Google Workspace: Fünfmal schneller von Microsoft 365 migrieren
11.06.2026 - 03:15:33 | boerse-global.de
Mit neuen Migrationswerkzeugen und verbesserten Kompatibilitätsfunktionen will der Konzern Unternehmen den Wechsel von Microsoft 365 zu Google Workspace schmackhaft machen.
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Fünfmal schneller in die Google-Welt
Das Herzstück der Ankündigung ist ein neues Datenimport-Tool, das Organisationen bis zu fünfmal schneller als bisherige Methoden umziehen lässt. Besonders attraktiv: Google verzichtet auf Hosting-Gebühren für den Transfer. Ein Migration Planner hilft IT-Administratoren bereits vor Vertragsabschluss, präzise Zeitpläne zu erstellen.
Für komplexe Szenarien wie Fusionen und Übernahmen setzt Google auf Partnerschaften. Dienste wie CloudFuze übernehmen Mandant-zu-Mandant-Migrationen und bewältigen Datenmengen von über zehn Petabyte. Dabei bleiben Metadaten, Berechtigungen und Chat-Verläufe aus Gmail, Drive und Gemini erhalten.
Bessere Zusammenarbeit mit Microsoft Office
Parallel zu den Migrations-Tools rollt Google im Juni 2026 mehrere Kompatibilitäts-Updates aus. Eine Beta-Version erlaubt das Bearbeiten von Office-Dateien direkt in Gmail. Auch die Kompatibilität mit Microsoft Word wurde verbessert.
Google Sheets erhält einen deutlichen Leistungsschub: Tabellen mit über einer Million Zellen öffnen sich jetzt 30 Prozent schneller, Filteroperationen laufen 60 Prozent flotter. In der Beta-Phase startet zudem die Möglichkeit, Audio- und Videodateien direkt in Google Slides einzubetten.
Gemini 3.5: Echtzeit-Übersetzung für über 70 Sprachen
Am 9. Juni 2026 veröffentlichte Google Gemini 3.5 Live Translate – ein spezielles Audiomodell für Echtzeit-Übersetzungen. Es beherrscht mehr als 2.000 Sprachpaare und bewahrt natürlichen Rhythmus, Betonung und Tonhöhe des Sprechers.
Derzeit als öffentliche Vorschau für Entwickler und als private Vorschau für Unternehmen in Google Meet verfügbar, soll das Modell natürliche Gespräche mit minimaler Verzögerung ermöglichen. Zur Sicherheit und Authentizität werden alle generierten Audioinhalte mit SynthID-Wasserzeichen versehen.
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Sicherheit und Chat-Interoperabilität
Bereits Ende Mai erreichte die Chat-Interoperabilität mit Microsoft Teams die allgemeine Verfügbarkeit. Nutzer beider Plattformen können seither nahtlos kommunizieren. Ebenfalls am 25. Mai startete Device Bound Session Credentials (DBSC) für Chrome auf Windows.
Anfang Juni führte Google mehrere Data Loss Prevention (DLP)-Updates ein:
- Neue DLP-Richtlinien für Google Kalender und Dateianhänge (seit 1. Juni)
- Verbesserter Datenschutz für verwaltete Drittanbieter-Apps
- Beta-Tests für "Trust Rules" und "Drive Labels" zur feineren Dateiklassifizierung
Rund 60 neue Inhaltsdetektoren erkennen sensible Informationen wie Lebensläufe oder Patentanmeldungen und automatisieren den Datenschutz während und nach der Migration.
