mit mAbxience reiht sich in eine Serie von Ausbauschritten ein: Nach vorangegangenen Abkommen mit Henlius über bis zu zehn Wirkstoffe beziehungsweise Assets und mit Samsung Bioepis über bis zu fünf weitere wächst die Biosimilar-Pipeline von Sandoz auf insgesamt 40 Wirkstoffe beziehungsweise Assets an, wie aus dem Bericht hervorgeht.

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Sandoz hat mit mAbxience einen Lizenz-, Entwicklungs-, Herstellungs- und Vermarktungsvertrag für ein Biosimilar des Wirkstoffs Emicizumab geschlossen – Referenzprodukt ist Hemlibra, dessen Weltumsatz auf rund 5,7 Milliarden US-Dollar geschätzt wird. Das Präparat befindet sich allerdings noch in einer frühen Entwicklungsphase, ein Zulassungstermin ist nicht genannt. Wer die Tragweite für das Biosimilar-Portfolio und die Aktie nüchtern einordnen will, findet hier die wichtigsten Fakten. Kostenlose Pharma-Analyse anfordern

Für chronisch erkrankte Patienten – etwa mit Blutgerinnungsstörungen wie Hämophilie A – könnte dies mittelfristig zu einer breiteren Auswahl an günstigeren Nachahmerpräparaten führen, sobald diese die Marktreife erreichen.

Reaktion an den Finanzmärkten

Die Ankündigung fiel zusammen mit Kursbewegungen der Sandoz-Aktie. An der Schweizer Börse notierte das Papier laut Marktdaten bei 67,88 Schweizer Franken, ein Plus von 3,29 Prozent im Tagesverlauf, plus 2,76 Prozent über fünf Handelstage und plus 17,36 Prozent seit Jahresbeginn. 16 Analysten bewerteten die Aktie demnach im Konsens mit „Outperform“, der letzte Schlusskurs lag bei 82,34 US-Dollar.

An deutschen Handelsplätzen wurde die Aktie mit 74,54 Euro und einem Plus von 4,15 Prozent notiert. Sandoz beschäftigt nach eigenen Angaben rund 20.000 Mitarbeiter.

Einordnung für Patienten

Für Betroffene mit Hämophilie A, einer angeborenen Blutgerinnungsstörung, die häufig eine lebenslange Behandlung erfordert, könnten Biosimilars langfristig zu einer verbesserten Verfügbarkeit und potenziell günstigeren Therapieoptionen beitragen, sobald ein solches Präparat die klinische Entwicklung durchlaufen hat und zugelassen wird.

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Die Therapiekosten bei Hämophilie A gehören zu den höchsten im gesamten Arzneimittelbereich – und Biosimilars gelten als der Hebel, der mittelfristig für günstigere Optionen sorgen könnte. Sandoz baut sein Portfolio inzwischen auf 40 Wirkstoffe aus, doch die finanziellen Bedingungen des jüngsten Deals bleiben vertraulich. Dieser Leitfaden ordnet Chancen und offene Fragen für Privatanleger ein, ohne die üblichen Versprechen. Leitfaden zur Biosimilar-Bewertung sichern

Ein Zeitpunkt für eine mögliche Marktzulassung des Emicizumab-Biosimilars wurde in den vorliegenden Angaben nicht genannt, da sich das Produkt nach Unternehmensangaben noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet.

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