Gravity Bridge: Angreifer erbeuten 4,9 Millionen Euro
31.05.2026 - 16:39:21 | boerse-global.deEin Sicherheitsvorfall erschüttert die Krypto-Welt: Die Gravity Bridge, eine zentrale Verbindung zwischen Ethereum und Cosmos, wurde am 30. Mai 2026 gestoppt. Angreifer erbeuteten rund 4,9 Millionen Euro.
Angriff auf kritische Infrastruktur
Der Vorfall ereignete sich in einem engen Zeitfenster zwischen 04:30 und 05:30 Uhr deutscher Zeit. Sicherheitsforscher und On-Chain-Analysten von Specter und PeckShield entdeckten den unbefugten Abfluss von Vermögenswerten. Die Ermittler gehen von einer Kompromittierung der Signaturschlüssel aus – nicht von einer Schwachstelle im Smart-Contract-Code selbst.
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Die gestohlenen Gelder setzen sich wie folgt zusammen:
- 3,9 Millionen Euro in USDC – der größte Einzelposten
- 274 Ether (rund 507.000 Euro)
- 398.000 Euro in USDT
- 14,16 PAXG (Gold-gedeckte Token im Wert von rund 59.000 Euro)
Nach der Entdeckung des Angriffs wurden die Validatoren aufgefordert, die Brücke zu stoppen. Der gesamte Cross-Chain-Dienst wurde daraufhin komplett eingestellt.
Spur der gestohlenen Gelder
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf zwei Ethereum-Adressen, die mit dem Vorfall in Verbindung stehen. Eine davon endet auf 7C62da1F9. Die Täter leiteten einen Teil der Beute über die Börsen ChangeNow und Binance um – ein klassischer Versuch, die Spur zu verwischen.
Doch der Großteil der gestohlenen Vermögenswerte befindet sich offenbar noch in den Händen der Angreifer. Rund 2.100 bis 2.102 Ether im Wert von etwa 3,9 Millionen Euro lagern weiterhin auf kontrollierten Wallets. Ein offizieller Abschlussbericht des Projekts steht noch aus.
Dramatischer Wertverlust
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Der Sicherheitsvorfall traf die Gravity Bridge mit voller Wucht. Der Total Value Locked (TVL) – also der Gesamtwert der in der Brücke gebundenen Vermögenswerte – stürzte um 47 Prozent ab. Von 10,8 Millionen Euro fiel der Wert auf rund 5,7 Millionen Euro.
Der Vorfall reiht sich ein in eine Serie von Angriffen auf Brücken-Infrastruktur. Branchenübergreifend haben Bridge-Exploits im Jahr 2026 bereits die Marke von 300 Millionen Euro überschritten – verteilt auf acht separate Vorfälle. Die Gravity Bridge-Attacke unterstreicht einmal mehr, dass das Schlüsselmanagement die Achillesferse dezentraler Finanzinfrastruktur bleibt.
Forscher warnen: Die aktuellen Sicherheitskonzepte von Cross-Chain-Brücken bergen systemische Risiken. Solange die Verwaltung privater Schlüssel nicht grundlegend reformiert wird, bleiben solche Angriffe eine ständige Bedrohung für das gesamte Ökosystem.
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