Grafikkartenpreise, RTX

Grafikkartenpreise: RTX 5090 kostet 132 Prozent mehr als vor zwölf Monaten

Veröffentlicht am: 07.10.2026 um 20:54 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Teurer Speicher treibt die GPU-Kosten: Nvidia, AMD und Intel verzeichnen deutliche Preiszuwächse, weitere Anpassungen sind angekündigt.

Grafikkartenpreise in Deutschland steigen binnen zwölf Monaten um 66 Prozent
Ein steriler Reinraum in einer Halbleiterfertigungsanlage mit industriellen Produktionsmaschinen. Illustration mit AI erstellt.

Eine Marktanalyse von 3D Center zeichnet ein dramatisches Bild für den deutschen Hardware-Markt: Über einen Zeitraum von zwölf Monaten bis Oktober 2026 sind die Preise für Grafikkarten in Deutschland im Schnitt um 66 Prozent gestiegen. Besonders drastisch fällt die Teuerung bei Nvidias aktueller Kartengeneration aus. Das Spitzenmodell GeForce RTX 5090 verteuerte sich im genannten Zeitraum um 132 Prozent.

Wie aus den Marktdaten hervorgeht, verzeichneten fast alle Modelle der RTX-50-Reihe einen Preisaufschlag von mindestens 50 Prozent. Klammert man das Spitzenmodell RTX 5090 aus der Erhebung aus, liegt der durchschnittliche Anstieg der Serie bei rund 57 Prozent.

Besonders betroffen sind Grafikkarten mit größerem Grafikspeicher: Die RTX 5060 Ti mit 16 GB legte um über 70 Prozent zu. Allgemein verteuerten sich Varianten mit 16 GB Videospeicher deutlich stärker als andere Modelle, was auf die unvermindert hohe Nachfrage nach VRAM zurückgeführt wird.

Ursachen in der Speicherkrise

Der Aufwärtstrend bei den Grafikkartenpreisen nahm seinen Anfang bereits Ende 2025 mit anziehenden DRAM-Preisen und beschleunigte sich ab dem zweiten Halbjahr 2026 spürbar.

Der Spotpreis für GDDR6 stieg seit dem Herbst 2025 von rund 2,50 auf rund 7,50 US-Dollar pro Gigabyte – ein Plus von 200 Prozent. Die Preise für herkömmlichen DRAM kletterten im Jahresvergleich um 170 Prozent.

Speicherhersteller wie Samsung, SK hynix und Micron stehen unter starkem Druck und verlagern zunehmend Produktionskapazitäten auf HBM-Speicher, der vor allem in Rechenzentren für künstliche Intelligenz benötigt wird. Dies verknappt das Angebot für regulären Arbeitsspeicher und Grafikspeicher zusätzlich.

Anzeige

Die Preise für Grafikkarten in Deutschland sind im Schnitt um 66 Prozent gestiegen, das Spitzenmodell RTX 5090 sogar um 132 Prozent — und ein Ende der Speicherkrise ist nicht in Sicht. Wer jetzt kaufen will, braucht einen klaren Plan statt Panik. Unser kostenloser Report zeigt Ihnen, wann sich der Kauf lohnt und welche Alternativen Sie sich genauer ansehen sollten. Jetzt kostenlosen Preis-Alarm-Report anfordern

Auswirkungen auch bei Konkurrenten und im Ausland

Die Preisspirale betrifft nicht nur Nvidia allein, wenn auch die Wettbewerber geringere Zuwächse verzeichnen. Grafikkarten der RDNA-4-Architektur von AMD (Radeon RX 9000) verteuerten sich im selben Zwölf-Monats-Zeitraum bis Oktober 2026 um 48 Prozent, wobei die Radeon RX 9060 XT mit 8 GB am stärksten betroffen war. Für Intels Arc-Battlemage-Modelle B580 und B570 ergab sich kombiniert ein Anstieg um 38 Prozent.

Auf internationalen Märkten spitzt sich die Lage ebenfalls zu. In den USA ist die RTX 5090 im Onlinehandel nahezu flächendeckend vergriffen. Bei großen Plattformen bestimmen Drittanbieter das Bild, die Preise zwischen 6.395 und 9.500 US-Dollar aufrufen. In Kanada werden für das Flaggschiff teils bis zu 5.999 Kanadische Dollar fällig.

Hersteller reagieren auf Margendruck

Die Entwicklung hat inzwischen weitreichende Folgen für die gesamte Lieferkette. Nvidia und AMD haben die Preise für Gaming-Grafikkarten angehoben. Berichten zufolge plant Nvidia, Partnerunternehmen künftig nur noch reine Silizium-Dies statt kompletter Kits aus GPU und Speicher zu liefern, womit die Speicherbeschaffung vollständig auf die Boardpartner übertragen würde.

Anzeige

16-GB-Karten wie die RTX 5060 Ti sind über 70 Prozent teurer geworden, und in den USA ist die RTX 5090 bei Drittanbietern kaum noch unter 6.000 US-Dollar zu bekommen. Statt blind zuzuschlagen, lohnt der Blick auf das, was wirklich zu Ihrem Setup passt. Unsere Checkliste zeigt Ihnen, welche Alternativen zur überteuerten RTX-50-Reihe jetzt sinnvoll sind — und wie Sie beim Kauf mehrere Hundert Euro sparen. Checkliste jetzt kostenlos sichern

Zudem informierte Nvidia Großkunden darüber, dass Server mit KI-Chips ab Anfang 2027 aufgrund der Speicherkosten um mehr als 15 Prozent teurer werden.

Auch AMD hat die Lieferkette über eine geplante Preiserhöhung von etwa zehn Prozent über die gesamte GPU-Produktlinie informiert. Grund hierfür seien erhebliche Speicherknappheit, die gestiegenen DRAM-Preise und der zunehmende Margendruck. Die Anpassungen sollen in den kommenden Wochen an die Endkunden weitergegeben werden.

Disclaimer...

de | wissenschaft | 70259065 |