Google öffnet Play Store: Drittanbieter-Stores ab 22. Juli erlaubt
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 14:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Google hat sein Android-System mit einem umfangreichen Update-Paket überarbeitet. Im Mittelpunkt steht eine neue Play-Store-Funktion, die Wartezeiten beim App-Download sinnvoll nutzt.
Während Software auf das Smartphone geladen wird, können Nutzer künftig direkt das passende Widget auf dem Homescreen platzieren. Die Funktion ist Teil der Play-Store-Version 52.4, die Google am 20. Juli 2026 ausgerollt hat. Das Ziel: Nutzer sollen die Zusatzfunktionen ihrer Apps nicht übersehen.
Smarter suchen, schneller installieren
Die neue Play-Store-Version bringt gleich mehrere Verbesserungen mit. Die Suche versteht nun natürliche Sprachbefehle und liefert erweiterte Vorschläge. In ausgewählten Märkten – darunter Indien, Nigeria und Indonesien – können Anwender zudem die mobile Datennutzung bei der App-Wiederherstellung einschränken.
Sicherheit auf mehreren Ebenen
Das parallel ausgelieferte System-Update über Google Play Services v26.28 (ebenfalls vom 20. Juli) enthält wichtige Sicherheitsfunktionen. Die Geräte-IMEI wird jetzt auf dem Sperrbildschirm angezeigt. WebViews erhalten eine neue Berechtigungssteuerung für Audio-Zugriffe.
Android-TV-Nutzer profitieren vom Credential Manager: Fernseh-Apps können künftig Passkeys nutzen, die über das Smartphone authentifiziert werden.
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Für Hardware-Hersteller stellt Google standardisierte Abläufe zur Speicher- und Aboverwaltung bereit. Tablets und Foldables erhalten eine optimierte Oberfläche. Google-One-Abonnenten erleben zudem schnellere In-App-Kaufprozesse.
EU-Regulierung: KI-Bilder werden gekennzeichnet
Auf Druck der europäischen Behörden kennzeichnet Google seit Anfang Juli in der Play-Store-Version 52.3 KI-generierte Bilder in App-Einträgen. Die Maßnahme gilt für den gesamten EU-Raum.
Dritte dürfen mitspielen – gegen Gebühr
Ein bedeutender Einschnitt steht am 22. Juli 2026 in den USA an: Mit dem Play Catalog Access Program dürfen zugelassene Drittanbieter-App-Stores auf den Google-Play-Katalog zugreifen. Die Apps werden weiterhin über Googles Infrastruktur heruntergeladen und unterliegen den üblichen Gebühren. Die Stores selbst müssen jedoch eine Sicherheitsprüfung bestehen und zahlen eine einmalige Gebühr von 5.000 Euro sowie 5.000 Euro jährliche Wartungskosten.
Da Google die Sicherheitskontrollen für das gesamte Android-System stetig verschärft, sollten auch Nutzer ihre privaten Sicherheitsvorkehrungen regelmäßig überprüfen. Erfahren Sie in diesem gratis PDF-Report, wie Sie mit den richtigen Updates Datenverlust und Malware auf Ihrem Gerät dauerhaft verhindern. Kostenlosen Android-Update-Ratgeber herunterladen
Schärfere Regeln für Sideloading
Google bereitet zudem strengere Kontrollen für sideloadete Apps vor. Die Android Developer Verifier-App, die bereits über System-Updates verteilt wurde, prüft, ob installierte Apps von verifizierten Entwicklerprofilen stammen.
Ab dem 30. September 2026 gilt in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand ein neues Sicherheitsframework: Eine 24-stündige Wartezeit, erzwungene Neustarts sowie Biometrie- oder PIN-Abfragen für bestimmte Installationen. Die globale Ausweitung ist für 2027 geplant. Installationen über die Android Debug Bridge (ADB) bleiben von diesen Einschränkungen ausgenommen.
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