Google, Universal

Google Universal Cart: Einkaufen über Search, Gemini und YouTube

28.05.2026 - 17:16:45 | boerse-global.de

Google präsentiert mit Universal Cart und neuen KI-Tools eine umfassende Plattform für Handel, Finanzen und Entwicklung.

Google Universal Cart: Einkaufen über Search, Gemini und YouTube - Foto: über boerse-global.de
Google Universal Cart: Einkaufen über Search, Gemini und YouTube - Foto: über boerse-global.de

Neue Tools und Partnerschaften sollen sowohl Verbraucher als auch Unternehmen in den Bann ziehen.

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„Universal Cart“: Einkaufen ohne Grenzen

Google will das Online-Shopping revolutionieren. Am 27. Mai kündigte der Konzern den Universal Cart an – ein systemübergreifendes Tool, das Einkäufe aus dem Search, Gemini, YouTube und Gmail bündelt. Nutzer können Produkte verschiedener Händler in einem einzigen Warenkorb sammeln, Preise verfolgen und Lagerbestände prüfen.

Das Herzstück: das Universal Commerce Protocol (UCP) und der Agent Payments Protocol (AP2). Diese Protokolle ermöglichen den nahtlosen Checkout über Plattformgrenzen hinweg. Mehr als 60 Partner sind bereits an Bord, darunter Nike, Sephora, Target und Walmart. Auch Shopify soll folgen.

Der Start ist für den Sommer 2026 in den USA geplant. Erste Ausweitungen nach Kanada und Australien sowie auf YouTube laufen bereits. Googles Shopping Graph umfasst inzwischen über 60 Milliarden Listings. Doch die Zurückhaltung der Verbraucher ist groß: Laut Gartner erlauben nur elf Prozent der Kunden der KI, Kaufentscheidungen für sie zu treffen.

Autonome Finanzen für Großkonzerne

Im Unternehmenssektor schaltet Google den nächsten Gang ein. HCLTech bringt eine autonome Finanzplattform auf den Markt, die auf Gemini Enterprise von Google Cloud basiert. Die Plattform automatisiert Kernprozesse wie Rechnungseingang, Auftragsabwicklung und Berichtswesen.

Das System setzt auf eine agentische KI-Schicht, die über bestehenden IT-Strukturen liegt. Finanzvorstände sollen sich so auf strategische Aufgaben konzentrieren können. Google Cloud spricht von einer „komplexen Orchestrierung“, die Großunternehmen benötigen.

Ebenfalls neu: teilbare Projekte für Gemini for Business. Mehrere Nutzer können nun in denselben Chat-Ordnern und Dateien zusammenarbeiten. Workflow-Agenten übernehmen Terminplanung und Aufgabenausführung in Gmail, Drive und Drittanbieter-Tools.

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Entwickler und Hardware: Neue Stufen für Code und Sprache

Für Entwickler führt Google Cloud zwei neue Tarife für den Coding-Assistenten Gemini Code Assist ein: Standard und Enterprise. Die Enterprise-Version bietet Code-Anpassung für private Repositories auf GitHub und GitLab sowie Integrationen mit Apigee und Cloud Assist.

Für mobile Nutzer bereitet Google ein Gboard-Update namens „Rambler“ vor. Es filtert Füllwörter wie „ähm“ aus Spracheingaben in Echtzeit – und das rein lokal auf dem Gerät. Die Funktion benötigt Premium-Hardware wie das Pixel 10 oder Galaxy S26 und kommt im Sommer 2026.

Im Smart-Home-Bereich erhält Gemini for Home ein Update: Kameras erkennen nun Paketlieferungen oder zerbrechendes Glas und lösen Automatisierungen aus. Der Rollout läuft in 19 Ländern.

Marketing: Gemini als Betriebssystem der Branche

Google positioniert Gemini zunehmend als „Betriebssystem“ für das gesamte Marketing-Ökosystem. Neue Formate wie Conversational Discovery Ads und Highlighted Answers werden in den USA getestet.

Die Strategie zielt auf agentische KI – Systeme, die handeln statt nur Texte zu generieren. DeepMind sieht darin eine fundamentale Phase auf dem Weg zur künstlichen allgemeinen Intelligenz (AGI), die bereits 2029 erreicht sein könnte.

Die Konkurrenz schläft nicht: Amazon AWS startete am 27. Mai einen agentischen Shopping-Assistenten auf Alexa-Basis. Das Unternehmen gibt an, dass konversationelles Einkaufen 3,5-mal höhere Konversionsraten erzielt als klassische Keyword-Suchen. Eine eClerx-Umfrage zeigt jedoch, dass 78 Prozent der Marketing-Verantwortlichen bislang keine klare Rendite aus ihren aktuellen Technologie-Stacks sehen.

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