Großküche, Graz

Großküche Graz: 15.000 Mahlzeiten täglich, 80% aus der Region ab August

23.06.2026 - 22:33:57 | boerse-global.de

Regionale Lebensmittel und nachhaltige Ernährung stehen im Fokus. Experten fordern ein Schulfach Ernährung und mehr Bewusstsein für Saisonalität.

Sachsens Kirschsaison startet: Selbstpflücken als Spar-Tipp
Großküche - Nahaufnahme eines rustikalen Holztisches mit frischem, saisonalem Obst und Gemüse, Hände bereiten eine Mahlzeit zu. 23.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Während Experten eine Rückbesinnung auf regionale Kreisläufe fordern, suchen Verbraucher nach Wegen, trotz steigender Preise qualitativ hochwertig zu essen.

Saisonales Obst günstig kaufen: Selbstpflücken lohnt sich

In Sachsen rechnen Experten mit einer Ernte von 400 Tonnen Süßkirschen und 1.300 Tonnen Sauerkirschen. Die Preise im Hofladen liegen zwischen vier und fünf Euro pro Pfund. Wer selbst pflückt, spart deutlich. Marktbeobachter sehen darin eine effektive Methode, um regionale Lebensmittel günstig zu bekommen.

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Auch die Gastronomie zeigt, wie es geht. Im Forsthaus Valepp gibt es ein täglich wechselndes Bergsteigeressen inklusive Getränk für unter 20 Euro. Der Bierpreis bleibt stabil. Das Ziel: Soziale Treffpunkte trotz steigender Kosten für alle attraktiv halten.

Ernährung als Schulfach? Experte fordert Umdenken

Der Dresdner Historiker Andreas Rutz vom Deutschen Archiv der Kulinarik warnt vor dem Verlust der gemeinsamen Esskultur. Seine Begründung: die To-go-Mentalität und der Boom der Lieferdienste. Seine Forderung: ein Schulfach Ernährung, das Kindern die Bedeutung von Regionalität und Saisonalität vermittelt.

Die Zahlen geben ihm recht. In Sachsen galten 2024 rund 3,5 Prozent der Kinder als übergewichtig. Die Adipositas-Rate bei Jugendlichen stieg seit 2013 um 25 Prozent.

EU-Schulprogramm: Bayern investiert Millionen

Der Freistaat setzt auf staatliche Förderung. Für das Schuljahr 2026/2027 läuft das EU-Schulprogramm weiter – mit einem Budget von 10,5 Millionen Euro. Bayern trägt davon rund 5,34 Millionen Euro. Ziel: Kitas und Schulen mit Obst, Gemüse und Milchprodukten versorgen.

Ein mobiler Küchenwagen an einer Bremer Grundschule zeigt, wie praktische Bildung aussehen kann. Er bietet Material für das gemeinsame Kochen von bis zu 30 Kindern. So lernen die Kleinen, Lebensmittel selbst zu verarbeiten.

Großküche in Graz: 15.000 Mahlzeiten täglich, 80 Prozent regional

Auch die industrielle Gemeinschaftsverpflegung stellt um. In Graz entsteht eine neue Großküche, die im August 2026 fertig sein soll. Ihre Kapazität: bis zu 15.000 Mahlzeiten täglich. 80 Prozent der Lebensmittel sollen aus der Region kommen.

Die Küche setzt auf Ökologie: Geothermie, Photovoltaik, vollelektrische Kochumgebung. Digitale QR-Code-Lösungen steigern die Logistik-Effizienz. Langfristig soll das die Kosten stabilisieren – bei hoher Qualität.

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Hygiene im Sommer: Kühlkette einhalten, Abfälle vermeiden

Bei sommerlichen Temperaturen wird der Umgang mit frischen Lebensmitteln zur Herausforderung. Die Verbraucherzentrale Bremen empfiehlt: Fleisch auf mindestens 70 Grad Kerntemperatur garen. Warme Speisen über 65 Grad halten oder schnell kühlen.

Arbeitsgeräte für verschiedene Lebensmittelgruppen trennen – das verhindert Kreuzkontaminationen. Und: realistisch einkaufen. Das schont den Geldbeutel und schützt die Gesundheit.

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