Haarausfall: Chinesische Pflanze schwächt Hormonwirkung ab
10.06.2026 - 04:18:12 | boerse-global.de
Immer mehr Länder bauen staatliche Strukturen für TCM auf, während die Forschung neue Wirkstoffe erschließt.
Vietnam setzt auf flächendeckende Versorgung
In der Provinz Quang Tri entfallen bereits 19 Prozent aller medizinischen Einrichtungen auf traditionelle Medizin. Von 28 Krankenhäusern bieten 23 spezialisierte TCM-Leistungen an – die stationäre Kapazität liegt bei über 1.000 Betten.
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Das Bac Quang Tri Krankenhaus verzeichnete 2025 mehr als 13.800 ambulante und 3.700 stationäre Behandlungen. Die Betten waren vollständig ausgelastet. Auch im Quang Binh Friendship Hospital stiegen die Patientenzahlen um 27 Prozent auf über 4.300 Personen.
Ziel ist die Verbindung östlicher und westlicher Medizin auf Basis gesicherter klinischer Daten.
Hanoi treibt Modernisierung voran
Anfang Juni 2026 befasste sich eine Fachkonferenz mit einem neuen Resolutionsentwurf. Vorgesehen sind finanzielle Anreize für medizinisches Personal – monatlich 10 bis 20 Millionen VND. Zudem soll die traditionelle Medizin stärker in die Basisversorgung eingebunden werden, um Doppelstrukturen zu vermeiden.
Shandong: Vom Wildkraut zum Wirtschaftsfaktor
Ende Mai 2026 debattierte das vierte Yishan-Gesundheitsforum über den Spagat zwischen Tradition und Innovation. Die Region Linqu dient als Referenz: Sie beherbergt über 250 Wildheilpflanzenarten. Inzwischen wurden dort 110 standardisierte Modellanbaugebiete und 52 Genossenschaften für Heilkräuter etabliert.
Die wirtschaftliche Verwertung geht weit über die Produktion hinaus. Sechs Routen für Wellness-Tourismus und zwölf Erlebniszentren locken Besucher. Mehr als 1.000 Einrichtungen bieten TCM-Leistungen an – die Wertschöpfungskette von der Pflanze bis zur Therapie ist geschlossen.
Forschung: Neue Erkenntnisse zu Haarausfall und HPV
Eine im Juni 2026 im Journal of Holistic Integrative Pharmacy veröffentlichte Studie untersuchte Polygonum multiflorum (Shou Wu) gegen erblich bedingten Haarausfall. In China sind schätzungsweise 21,3 Prozent der Männer und 6 Prozent der Frauen betroffen. Laborergebnisse deuten darauf hin, dass die Pflanze die Hormonwirkung abschwächt und die Durchblutung der Haarwurzeln verbessert. Großflächige klinische Studien stehen jedoch noch aus.
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Auf dem EUROGIN Kongress 2026 in Wien wurde ein TCM-basiertes Produkt gegen Condyloma acuminatum (HPV) vorgestellt. Da es kaum spezifische Medikamente gegen die Virusinfektion gibt, rückt die molekularbiologisch belegte Wirksamkeit traditioneller Rezepturen in den Fokus.
Ausbildung: Internationale Kooperationen starten
Anfang Juni 2026 starteten Kangmei Pharmaceutical und die Guangzhou University of Chinese Medicine ein gemeinsames Ausbildungsprogramm. Ziel ist die Internationalisierung und Fachkräfteentwicklung.
Auch in Basel wächst das Angebot: Vom 2. bis 5. Juli 2026 ist ein spezialisierter Kurs zur Tuina-Therapie für den Bewegungsapparat geplant. Zudem öffnete im Juni der neu gestaltete Arzneimittelgarten der Christoph-Merian-Stiftung mit rund 250 Heilpflanzenarten.
Bereits im Januar 2026 hatten Wirtschaftsdelegationen aus Europa die Trends in der chinesischen Medizinbranche analysiert – mit Fokus auf Digitalisierung, Telemedizin und Robotik.
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