Grüner Punkt im Smartphone: So erkennst du Spionage-Apps
05.06.2026 - 09:32:13 | boerse-global.de
Leuchtet er auf, greift eine App auf Kamera oder Mikrofon zu. Die Funktion gibt es bei iPhones seit iOS 14, bei Android seit Version 12. Sie wurde als Reaktion auf frühere Datenskandale eingeführt.
Wenn der Punkt ohne Grund leuchtet
Nutzt du gerade keine Kamera-App und telefonierst auch nicht – dann ist Vorsicht geboten. Der grüne Indikator kann auf Schadsoftware hinweisen, die im Hintergrund läuft. Experten raten: Prüfe sofort die App-Berechtigungen in den Systemeinstellungen. Bei Android-Geräten empfiehlt sich ein Malware-Scan. Bleibt das Problem bestehen, könnte ein Zurücksetzen auf Werkseinstellungen nötig sein.
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Warum der Schutz so wichtig ist
Die Zahl der Smartphone-Nutzer in Deutschland ist enorm. Laut Bitkom und Statista nutzten 2025 rund 71 Millionen Menschen ab 16 Jahren ein Smartphone – das sind etwa 82 Prozent der Bevölkerung. Jedes dieser Geräte ist ein potenzielles Ziel für Spionage-Software.
Die Hersteller reagieren. Mit dem Android-Update Anfang Juni kamen neue Funktionen zur Betrugserkennung bei Anrufen hinzu. Sie analysieren verdächtige Interaktionen automatisch und ergänzen die visuellen Warnsignale.
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Nicht nur digitale Gefahren
Doch nicht nur Hacker sind ein Problem. Auch die Hardware selbst kann zur Falle werden. Mouser Electronics warnt: Direkte Sonneneinstrahlung kann Akkus schädigen und Datenverlust verursachen. Bei hohen Temperaturen helfen einfache Maßnahmen: Schutzhülle abnehmen, Flugmodus aktivieren.
Und während die digitale Überwachung zunimmt, verschärfen erste Städte die Regeln für Kameratechnik im öffentlichen Raum. Potsdam verbot Anfang Juni Smart Glasses mit Kameras und Mikrofonen in städtischen Schwimmbädern und Saunen. Das Personal wird geschult, um die oft unscheinbare Technik in Brillen zu erkennen.
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