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GPT-6 Astra: KI knackt 108 Jahre alte Militär-Verschlüsselung

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 17:53 Uhr | Redaktion boerse-global.de

OpenAIs GPT-6 Astra machte einen ADFGVX-Funkcode von 1918 und eine Enigma-Nachricht von 1941 lesbar; die Methodik bleibt teilweise offen.

GPT-6 Astra entschlüsselt historischen Militärfunkcode und Enigma
Altes, vergilbtes Dokument mit handgeschriebenen militärischen Verschlüsselungscodes auf einem dunklen Holztisch. Illustration mit AI erstellt.

Mit dem Einsatz des KI-Modells GPT-6 Astra ist es gelungen, eine 108 Jahre alte verschlüsselte Nachricht der deutschen Armee aus dem Jahr 1918 lesbar zu machen. Das von OpenAI entwickelte Modell dechiffrierte den sogenannten ADFGVX-Funkcode, der seit Ende des Ersten Weltkriegs als ungelöst galt.

Historische Nachricht aus dem Jahr 1918 rekonstruiert

Wie aus Berichten hervorgeht, nutzte der Entwickler Prinz die Rechenleistung von GPT-6 Astra, um den komplexen kryptografischen Code zu entschlüsseln. Die Nachricht war Teil einer Liste der 50 ungelösten Chiffren auf dem Portal scienceblogs.de. Durch die Analyse konnte das Modell das Schlüsselwort TRUPPENVERSCHIEBUNG identifizieren. Die 170 Zeichen lange Nachricht stammt ursprünglich vom 27. November 1918.

Der nun vorliegende Klartext beschreibt militärische Bewegungen im Schwarzen Meer. Demnach befand sich am 24. November 1918 ein englischer Kreuzer in Sewastopol, gefolgt von einem alliierten Geschwader am 26. November 1918. Die Nachricht warnte zudem vor britischen und alliierten Marinemanövern nahe der Krim und enthielt Hinweise auf eine mögliche Operation zur Verlegung von Minen.

Frühere Versuche zur Entschlüsselung waren laut Branchenberichten daran gescheitert, dass fälschlicherweise angenommen wurde, der verwendete Schlüssel sei erst ab dem 9. Dezember 1918 gültig gewesen.

Zur Verifizierung des Ergebnisses wurden historische Logbücher der HMS Canterbury herangezogen. Diese bestätigen die in der Nachricht genannten Daten: Die Ankunft des Schiffes in Sewastopol erfolgte am 24. November 1918, während das Geschwader am 26. November 1918 eintraf.

Erfolgreiche Anwendung auf Enigma-Verschlüsselung

Neben dem Funkcode aus dem Ersten Weltkrieg demonstrierte GPT-6 Astra seine analytischen Fähigkeiten an einer Nachricht der Enigma-Maschine aus dem Zweiten Weltkrieg. Es handelt sich um den Funkspruch MVUEH vom 10. Juli 1941, der seit dem Jahr 2005 im CryptoCellar-Archiv als ungelöst verzeichnet war.

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Was jahrzehntelang als unknackbar galt, fiel jetzt innerhalb kurzer Zeit: Ein KI-Modell entschlüsselte einen 108 Jahre alten Militärfunkcode und eine Enigma-Nachricht von 1941 — Letztere nach Prüfung von 4,29 Milliarden Kombinationen. Wer heute noch auf veraltete Verschlüsselung setzt, sollte wissen, wie solche Verfahren angegriffen werden. Der kostenlose Leitfaden zeigt, wie Sie Ihren Krypto-Bestand prüfen und priorisiert modernisieren. Kostenlosen Krypto-Leitfaden anfordern

Für die Dechiffrierung prüfte das System insgesamt 4,29 Milliarden Kombinationen und 14,8 Millionen Schlüssel. Die technische Rekonstruktion ergab die Nutzung einer Enigma I mit dem Reflektor B. Als spezifische Einstellungen wurden die Walzen II-V-III, die Ringeinstellungen H-M-F sowie die Grundstellung R-W-D mit zehn Steckerverbindungen identifiziert.

Der Klartext der 82 Zeichen umfassenden Nachricht enthielt die Bitte um Angabe einer Marschroute. Der Absender gab an, sich in Rosenow zu befinden, und bat um eine sofortige Funkantwort.

Für diesen Durchbruch nutzte das Modell einen sogenannten „Crib“ mit der Zeichenfolge ROSENOWROSENOW, der aus einer bereits im Jahr 2017 entschlüsselten Nachricht abgeleitet wurde. Frode Weierud verifizierte die Korrektheit dieser Enigma-Entschlüsselung am 15. September 2026.

Wissenschaftliche Publikation und Methodik

Die genaue Methodik und die Details der verwendeten Algorithmen, mit denen GPT-6 Astra diese kryptoanalytischen Leistungen erbrachte, sind derzeit noch nicht vollständig öffentlich zugänglich. Berichten zufolge ist jedoch eine Veröffentlichung der Ergebnisse in Peer-Review-Fachzeitschriften geplant.

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Die Methodik hinter den jüngsten KI-Entschlüsselungen ist bislang nicht vollständig öffentlich — eine Peer-Review-Veröffentlichung ist erst geplant. Genau diese Unklarheit ist das Problem: Wer die Angriffswege nicht kennt, kann sein eigenes Schlüsselmanagement nicht bewerten. Der Leitfaden liefert eine KI-gestützte Schwachstellen-Analyse und fünf Schritte zur Verschlüsselungs-Modernisierung. 5 Schritte zur Verschlüsselungs-Modernisierung

Das KI-Modell selbst war unternehmensintern bereits im März 2026 angekündigt worden. Die aktuellen Erfolge unterstreichen das Potenzial hochmoderner KI-Systeme bei der Analyse komplexer historischer Datensätze, die über Jahrzehnte hinweg konventionellen Entschlüsselungsmethoden widerstanden haben.

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