Google, KI-Überblicke

Googles neue KI-Übersichten rieten US-Nutzern zum Teil, einen kleinen Stein pro Tag zu essen und KĂ€se auf der Pizza mit Klebstoff zu befestigen.

31.05.2024 - 19:11:28

Google verbessert KI-Überblicke nach absurden Empfehlungen. Das soll nicht mehr vorkommen.

Die neuen KI-Übersichten in Googles Suchmaschine sollen nicht mehr ernsthaft alberne Fragen beantworten - zum Beispiel die nach der Zahl der Steine, die man tĂ€glich essen kann. Die Software sei so angepasst worden, dass sie weniger Satire und Scherze berĂŒcksichtigen werde, schrieb die Suchmaschinen-Chefin Liz Reid in einem Blogeintrag. Auch sollen weniger von Nutzern erstellte Inhalte wie Foren-BeitrĂ€ge verwendet werden, wenn sie zu irrefĂŒhrenden RatschlĂ€gen fĂŒhren könnten.

Die mit Hilfe kĂŒnstlicher Intelligenz erstellten Übersichten sollen Nutzern bei vielen Suchanfragen eine ausfĂŒhrlichere Antwort statt nur einer Reihe von Weblinks geben. Google fĂŒhrte die Funktion im Mai auf breiter Front in den USA ein. Kurz darauf machten jedoch peinliche bis verstörende Fehler der Software die Runde im Netz. So hieß es in einem der «AI Overviews», Wissenschaftler rieten, mindestens einen kleinen Stein pro Tag zu essen - die Quelle war ein Parodie-Artikel der Satire-Website «The Onion». Auch wurde auf Basis eines Scherzes bei der Online-Plattform Reddit empfohlen, KĂ€se mit «nicht giftigem Kleber» auf der Pizza zu befestigen.

Google fĂŒhrte dies in dem Blogbeitrag unter anderem darauf zurĂŒck, dass es zu manchen ungewöhnlichen Suchanfragen wie etwa «Wie viele Steine pro Tag sollte ich essen?» nicht wirklich seriöse Antworten gebe. Die Software habe diese WissenslĂŒcke mit dem Zugriff auf Satire ausgefĂŒllt. Google habe die Funktion vor der breiten EinfĂŒhrung zwar ausfĂŒhrlich getestet - aber nichts sei damit zu vergleichen, wenn Millionen Nutzer neue Suchanfragen ausprobierten. Zugleich seien einige der im Internet verbreiteten angeblichen KI-Überblicke FĂ€lschungen gewesen.

Die Funktion soll zum Jahresende in weiteren LĂ€ndern eingefĂŒhrt werden. Viele Website-Betreiber und Medien machen sich Sorgen, dass Google durch die KI-Zusammenfassungen weniger Menschen zu ihnen leiten wird und ihr GeschĂ€ft darunter leidet. Google kontert, dass es zu den Quellen fĂŒr Informationen, die in den Übersichten landen, sogar mehr Datenverkehr gebe. Wie es dabei dem Rest geht, blieb aber bisher unklar.

@ dpa.de