GPU-Boom: IREN investiert 3,2 Milliarden in Nvidias Blackwell
29.05.2026 - 03:29:05 | boerse-global.deGleich mehrere Technologiekonzerne und Cloud-Anbieter haben in den letzten Tagen Milliardenabkommen für Nvidias neueste GPU-Architekturen Blackwell und B300 bekannt gegeben. Der Bedarf an Managed-Cloud-Diensten treibt die Nachfrage massiv an.
Der Einsatz leistungsstarker KI-Systeme bringt nicht nur technische Chancen, sondern auch neue regulatorische Anforderungen durch den EU AI Act mit sich. Dieser kostenlose Praxis-Leitfaden hilft Ihnen, die neuen Risikoklassen und Dokumentationspflichten für Ihr Unternehmen rechtzeitig zu verstehen. EU AI Act in 5 Schritten verstehen: Fristen, Pflichten und Risikoklassen kompakt erklärt
IREN setzt auf Dell und Blackwell
Am 27. Mai 2026 schloss IREN einen Kaufvertrag mit Dell Technologies über rund 1,5 Milliarden Euro für luftgekühlte Blackwell-Systeme. Die Bestellung ist Teil eines umfassenden Fünf-Jahres-Vertrags über KI-Cloud-Dienste im Wert von rund 3,2 Milliarden Euro, der Nvidias Managed-GPU-Cloud umfasst.
Die neue Hardware soll in IRENs Rechenzentrum in Childress, Texas, installiert werden. Der Betriebsstart ist für Anfang 2027 geplant. Nach vollständiger Inbetriebnahme erwartet IREN einen Anstieg der annualisierten Umsatzrate von 3,4 Milliarden auf 4,1 Milliarden Euro. Parallel dazu steigen die Hardwarekosten: Berichten zufolge sind die Preise für Nvidia H100- und A100-Einheiten bereits um 20 beziehungsweise 15 Prozent gestiegen. Nvidia selbst plant zudem, bis zu zwei Milliarden Euro in IREN zu investieren.
Langfristige Mietverträge für B300-Serie
Auch die B300-Serie von Nvidia ist stark gefragt – vor allem über langfristige Miet- und Serviceverträge. Am 21. Mai 2026 schloss Boost Run Inc. einen 36-monatigen Mietvertrag mit Thinking Machines Lab Inc. über 5.000 Nvidia B300-GPUs ab. Der nicht kündbare Vertrag mit nicht erstattungsfähigen Gebühren hat einen Gesamtwert von rund 440 Millionen Euro.
Axe Compute erreichte am 27. Mai 2026 einen weiteren Meilenstein: Das Unternehmen erhielt eine erste Zahlung von 40 Millionen Euro im Rahmen eines 243 Millionen Euro schweren Infrastrukturvertrags. Die Vereinbarung umfasst die Lieferung eines dedizierten Clusters mit 2.304 Nvidia B300-GPUs, der in einem Tier-3-Rechenzentrum in den USA untergebracht wird. Axe Compute rechnet mit der Inbetriebnahme im dritten Quartal 2026 und erwartet vierteljährliche Einnahmen von rund 20 Millionen Euro.
Mit der zunehmenden Nutzung von Cloud-KI und neuen Technologien steigen auch die Anforderungen an die digitale Sicherheit und Compliance. Welche neuen gesetzlichen Pflichten und Cyberrisiken Unternehmer jetzt kennen müssen, erfahren Sie in diesem kostenlosen Report. Neue KI-Gesetze, neue Cyberrisiken: Was kommt wirklich auf Ihr Unternehmen zu?
Rechenkapazität und Nachhaltigkeit
Der Wettlauf um Rechenleistung erstreckt sich zunehmend auch auf großflächige Rechenzentrumsmieten und nachhaltige Kühllösungen. Anthropic schloss kürzlich eine Vereinbarung mit SpaceX über die Nutzung von 300 Megawatt Kapazität im Rechenzentrum Memphis Colossus 1. Ziel ist es, innerhalb eines Monats 220.000 Nvidia-GPUs online zu bringen – ein Schritt zur Entlastung von Spitzenlasten für Premium-Nutzer.
Europäische Anbieter setzen derweil verstärkt auf Nachhaltigkeit. Verda entschied sich für flüssigkeitsgekühlte Nvidia-Blackwell-Systeme von Supermicro für seine KI-Cloud-Infrastruktur. Das Projekt wird vollständig mit erneuerbarer Energie betrieben und nutzt die Abwärme der GPUs zur Beheizung von bis zu 15.000 Haushalten. Zum Einsatz kommen High-End-Systeme wie das Nvidia GB300 NVL72 und HGX B300 – ein klares Zeichen für den Trend zu energieeffizienten Komplettlösungen in der KI-Cloud.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
