GPT-5.3-Codex: KI entwickelt erstmals ihren eigenen Nachfolger
05.06.2026 - 18:53:52 | boerse-global.de
Tokio/New York – Die Künstliche Intelligenz hat eine neue Stufe erreicht: Erstmals beteiligt sich eine KI aktiv an der Entwicklung ihres eigenen Nachfolgers. Das berichtet SoftBank-CEO Masayoshi Son, der seine Prognosen für eine übermenschliche Superintelligenz drastisch nach vorne korrigiert.
In einem Interview mit CNBC erklärte Son am Freitag, dass OpenAIs Modell GPT-5.3-Codex das erste seiner Art sei, das aktiv an seinem eigenen Entwicklungsprozess mitwirke. „Die KI hat begonnen, das nächste Modell zu entwerfen“, so Son. Ein Durchbruch, der die gesamte Branche in eine neue Ära katapultiert – hin zur rekursiven Selbstverbesserung.
Superintelligenz rückt in greifbare Nähe
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Die Konsequenzen sind gewaltig. Son hatte die Ankunft einer sogenannten Artificial Super Intelligence (ASI) – einer KI, die den menschlichen Verstand in allen Bereichen übertrifft – bisher in etwa zehn Jahren erwartet. Jetzt spricht der SoftBank-Chef von nur noch zwei Jahren.
Diese drastische Beschleunigung ist kein Zufall. Erst im Frühjahr 2026 veröffentlichte OpenAI GPT-4.1 – ein Modell mit einer vierfach höheren Kontextkapazität als GPT-4. Es kann Dokumente mit über 300 Seiten analysieren und verfügt über ein personalisiertes Langzeitgedächtnis. Die Leistungsdaten sprechen für sich: 27 Prozent bessere Ergebnisse in Mathetests, 62 Prozent mehr erkannte Programmierfehler.
50 Milliarden Dollar allein für Rechenleistung
Hinter diesen technischen Sprüngen stehen gewaltige Investitionen. OpenAIs Präsident Greg Brockman sagte am Freitag vor Gericht aus, dass das Unternehmen allein 2026 rund 50 Milliarden Euro für Rechenleistung ausgeben werde. Die Aussage fiel im Rahmen eines Rechtsstreits mit Elon Musk, der OpenAI vorwirft, sich von seiner gemeinnützigen Mission entfernt zu haben.
Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Brockman zufolge plant OpenAI langfristige Investitionen in KI-Infrastruktur, die eine Billion Euro übersteigen könnten. Zum Vergleich: Das entspricht etwa dem Dreifachen des deutschen Bundeshaushalts.
Warnungen aus der Branche: „Kontrollverlust droht“
Die Aussicht auf sich selbst verbessernde KI-Systeme schreckt selbst die Konkurrenz auf. Das Unternehmen Anthropic warnt eindringlich vor den Risiken: Wenn Modelle sich selbst weiterentwickeln, drohe ein Kontrollverlust während des Optimierungsprozesses.
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Noch konkreter wurden die Sicherheitsbedenken am Donnerstag. Die Chefs der drei führenden KI-Labore – Sam Altman (OpenAI), Dario Amodei (Anthropic) und Demis Hassabis (Google DeepMind) – veröffentlichten einen gemeinsamen offenen Brief an den US-Kongress. Ihre Forderung: verpflichtende Screenings für synthetische DNA und RNA. Die Gefahr sei real, dass KI die Hürden für die Entwicklung biologischer Waffen massiv senke. Der Brief unterstützt den „Biosecurity Modernization and Innovation Act“.
Anthropic bereitet Börsengang vor
Während die Branche zwischen technischem Fortschritt und Sicherheitsbedenken navigiert, bereitet sich Anthropic auf den nächsten großen Schritt vor. Das Unternehmen hat Morgan Stanley und Goldman Sachs mit der Führung eines Börsengangs beauftragt, der bereits im Oktober 2026 stattfinden könnte. Nach einer Finanzierungsrunde über 60 Milliarden Euro liegt die Bewertung von Anthropic bei rund 900 Milliarden Euro – ein klares Signal, wie hoch die Finanzmärkte das KI-Wettrennen bewerten.
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