Google öffnet Claude Opus 5 für alle Software-Ingenieure
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 08:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Google gewährt ab sofort der gesamten Belegschaft seiner Software-Ingenieure Zugriff auf die KI-Modelle des Anbieters Anthropic. Wie aus mehreren Berichten vom 15. September 2026 hervorgeht, steht den Entwicklern dabei auch das Modell Claude Opus 5 zur Verfügung. Die Bereitstellung erfolgt über Googles interne Entwicklungsplattform namens Antigravity.
Der Zugriff ist an bestimmte Vorgaben gekoppelt. So erfolgt die Nutzung über individuelle Mitarbeiter-Quoten und nicht direkt über Claude Code. Bislang war der Zugang stark reglementiert: Nur Mitarbeiter der Forschungsabteilung Google DeepMind sowie Teams in ausgewählten Prioritätsprojekten durften die Technologie von Anthropic intern verwenden.
Gemini bleibt primäre Basis für Google
Trotz der breiteren Öffnung für Claude betont Google den Vorrang der eigenen Technologie. Das hauseigene Modell Gemini bleibt das primäre Inhouse-System für die Entwickler. Die Anthropic-Modelle sollen vor allem als Ergänzung für spezielle Anwendungsfälle dienen. Einem Bericht vom 14. September 2026 zufolge handelt es sich bei der Freigabe um einen internen Tooling-Schritt mit wettbewerblicher, nicht primär finanzieller Bedeutung.
Die Maßnahme fällt in eine Phase, in der die Veröffentlichung neuer Spitzenmodelle bei Google Verzögerungen aufweist. Das Modell Gemini 3.5 Pro, das im Mai 2026 angekündigt worden war und ursprünglich für Juni geplant war, ist bislang noch nicht erschienen. Damit ist Googles Pro-Linie seit dem Erscheinen von Gemini 3.1 Pro im Februar für mehr als sechs Monate ohne Nachfolger geblieben.
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Fortschritte verzeichnete der Konzern zuletzt vor allem bei den kleineren Modellvarianten. Google veröffentlichte am 21. Juli die Version Gemini 3.6 Flash, gefolgt von Gemini 3.7 Flash am 13. August und Gemini 3.8 Flash am 2. September.
Milliardenschwere Beziehungen zu Anthropic
Die Öffnung für Anthropic-Modelle unterstreicht die engen geschäftlichen Verflechtungen zwischen beiden Unternehmen. Google plant laut Berichten eine Investition von bis zu 40 Milliarden US-Dollar in Anthropic.
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Mit dem Schritt, Modelle von Drittanbietern im eigenen Haus breitflächig für Entwicklungszwecke zuzulassen, steht Google in der Branche nicht allein da. Auch der Technologiekonzern Amazon erlaubte seinen Beschäftigten bereits früher im Jahr die Nutzung von Claude sowie OpenAI Codex für interne Arbeitsabläufe.
