Grüner, Star

Grüner Star: Ab 24 mmHg steigt das Risiko für Schäden am Sehnerv

Veröffentlicht am: 04.10.2026 um 13:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Ratgeber erläutert Glaukomformen, mögliche Auslöser und Therapien, die das Fortschreiten von Sehnervenschäden bremsen sollen.

Glaukom: Formen, Risikofaktoren und Behandlungsmöglichkeiten im Überblick
Minimalistisch eingerichteter Behandlungsraum in einer Augenarztpraxis mit Fokus auf eine leere Instrumentenablage. Illustration mit AI erstellt.

Das Glaukom, im allgemeinen Sprachgebrauch als Grüner Star bezeichnet, zählt zu den gravierendsten chronischen Erkrankungen des Sehorgans. Wie das Fachportal lentiamo.de in einem Ratgeber zur Woche des Sehens vom 02.10.2026 darlegt, entsteht die Erkrankung vor allem durch einen zu hohen Augeninnendruck oder eine gestörte Blutversorgung des Sehnervs. Die dadurch verursachten Nervenschäden sind irreversibel und können ohne adäquate medizinische Betreuung bis zur vollständigen Erblindung führen.

Druckwerte und differenzierte Verlaufsformen

Ein zentraler Parameter für die Beurteilung des Risikos ist die Messung des Drucks im Inneren des Auges. Ein regulärer Augeninnendruck bewegt sich in der Regel in einem Intervall von 10–21 mmHg. Werte ab 24 mmHg gelten dem Bericht zufolge als pathologisch erhöht und signalisieren ein gesteigertes Gefährdungspotenzial für die Nervenfasern.

Die Erkrankung tritt in mehreren unterschiedlichen Varianten auf:
- Das Offenwinkelglaukom stellt die am weitesten verbreitete Form dar. Da es sich schleichend entwickelt, bleibt es von Betroffenen oft über lange Zeiträume hinweg unbemerkt.
- Beim Normaldruckglaukom treten irreversible Schäden am Sehnerv auf, obwohl die Messwerte im unauffälligen Bereich liegen und kein erhöhter Augeninnendruck nachweisbar ist.
- Das Engwinkelglaukom entsteht durch eine Blockade des Kammerwasserabflusses. Dies führt zu einem abrupten und massiven Druckanstieg.

Ein derartiger Glaukomanfall äußert sich durch akute Sehstörungen, starke Kopfschmerzen, Übelkeit sowie gerötete Augen und stellt einen dringenden medizinischen Notfall dar.

Symptome und maßgebliche Risikofaktoren

Die Tücke vieler Glaukomformen liegt im Fehlen früher Warnsignale. Patienten sind oft über lange Phasen hinweg völlig symptomlos, bevor erste Beeinträchtigungen der Sehleistung spürbar werden. Typisch für das Fortschreiten sind Gesichtsfeldausfälle, bei denen sich schwarze Flecken oder schleierartige Eintrübungen vor allem im peripheren Sichtbereich bemerkbar machen.

Anzeige

Wer sich mit schleichenden Veränderungen der Sehkraft befasst, sollte regelmäßige Überprüfungen ernst nehmen. Dieser kostenlose 3-Minuten-Test zeigt Ihnen sofort, wie es um Ihre Sehkraft wirklich steht. Jetzt Sehkraft-Schnelltest kostenlos starten

Das Auftreten der Erkrankung wird von verschiedenen Faktoren begünstigt. Neben einem stark erhöhten Augeninnendruck zählen ein fortgeschrittenes Lebensalter und eine familiäre Vorbelastung zu den wesentlichen Risikofaktoren. Darüber hinaus begünstigen Vorerkrankungen wie Diabetes mellitus, Durchblutungsstörungen sowie eine ausgeprägte Kurzsichtigkeit die Entstehung von Nervenschäden.

Therapiemöglichkeiten und Umgang im Alltag

Bereits eingetretene Schädigungen der Sehnervenfasern sind nach derzeitigem Stand nicht heilbar. Ziel aller therapeutischen Maßnahmen ist es daher, das Fortschreiten des Schadens zu verlangsamen oder zu stoppen.

In der Regel beginnt die Behandlung mit der Gabe drucksenkender Augentropfen. Erzielen diese Präparate keine ausreichende Wirkung, stehen operative Eingriffe oder Laserbehandlungen zur Verfügung, um den Abfluss des Kammerwassers nachhaltig zu normalisieren.

Anzeige

Da unkorrigierte Sehprobleme den Alltag und das Gehirn stärker belasten können als gedacht, ist frühzeitiges Handeln entscheidend. Dieser kostenlose Online-Sehtest hilft Ihnen, Ihre Augen unkompliziert in nur 3 Minuten von zu Hause aus zu prüfen. Kostenlosen Online-Sehtest ohne Anmeldung durchführen

Für Betroffene, die Sehhilfen benötigen, stellt sich häufig die Frage nach dem Tragen von Sehhilfen im Alltag. Dem Ratgeber zufolge bleibt die Nutzung von Kontaktlinsen bei einer Glaukomdiagnose grundsätzlich möglich. Einschränkungen bestehen jedoch dann, wenn der behandelnde Augenarzt aufgrund bestimmter medikamentöser Augentropfen ausdrücklich von der Verwendung von Kontaktlinsen abrät.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70224790 |