Google klagt gegen KI-Betrugsnetzwerk: 2,5 Millionen SMS in zwei Wochen
15.06.2026 - 16:47:04 | boerse-global.de
Parallel dazu geht Google juristisch gegen ein internationales KI-Betrugsnetzwerk vor.
Gewaltsame Übergriffe in Stuttgart und Heidelberg
In der Nacht zum Sonntag attackierte eine Gruppe von sechs Unbekannten am Stuttgarter Schlossplatz einen 41-jährigen Mann. Die Täter schlugen das Opfer gegen Mitternacht mit einer Glasflasche, bissen ihm in die Wange und raubten sein Mobiltelefon. Die Polizei fahndet nach fünf Männern und einer Frau.
Nur einen Tag zuvor schlugen Diebe in Heidelberg zu. Gegen 22:25 Uhr sprachen drei Jugendliche einen 27-Jährigen in der Kurfürstenanlage an. Mit dem sogenannten Antanztrick lenkten sie das Opfer ab und stahlen ein Smartphone im Wert von rund 900 Euro. Die Täter sind etwa 1,70 Meter groß und haben laut Polizei nordafrikanisches beziehungsweise arabisches Erscheinungsbild.
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Dreister Schmuckdiebstahl und Paketbetrug
Besonders dreist gingen Diebe am 12. Juni in einem Mannheimer Parkhaus vor. Eine Unbekannte lenkte einen 74-jährigen Senior ab, während ein Komplize einen Koffer mit Schmuck aus dem Auto stahl. Der Schaden: rund 300.000 Euro.
Auch beim Online-Handel lauern Fallen. Ein 70-Jähriger aus dem Landkreis Freyung-Grafenau zahlte 199 Euro für ein auf Facebook bestelltes Smartphone. Als er das Paket öffnete, fand er darin Hammer, Zange und eine Dankesnotiz.
Google geht gegen KI-Betrugsnetzwerk vor
Während die lokale Polizei gegen Straßenkriminelle ermittelt, schlägt Google auf einer ganz anderen Ebene zu. Am 12. Juni reichte der Konzern Zivilklage gegen das chinesische Cyberkriminalitäts-Netzwerk „Outsider Enterprise“ ein.
Die Gruppe soll Googles eigene KI Gemini für eine massive Phishing-Kampagne gegen Android-Nutzer in den USA missbraucht haben. Innerhalb von nur zwei Wochen im Mai 2026 verschickte das Netzwerk rund 2,5 Millionen betrügerische SMS und erstellte etwa 9.000 gefälschte Webseiten.
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Das FBI beziffert den Gesamtschaden seit Juli 2023 auf rund 1,75 Milliarden Euro. Insgesamt sollen bereits 3,87 Millionen Kreditkartennummern kompromittiert sein. Google nutzt den Fall, um ein neues US-Bundesgesetz gegen KI-gestützten Betrug zu fordern.
