Google, München

Google in München: KI-Agenten spüren Schwachstellen in anderen Modellen auf

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 20:03 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Das Münchner Sicherheitsteam prüft KI-Anwendungen automatisiert; Alphabet meldete für 2025 einen Gewinn von 112 Milliarden Euro.

Google München nutzt KI, um Schwachstellen in KI-Systemen aufzudecken
Moderne Glasfassade eines Bürogebäudes in München bei Dämmerung. Illustration mit AI erstellt.

Die Sicherheitsteams des Technologiekonzerns Google setzen an ihrem Standort in München aktiv Künstliche Intelligenz ein, um Schwachstellen in anderen KI-Modellen aufzuspüren und abzusichern. Der Konzern nutzt dabei automatisierte Methoden, um neuartige Risiken in modernen Softwarearchitekturen zu identifizieren, wie aus einem aktuellen Medienbericht hervorgeht.

In der bayerischen Landeshauptstadt betreibt Google in der Erika-Mann-Straße 33 ein globales Safety Engineering Center. Die Niederlassung wurde bereits im Jahr 2019 neben den Standorten in Dublin, Málaga und Hyderabad zu einem weltweiten Zentrum für Datenschutz und IT-Sicherheit erklärt. Von München aus analysieren Experten unter anderem neuartige Angriffsvektoren, die speziell auf generative Systeme abzielen.

Automatisierte Abwehr gegen neue Angriffsformen

Viviana Sutedjo aus dem Münchner Cybersicherheitsteam von Google erklärte, dass die Experten KI einsetzen, um Schwachstellen in anderen KI-Anwendungen gezielt anzugreifen und aufzudecken. Besonderes Augenmerk liege dabei auf dem Risiko sogenannter Prompt-Injections, bei denen Angreifer versuchen, Schutzmechanismen von Sprachmodellen durch manipulierte Eingabebefehle zu umgehen.

Die Bedrohungslage hat sich durch den technologischen Wandel beschleunigt. Daniel Fabian, der die sogenannten Red Teams von Google von Zürich aus leitet, wies darauf hin, dass Cyberangriffe heute mithilfe von KI-Agenten innerhalb von Millisekunden stattfinden können, während Angriffsversuche früher noch Tage oder Wochen in Anspruch nahmen.

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Um dieser Geschwindigkeit zu begegnen, entwickelt Google eigene automatisierte Angriffs-Agenten, mit denen Systeme kontinuierlich auf ihre Widerstandsfähigkeit getestet werden.

Wandel der Bedrohungslage und finanzielle Dimension

Gleichzeitig unterscheidet sich das Vorgehen nichtstaatlicher Akteure von dem staatlicher Cyber-Einheiten. Laut Fabian agieren Staaten bislang noch weitgehend manuell. So entführe Nordkorea beispielsweise Kryptowährungen zur Finanzierung staatlicher Aufgaben. Prognosen über die künftige Entwicklung von Bedrohungsszenarien über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten hinaus bezeichnete der Experte als sehr schwierig.

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Die Absicherung moderner digitaler Infrastruktur ist für das Unternehmen mit erheblichen Ressourcen verbunden. Die Google-Muttergesellschaft Alphabet erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Rekordgewinn von 112 Mrd. Euro. Neben internen Teams bindet der Konzern auch externe Partner in Schutzinitiativen ein.

So ist das Unternehmen Thales Mitglied in Googles Fairwind-Programm, in dessen Umfeld Systeme wie Gemini 3.8 Flash Cyber sowie das sogenannte CodeMender-Harness zum Einsatz kommen, um Sicherheitsanalysen weiter voranzutreiben.

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