Grok in Microsoft Office: xAI integriert KI in Word, Excel, PowerPoint
21.06.2026 - 14:08:01 | boerse-global.de
Führende Softwareentwickler und Hardwarehersteller setzen zunehmend auf „agentische" KI – digitale Assistenten, die weit über einfache Chat-Unterhaltungen hinausgehen. Sie verwalten komplexe Arbeitsabläufe, steuern Hardware und erledigen Aufgaben eigenständig. Von großen Updates etablierter Plattformen wie ChatGPT bis hin zu speziellen KI-Aufnahmegeräten und digitalen Notizbüchern: Die Industrie verwandelt gesprochene Befehle in strukturierte Ergebnisse.
ChatGPT plant jetzt selbstständig
OpenAI hat eine neue Funktion namens „Scheduled Tasks" für ChatGPT eingeführt. Verfügbar für Plus-, Pro-, Business- und Enterprise-Nutzer auf Web- und Mobilplattformen. Die KI kann damit Erinnerungen einrichten, wiederkehrende Aufgaben übernehmen und bestimmte Anwendungen überwachen – maximal einmal pro Stunde. Parallel dazu stellt das Unternehmen die Funktion „Pulse" für Pro-Nutzer ein. Die Umstellungsfrist beträgt 14 Tage und begann am 17. Juni 2026.
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Grok zieht in Microsoft Office ein
xAI gab am 18. Juni 2026 bekannt, dass seine KI Grok direkt in Microsoft Word, Excel und PowerPoint integriert wird. Neue Plugins ermöglichen den Live-Zugriff auf Daten der Plattform X direkt im Dokumenten-Workflow. Den frühen Zugang erhalten zunächst SuperGrok Heavy-Abonnenten – zum Preis von 300 Euro monatlich.
Datenbanken per Sprachbefehl
Im Unternehmenssektor hat Databricks die allgemeine Verfügbarkeit von Genie One erreicht. Das KI-Tool richtet sich an Teams aus Marketing, Finanzen und Vertrieb. Nutzer fragen Unternehmensdaten in natürlicher Sprache ab – die KI übersetzt dies automatisch in SQL-Abfragen. Genie One integriert sich in über 50 Plattformen, darunter Google Drive, Slack und Jira. Aktuell nur für Databricks-Workspace-Nutzer verfügbar, plant das Unternehmen ab dem 6. Juli 2026 ein nutzungsbasiertes Guthabensystem.
Spezial-Hardware für Höchstleistungen
Der Markt für KI-dedizierte Hardware boomt. Das Unternehmen Plaud mit Sitz in San Francisco gab am 16. Juni 2026 bekannt, dass es seinen Jahresumsatz innerhalb von zwei Jahren von einer auf 100 Millionen Euro gesteigert hat. Das neueste Gerät, das Plaid Note Pro, ist ein drei Millimeter dünnes Aluminium-Rekorder mit vier Mikrofonen und KI-basierter Strahlformungstechnologie. Es unterstützt über 110 Sprachen bei der Transkription und erfüllt mittlerweile Compliance-Standards wie ISO 27001 und die DSGVO.
Im Bereich digitaler Notizbücher hat Remarkable das Paper Pure vorgestellt – ein Einstiegsgerät für 370 Euro. Als geistiger Nachfolger des Remarkable 2 bietet es ein 10,3-Zoll-E-Ink-Carta-1300-Display und 32 GB Speicher. Besonders bemerkenswert: Das Gerät erfüllt die EU-Vorgaben mit einem austauschbaren Akku und besteht zu 38 Prozent aus recycelten Materialien.
Auch im High-End-Mobilsegment tut sich etwas. Vertu hat das AlphaFold vorgestellt – ein luxuriöses Falt-Smartphone zwischen 6.400 und 31.800 Euro. Das Gerät verfügt über einen integrierten KI-Agenten namens „Hermes", der Verträge zusammenfassen und mehrere Systeme verwalten kann. Zur Sicherheit verbauten die Hersteller einen dedizierten A5-Chip für Zugangsdaten. Wichtige Einschränkung: Die KI darf keine Finanztransaktionen ohne ausdrückliche menschliche Zustimmung durchführen.
Samsung und Google rüsten auf
Auch etablierte Anbieter verbessern ihre mobilen Ökosysteme. Das Samsung-Sicherheitsupdate vom Juni 2026 für die Galaxy-S25-Serie bringt mehrere „Galaxy AI"-Funktionen. Dazu gehören „Now Brief" für Kalender- und Meeting-Zusammenfassungen sowie die Zusammenfassung von Dateien direkt auf dem Gerät. Die Datenverarbeitung erfolgt lokal – ein klares Bekenntnis zum Datenschutz.
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Google hat in den USA „Gemini Spark" gestartet – einen rund um die Uhr verfügbaren persönlichen Agenten auf Basis des Gemini Flash 3.5-Modells. Der Assistent ist tief in Gmail und Google Kalender integriert und kann eigenständig Termine vereinbaren oder Reisen buchen.
Nobelpreisträger wechselt zu Anthropic
Der Wettbewerb um KI-Talente bleibt intensiv. Am 19. Juni 2026 gab Anthropic bekannt, dass John Jumper, Nobelpreisträger und Pionier der Proteinstrukturvorhersage, Google DeepMind verlässt und zum Unternehmen stößt. Jumper, der 2024 den Chemie-Nobelpreis erhielt, bleibt bis Ende 2026 bei DeepMind, um den Übergang zu erleichtern. Danach will er sich bei Anthropic neuen wissenschaftlichen Initiativen widmen.
