Google-Phishing: Betrüger locken mit SMS-Sicherheitswarnungen
Veröffentlicht am: 20.08.2026 um 13:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine neue Welle von Phishing-Angriffen zielt derzeit auf Nutzer des Technologieriesen Google ab. Mit täuschend echt wirkenden Sicherheitswarnungen per Kurzmitteilung (SMS) versuchen Unbekannte, sensible Daten abzugreifen oder Schadsoftware zu verbreiten. Experten mahnen zur Vorsicht im Umgang mit unaufgeforderten Nachrichten, die zur Bestätigung von Kontoaktivitäten auffordern.
Manipulative Fragestellung als Köder
Die aktuelle Betrugsmasche nutzt eine psychologisch geschickte Vorgehensweise, um die Aufmerksamkeit der Empfänger zu erregen. Die betrügerischen Kurznachrichten enthalten die konkrete Frage, ob bestimmte SMS vom Nutzer selbst versendet wurden. Wörtlich lautet der Text in den derzeit kursierenden Nachrichten: „Wurden diese SMS von Ihnen versendet?“.
Um den Anschein einer legitimen Sicherheitsprüfung zu erwecken, werden die Empfänger dazu gedrängt, diese vermeintliche Aktivität durch einen Klick auf eine Auswahlmöglichkeit zu bestätigen oder zu verneinen.
Hinter den Schaltflächen für eine Ja- oder Nein-Antwort verbergen sich jedoch manipulierte Links. Diese führen nicht zu den offiziellen Sicherheitseinstellungen von Google, sondern leiten die Betroffenen auf eine externe Internetseite weiter.
Fremde Domain als Indikator für Betrug
Ein wesentliches Merkmal der aktuellen Kampagne ist die Zieladresse der in den SMS enthaltenen Links. Anstatt auf eine offizielle Google-Domain zu verweisen, führen die Verknüpfungen auf eine Webseite unter der fremden Domain „pro.quicksala“. Diese Internetadresse steht in keinem Zusammenhang mit den Diensten des US-amerikanischen Technologiekonzerns.
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Branchenbeobachter der Plattform Mimikama haben bereits vor dieser spezifischen Phishing-Welle gewarnt. Die Experten bestätigen, dass es sich bei den SMS mit angeblichen Sicherheitswarnungen um Fälschungen handelt, die darauf ausgelegt sind, Nutzer in die Falle zu locken.
Solche als „Smishing“ – eine Wortkombination aus SMS und Phishing – bezeichneten Angriffe nehmen in ihrer Frequenz und Qualität stetig zu, da sie die Mobilität und die oft schnelle Reaktionsweise von Smartphone-Nutzern ausnutzen.
Verhaltensregeln der Sicherheitsbehörden
Angesichts der aktuellen Bedrohungslage hat sich auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) indirekt zu derartigen Vorfällen geäußert. Die Behörde rät grundsätzlich dazu, bei unangekündigten Nachrichten Ruhe zu bewahren und sich nicht durch dringlich formulierte Aufforderungen unter Druck setzen zu lassen. Ein zentrales Element der Prävention sei es, in Kurznachrichten enthaltene Links niemals ungeprüft anzuklicken.
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Sicherheitsexperten betonen, dass die Echtheit einer solchen Warnung immer über den offiziellen Weg verifiziert werden sollte. Nutzer werden dazu angehalten, das entsprechende Benutzerkonto direkt über die offizielle Website des Anbieters oder die installierte App aufzurufen, um dort den Sicherheitsstatus einzusehen.
In den offiziellen Google-Kontoeinstellungen lassen sich alle tatsächlichen Sicherheitsereignisse lückenlos nachverfolgen, ohne dass ein Klick auf einen potenziell gefährlichen SMS-Link notwendig ist.
Falls Nutzer bereits auf einen solchen Link geklickt oder Daten auf der Zielseite eingegeben haben, empfehlen Fachleute eine sofortige Änderung der Passwörter sowie die Überprüfung der Konten auf unbefugte Zugriffe. Zudem wird geraten, die betroffenen Rufnummern zu blockieren und den Vorfall gegebenenfalls bei den zuständigen Behörden zu melden.
