Grundsicherung, Empfängerzahl

Grundsicherung im Alter: Empfängerzahl erreicht mit 773.735 neuen Höchststand

Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 20:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

2025 stiegen die Nettoausgaben auf 6,2 Milliarden Euro; der Bund trägt die Geldleistungen, Kommunen übernehmen die Verwaltung.

Grundsicherung im Alter: Empfängerzahl erreicht 2026 neuen Höchststand
Eine leere, ruhige Wohnstraße in einer deutschen Stadt mit einer Parkbank im Vordergrund. Illustration mit AI erstellt.

Die Zahl der Bezieher von Grundsicherung im Alter in Deutschland verzeichnet einen anhaltenden Aufwärtstrend. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes erreichte die Zahl der Empfänger im Juni 2026 mit 773.735 Personen einen neuen Höchststand. Dies entspricht einem Zuwachs von 24.070 Menschen oder 3,2 % im Vergleich zum Juni 2025. Gegenüber dem Jahresende 2020 fällt die Zunahme mit einem Plus von 209.625 Beziehern beziehungsweise gut +37 % noch deutlicher aus.

Deutlicher Anstieg der staatlichen Gesamtausgaben

Parallel zur wachsenden Zahl an Leistungsberechtigten verzeichnen die öffentlichen Haushalte eine spürbare Kostensteigerung. Wie Zahlen der Bundesregierung zeigen, beliefen sich die Nettoausgaben für die Alters-Grundsicherung im Jahr 2025 auf 6,2 Mrd. Euro. Fünf Jahre zuvor, im Jahr 2020, lagen diese Aufwendungen noch bei 3,3 Mrd. Euro, was einem Anstieg um knapp 88 % entspricht.

Ein wesentlicher Treiber für diese Haushaltsentwicklung sind die gestiegenen Lebenshaltungskosten. Nach Angaben der Bundesregierung lag der durchschnittliche monatliche Bruttobedarf für Bezieher außerhalb von Einrichtungen im Jahr 2025 bei 1.027 Euro. Im Jahr 2020 hatte dieser Wert noch 835 Euro betragen.

Finanzierungsaufteilung zwischen Bund und Kommunen

Die Finanzierung dieser Sozialleistung ist gesetzlich klar geregelt. Der Bund erstattet gemäß § 46a SGB XII 100 % der Nettoausgaben für Geldleistungen. Während die finanzielle Last für die monetären Leistungen damit vollständig vom Bund getragen wird, verbleibt die praktische Abwicklung und Verwaltung der Grundsicherung bei den Behörden vor Ort in den Kommunen.

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Die Zahl der Grundsicherungs-Empfänger im Alter hat mit 773.735 Personen im Juni 2026 einen neuen Höchststand erreicht — ein Plus von gut 37 % gegenüber Ende 2020. Wer wissen will, ob die eigene Rente später reicht, findet in diesem kostenlosen Leitfaden einen Rentenlücken-Rechner, fünf Schritte zur privaten Zusatzvorsorge und eine Übersicht der staatlichen Grundsicherung. Kostenlosen Vorsorge-Leitfaden anfordern

Demografische Entwicklung bis 2038

Der Blick auf die langfristige Bevölkerungsstruktur deutet auf eine weitere Zunahme älterer Menschen hin. Prognosen von Destatis zeigen, dass bis zum Jahr 2038 mit mindestens 3,8 Mio. mehr Menschen im Rentenalter zu rechnen ist.

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Der durchschnittliche Bruttobedarf von Grundsicherungs-Beziehern außerhalb von Einrichtungen lag 2025 bei 1.027 Euro monatlich — Tendenz steigend. Wer heute 50plus ist, sollte deshalb frühzeitig prüfen, welche Einkünfte im Alter tatsächlich zur Verfügung stehen und wo eine private Zusatzvorsorge ansetzen muss. Der Leitfaden zeigt, wie Sie Ihre Versorgungslücke berechnen und mit welchen Schritten Sie sie schließen. Rentenlücken-Check jetzt starten

Aus diesem demografischen Wandel folgt jedoch nicht automatisch ein Grundsicherungsanspruch für die Betroffenen, da der tatsächliche Bezug von den individuellen Einkommens- und Vermögensverhältnissen im Alter abhängt. Dennoch unterstreichen die demografischen Daten die anhaltende Relevanz der Alterssicherung für die Sozialsysteme.

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