Google Meet: KI-Notizen und automatische Zusammenfassungen für Profis
29.06.2026 - 22:53:39 | boerse-global.de
Der Google-Konzern stattet seinen Videodienst Meet mit einer automatischen Notizfunktion aus – angetrieben von der KI Gemini.
Ab sofort können Abonnenten der kostenpflichtigen Google AI Pro- und Ultra-Tarife die neue Funktion nutzen. Sie transkribiert Meetings in Echtzeit, erkennt Aufgaben und fasst Ergebnisse zusammen. Nach Ende der Besprechung wird automatisch ein Google Doc erstellt und per E-Mail an die Teilnehmer verteilt. Die Funktion ist auf dem Desktop und mobil verfügbar.
Datenschutz und Sprachen
Google verspricht Transparenz: Alle Teilnehmer werden benachrichtigt, sobald der KI-Notizblock aktiv ist. Unterstützt werden mehrere Sprachen, darunter Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch und Portugiesisch.
Neue Speicherpakete für Profis
Parallel dazu hat Google seine AI-Tarife aufgewertet. Der Pro-Plan kostet rund 20 Euro im Monat und bietet nun 5 Terabyte Speicher statt bisher zwei. Dazu kommen Gemini-Funktionen in anderen Workspace-Apps wie Gmail. Der Ultra-Tarif für knapp 250 Euro monatlich liefert 30 Terabyte Speicherplatz.
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Konkurrenz schläft nicht
Der Markt für KI-gestützte Meeting-Tools boomt. Spezialisierte Hardware wie der Comulytic Note Pro oder der Plaud NotePin S – ein leichter Ansteckrekorder mit 50 Stunden Akkulaufzeit – sind bereits im Umlauf. Sie transkribieren in über 110 Sprachen und arbeiten teils offline.
Auch Software-Anbieter mischen mit: Die Chrome-Erweiterung Bluedot hat ihr Meeting-Recording für Google Meet, Zoom und Teams aktualisiert und bedient rund 80.000 Nutzer. Evernote bietet KI-gestützte Sprach-zu-Text-Funktionen für Android.
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Hinter den Kulissen: Kapazitätsengpässe
Die Einführung der Verbraucherfunktionen folgt auf strategische Umstellungen. Bereits im März 2026 hatte Google den Zugriff externer Partner auf seine Gemini-Modelle eingeschränkt – Grund waren Engpässe bei der Rechenleistung. Davon betroffen war unter anderem Meta.
Trotz dieser Herausforderungen meldete die Google-Cloud für das erste Quartal 2026 einen Umsatz von 20 Milliarden Euro. Der Konzern treibt die Gemini-Integration weiter voran: Erst am vergangenen Freitag führte Chrome 149 eine Bildschirmauswahl ein, mit der Nutzer Text oder Bilder direkt an Gemini senden können. Auch in Werbekampagnen kommt die KI nun zum Einsatz.
