Google Sheets: Gemini repariert Formelfehler mit 70% Erfolgsquote
24.06.2026 - 03:53:49 | boerse-global.de
Beide Konzerne stellten am Dienstag umfassende Updates vor, die Formelfehler automatisch beheben und komplexe Datenaufgaben übernehmen. Im Fokus stehen Geschäftskunden, die wertvolle Zeit bei der manuellen Fehlersuche sparen sollen.
Warum so viele Büroangestellte täglich wertvolle Zeit mit Excel verschwenden — diese häufigen Anfängerfehler lassen sich mit ein paar einfachen Tricks sofort vermeiden. Formeln, Tabellen und Formatierungen endlich kinderleicht meistern
Googles Gemini repariert Formeln mit einem Klick
Google hat den Gemini Formula Fix für Google Sheets gestartet. Das neue Tool erkennt und korrigiert Formelfehler per Mausklick und erklärt die Korrektur in verständlicher Sprache. Laut internen Tests erreicht das System eine Erfolgsquote von 70,48 Prozent beim SpreadsheetBench-Benchmark.
Der Rollout begann am 23. Juni und läuft bis zum 15. Juli 2026. Verfügbar ist die Funktion für Abonnenten von Google Workspace Business Standard, Enterprise sowie Google AI Pro oder Ultra. Parallel erweiterte Google die Sprachunterstützung von Gemini in Sheets um 28 weitere Sprachen – darunter Spanisch, Portugiesisch, Japanisch, Arabisch und Finnisch.
Microsoft setzt auf autonome KI-Agenten
Microsoft treibt die Entwicklung autonomer KI-Agenten für seine Copilot+ PCs voran. Die Systeme erledigen nun komplexe Aufgaben wie Code-Debugging oder Buchungsmanagement ohne ständige Benutzereingriffe. Erste Anwender berichten von Effizienzsteigerungen um rund 40 Prozent.
Microsoft hatte sich bereits Mitte 2024 zum Ziel gesetzt, 70 Prozent der wiederkehrenden Aufgaben zu automatisieren. Die neuen Funktionen bringen jedoch Datenschutzfragen mit sich: Für den vollen Funktionsumfang in Excel müssen Dateien in der Cloud gespeichert sein, die Auto-Save-Funktion aktiviert sein und saubere Datenstrukturen vorliegen – alles Voraussetzungen, die eine Synchronisation mit Azure AI erfordern.
Clevere Formelstrategien für bessere Performance
Neben den KI-Werkzeugen rücken auch manuelle Optimierungsmethoden in den Fokus. Experten empfehlen die LET-Funktion in Excel, um Zwischenergebnisse zu benennen. Die Funktion unterstützt bis zu 126 definierte Namen und vermeidet so redundante Berechnungen. Besonders bei komplexen Formeln mit XLOOKUP oder FILTER sorgt das für Klarheit.
Um die Formelarchitektur zu bereinigen, raten Entwickler von verschachtelten WENN-Abfragen ab. Bewährte Alternativen sind:
- IFS für mehrere unabhängige Bedingungen
- SWITCH für direkte Wertevergleiche
- SUMIFS für bedingte Summierungen
- XLOOKUP als Ersatz für vertikale Suchen und logiklastige Abgleiche
Ein kostenloser Report von Deutschlands führendem Computer-Fachverlag enthüllt die wichtigsten Tricks, die normale Nutzer oft nicht kennen. Diese Excel-Funktionen sparen Ihnen Stunden pro Woche
Neue Werkzeuge für Entwickler und Teams
Für die Entwickler-Community brachte Syncfusion am 23. Juni den Blazor Spreadsheet Editor auf den Markt. Die Komponente unterstützt .NET 10 und bietet eine leistungsstarke, Excel-ähnliche Umgebung für Webanwendungen – inklusive Import und Export von XLS- und XLSX-Dateien.
Parallel dazu wurden neue Strategien für kollaborative Datenblätter vorgestellt. Sie setzen auf Echtzeit-Synchronisation und Konfliktlösung bei der Projekt- und Inventarplanung. Empfohlen werden „Last-Write-Wins"-Protokolle, sanfte Warnungen bei gleichzeitigen Bearbeitungen sowie temporäre Zellsperren, um Datenüberschreibungen zu verhindern.
