Google KI-Update: Bildgenerierung in vier Sekunden, Videos in zehn
03.07.2026 - 12:49:58 | boerse-global.de
Neue Desktop-App, schnellere Bildgenerierung und tiefere Integration in Workspace und Android – Google erweitert sein KI-Ökosystem massiv.
Der Suchmaschinenriese hat in den vergangenen Tagen eine Reihe von Neuerungen für seine Gemini-Plattform vorgestellt. Im Zentrum stehen eine native macOS-Anwendung, leistungsstärkere Modelle für Medienproduktion und engere Verknüpfungen mit den Google-Diensten. Das Ziel: generative KI fest im Arbeitsalltag zu verankern – vom Desktop bis zum Smartphone.
Gemini Spark für den Mac: Beta gestartet
Anfang Juli 2026 hat Google die Beta von Gemini Spark für macOS veröffentlicht. Die Desktop-Assistentin kann lokale Dateien verwalten, Aufgaben automatisieren und Echtzeit-Informationen zu Nachrichten, Aktienkursen und dem Wetter liefern. Nutzer lassen sich etwa Downloads automatisch sortieren oder gescannte Quittungen in Tabellen umwandeln.
Die App unterstützt das Model Context Protocol (MCP) und bietet Schnittstellen zu Diensten wie Canva, Dropbox, Instacart, OpenTable und Zillow Rentals. Aus Sicherheitsgründen laufen alle Aufgaben in isolierten, kurzlebigen virtuellen Maschinen. Verfügbar ist die Beta zunächst nur für AI-Ultra-Abonnenten in den USA – zum Preis von rund 90 Euro pro Monat.
Bilder in Sekundenschnelle, Videos aus Text
Mit Nano Banana 2 Lite und Gemini Omni Flash bringt Google zwei neue Modelle für die Medienproduktion an den Start. Nano Banana 2 Lite, der Nachfolger früherer Bildmodelle, generiert Aufnahmen in etwa vier Sekunden. Die Kosten liegen bei umgerechnet etwa drei Cent pro 1.000 Bilder. Die Technik fließt bereits in Plattformen wie Adobe, Figma und Google Fotos ein.
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Gemini Omni Flash ist seit dem 2. Juli 2026 im öffentlichen Vorschaumodus. Das Modell erzeugt aus Text-, Bild- oder Audioeingaben bis zu zehn Sekunden lange Videos – über die Gemini-API und AI Studio nutzbar. Der Preis: rund neun Cent pro Sekunde Videomaterial. Für Werbekunden gibt es zudem die Demo-App Omni Product Studio.
Ebenfalls am 2. Juli weitete Google den Zugang zum Imagen 3-Modell aus: Gemini-Nutzer in den USA können es nun kostenlos nutzen.
Workspace: Suche per Sprache, Notizen per KI
Seit dem 26. Juni 2026 rollt Google die „Ask Gemini“-Suchfunktion für die Drive-Mobile-Apps aus. Android-Nutzer sollen bis zum 8. Juli vollständigen Zugriff haben, iOS-Nutzer bis zum 29. Juli. Die Funktion erlaubt Abfragen in natürlicher Sprache über Dokumente hinweg – und kann gleichzeitig E-Mails, Kalendereinträge und Chat-Verläufe durchsuchen. Verfügbar ist sie für verschiedene Workspace-Tarife sowie für AI-Pro- und Ultra-Abonnenten.
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Für Google Meet gibt es eine neue Notiz-Funktion: Sie transkribiert Gespräche, erstellt Zusammenfassungen und listet Aktionspunkte auf. Das Feature steht Abonnenten des 18-Euro-Pro-Plans sowie Ultra- und Geschäftskunden zur Verfügung.
Android und Forschung: Play Store per Chat, NotebookLM mit Video
Google vertieft zudem die Verzahnung von Gemini mit dem Android-Ökosystem. Nach Ankündigungen auf der Entwicklerkonferenz I/O 2026 können Nutzer nun per Sprachbefehle mit dem Google Play Store interagieren – Apps finden und installieren, als unterhielte man sich mit einem Assistenten.
Im Forschungs- und Bildungsbereich hat NotebookLM am 30. Juni eine Funktion für kurze Video-Überblicke erhalten. Das Tool nutzt Nano Banana 2 Lite, um 60-sekündige vertikale Videos zu erstellen. Verfügbar ist es zunächst auf Englisch für AI-Ultra- und Pro-Nutzer.
Ergänzend hob Google den Start von Gemma 4 12B hervor – einem Modell, das lokal auf Laptops mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher läuft. Und mit Gemini 3.5 Flash kommen sogenannte Computer-Use-Agenten, die selbstständig Bildschirme steuern und Anwendungen öffnen können.
