Grok im Tesla: KI greift auf E-Mails und Kalender zu
Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 23:14 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der US-Elektroautobauer Tesla baut die Funktionen seines fahrzeuginternen Sprachassistenten Grok aus. Das System erhält sogenannte Connectors, über die die künstliche Intelligenz künftig direkt auf persönliche E-Mails, Kalendereinträge und Dateien der Fahrzeuginsassen zugreifen kann. Die Steuerung der neuen Funktionen erfolgt freihändig über Sprachbefehle während der Fahrt.
Die Konfiguration der Schnittstellen läuft über die Grok-Smartphone-App. Nutzer wählen dort über ein Plus-Symbol die Option für neue Verknüpfungen aus, bestimmen den gewünschten Dienst und melden sich mit ihren Anmeldedaten an. Das Bordsystem greift anschließend per Sprachsteuerung auf Posteingänge, Kalender, Dateien, Chats und Aufgabenlisten zu.
Welche E-Mail-, Kalender- oder Cloud-Anbieter zum Start konkret unterstützt werden, teilte Tesla zunächst nicht mit. Ebenso blieben genaue Details zur Rechteverwaltung, Sicherheitsbestätigungen sowie die erforderliche Softwareversion und der Zeitplan für den breiten Flotten-Rollout vorerst offen. Eine neue autonome Fahrfunktion ist mit den Erweiterungen nicht verbunden.
Erweiterte Aufgaben für Abonnenten
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Neben den Informationsabfragen soll der sogenannte Grok Bot auch mehrstufige Handlungen im Alltag übernehmen. Dazu zählen unter anderem das Bestellen von Kaffee, Reservierungen in Restaurants oder die Terminorganisation. Diese komplexeren Aktionen sind derzeit zahlenden Abonnenten des Tarifs SuperGrok Heavy vorbehalten, sollen nach Unternehmensangaben zu einem späteren Zeitpunkt jedoch auch in weiteren Tarifen freigeschaltet werden. Die grundlegenden Connectors für persönliche Daten lassen sich hingegen von allen Nutzern einrichten.
Aktiviert wird der Assistent im Fahrzeug wahlweise über die Grok-App, das Mikrofon am Lenkrad oder das Aktivierungswort. Erste Tester aus dem Early-Access-Programm setzten das System bereits für Lebensmitteleinkäufe, Budgetkontrollen oder Essensbestellungen während der Nutzung des Fahrerassistenzsystems FSD ein.
Auch Besitzer von Model Y und Cybertruck zeigten entsprechende Anwendungen für freihändige Bestellungen. Tesla arbeitet nach eigenen Angaben zudem an einer Unterstützung für SMS sowie an einer engeren Verzahnung von Grok mit dem FSD-System.
Technische Basis und internationale Ausrollung
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Tesla-Chef Elon Musk bestätigte die Freischaltung des Grok Bots im Fahrzeug und bezeichnete Bestellungen aus dem Auto als ersten Ansatzpunkt für eine direkte Monetarisierung. Zudem erklärte Musk, dass die Modellversion Grok 4.7 bereits reale Ingenieursarbeit bei Tesla leiste. SpaceXAI hatte Grok 4.7 am 21.09.2026 veröffentlicht.
Yun-Ta Tsai, Senior Staff Engineer bei Tesla AI, erklärte dazu, dass Entwicklerteams den Test- und Bewertungsharness für die Version über Wochen hinweg optimiert hätten. Die Verbesserungen umfassten präzisere Formulierungen, Selbstvalidierung, effizientere Denkprozesse, längere Überwachungszeiträume sowie Fortschritte bei Bildverarbeitung und Multimodalität.
Parallel bereitet Tesla die Einführung von Grok in weiteren Märkten wie Marokko vor. Für den Betrieb sind dort kompatible Fahrzeuge mit einem AMD-Multimedia-Prozessor sowie das Software-Update 2026.32.6 oder neuer erforderlich.
Neben der Nutzung per WLAN oder gebuchter Premium-Konnektivität soll das System in Marokko ohne separates Grok-Konto bereitstehen und Funktionen für Navigation, Klimaeinstellungen, Medien und Telefonie steuern. Ein konkreter Veröffentlichungstermin für das entsprechende Update in diesem Markt steht noch aus.
