Griechischer, Joghurt

Griechischer Joghurt: 15,4 g Protein pro Portion schützen Darm

Veröffentlicht am: 14.09.2026 um 16:22 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Griechischer Joghurt liefert viel Eiweiß und Vitamin B12. Studien verbinden den Verzehr zudem mit Darmgesundheit und geringerem Herzrisiko.

Griechischer Joghurt: Viel Protein und mögliche Gesundheitsvorteile
Cremiger griechischer Joghurt in einer schlichten weißen Schale auf einem rustikalen Holztisch bei natürlichem Licht. Illustration mit AI erstellt.

In der Ernährungswissenschaft rücken die spezifischen Eigenschaften von griechischem Joghurt zunehmend in den Fokus. Aktuelle Berichte und wissenschaftliche Untersuchungen thematisieren dabei vor allem den hohen Proteingehalt sowie die positiven Auswirkungen auf das Mikrobiom und die allgemeine Vitaminversorgung.

Gegenüber herkömmlichen Varianten weist griechischer Joghurt durch das Herstellungsverfahren des zusätzlichen Abtropfens eine deutlich höhere Nährstoffkonzentration auf.

Hoher Proteingehalt und Vitaminversorgung

Griechischer Joghurt gilt als besonders effiziente Eiweißquelle. Laut Fachberichten liefern 150 g fettarmer griechischer Joghurt bereits 15,4 g Protein, was mehr als dem Doppelten des Gehalts von herkömmlichem Joghurt entspricht. Harvard-Ernährungswissenschaftler bestätigen diese Beobachtung und beziffern die Proteinmenge für eine Portion von 150 bis 200 g auf etwa 15 bis 18 g.

Neben dem Eiweißgehalt leistet das Produkt einen signifikanten Beitrag zur Vitamin-B12-Versorgung. In 150 g griechischem Joghurt ist gut 1 µg Vitamin B12 enthalten. Damit deckt eine Portion fast 50 % der Tagesempfehlung für Erwachsene ab, die bei 2,4 µg liegt. Zudem enthält das Produkt wichtige Mineralstoffe wie Calcium, Kalium und Phosphor.

Studienlage zu Krebsprävention und Herzgesundheit

Umfangreiche Forschungsarbeiten untersuchen den Zusammenhang zwischen Joghurtkonsum und chronischen Krankheiten. Eine Harvard-Studie unter der Leitung von Dr. Chan, an der über 130.000 Erwachsene teilnahmen, zeigte eine Korrelation zwischen dem Verzehr und der Darmgesundheit.

Demnach geht ein Joghurtkonsum von mindestens zweimal pro Woche mit einem um 20 % geringeren Risiko für eine bestimmte Form von Dickdarmkrebs einher, verglichen mit einem Konsum von weniger als einmal pro Monat. Eine direkte Kausalität wurde dabei jedoch nicht belegt.

Weitere Analysen, unter anderem ein Review im Journal of Nutrition, Health and Aging, weisen auf Vorteile für das Herz-Kreislauf-System hin. Ein Joghurtkonsum von fünf oder mehr Portionen pro Woche ist demnach mit einem um 16 % geringeren Bluthochdruckrisiko assoziiert.

Bei Personen mit bestehender Hypertonie senkte ein Konsum von mindestens zwei Portionen pro Woche das Risiko für koronare Herzkrankheiten bei Frauen um 17 % und bei Männern um 21 %. Eine dänische Studie ergänzte diese Befunde mit dem Hinweis, dass der Verzehr von Vollfettjoghurt anstelle von Milch mit einem um 11 bis 13 % geringeren Herzrisiko verbunden sei.

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Einfluss auf das Mikrobiom und den Stoffwechsel

Die im Joghurt enthaltenen Probiotika können das Immunsystem und die Verdauung unterstützen. Eine in BMC Microbiology veröffentlichte Studie mit über 1.000 erwachsenen Zwillingen in Großbritannien untersuchte diesen Effekt.

Die Forscher beobachteten, dass regelmäßiger Joghurtkonsum mit einer höheren Präsenz von Bakterienstämmen wie Streptococcus thermophilus und Bifidobacterium animalis subsp. lactis im Darm einhergeht. Zudem wurde ein Zusammenhang mit geringeren Mengen an viszeralem Fett festgestellt. Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelte, bleibt auch hier ein definitiver Kausalitätsnachweis aus.

Markteinordnung und Empfehlungen von Experten

Im Vergleich zu anderen Milchprodukten zeigt griechischer Joghurt spezifische Vor- und Nachteile. Die Diätistin Bree Phillips weist darauf hin, dass griechischer Joghurt zwar mehr Eiweiß enthalte, gewöhnlicher Joghurt jedoch oft höhere Calciumwerte liefere und in Magervarianten weniger Kalorien aufweise. Experten raten grundsätzlich zu Naturjoghurt ohne Zuckerzusatz.

Für bestimmte Zielgruppen ist die Proteinzufuhr besonders relevant. Die Ernährungsexpertin Emma Bardwell empfiehlt Frauen im Alter zwischen 40 und 60 Jahren eine Menge von 25 bis 30 g Protein pro Hauptmahlzeit.

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Hierbei erreicht authentischer griechischer Joghurt mit ca. 10 g Protein pro 100 g deutlich höhere Werte als Produkte „griechischer Art“, die lediglich auf 3 bis 5 g kommen.

Ein Vergleich des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) ordnet weitere Alternativen ein:
* Magerquark: 12–13 g Eiweiß pro 100 g
* Skyr: ca. 11 g Eiweiß pro 100 g
* Joghurt: ca. 3–4 g Eiweiß pro 100 g

Skyr wird dabei als „gesunde Mitte“ zwischen Magerquark und Joghurt eingestuft, insbesondere aufgrund des niedrigen Fettgehalts von 0,2 g pro 100 g. Preislich lagen die Produkte laut Stiftung Warentest im April 2026 bei ca. 20 Cent pro 100 g für Handelsmarken-Magerquark, während Skyr zwischen 24 und 44 Cent pro 100 g kostete.

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