Google Gemini Spark: KI-Agent nun für günstige Pro-Nutzer freigeschaltet
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 20:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Suchmaschinenriese macht seine KI für mehr Nutzer zugänglich und verbessert gleichzeitig die Kontosicherheit mit einer neuen biometrischen Methode.
Am 23. Juli 2026 startete Google gleich mehrere Neuerungen: Der persönliche KI-Agent Gemini Spark wird für Abonnenten des günstigeren Pro-Tarifs freigeschaltet, während eine neuartige Selfie-Video-Authentifizierung die Kontowiederherstellung erleichtern soll.
Gemini Spark: KI-Assistent für breitere Nutzerschicht
Bislang war der fortschrittliche KI-Assistent Gemini Spark nur Abonnenten des teuren Ultra-Plans vorbehalten – für knapp 100 Euro monatlich. Nun öffnet Google die Funktion für Nutzer des Pro-Abonnements, das rund 20 Euro pro Monat kostet.
Der auf dem Gemini 3.5-Modell basierende Assistent kann bis zu 15 Aufgaben gleichzeitig ausführen. Er ist tief in die Google-Workspace-Anwendungen integriert: Gmail, Kalender, Drive und Docs stehen ihm offen. Gemini Spark verwaltet Termine, erstellt Berichte und führt Massenaktionen in Google Tasks durch – ohne für jeden Schritt eine separate Bestätigung zu benötigen.
Allerdings: Bevor der Assistent Änderungen an gemeinsam genutzten Dokumenten oder Tabellen vornimmt, holt er die Zustimmung des Nutzers ein.
Die Freischaltung gilt vorerst nur für den US-Markt. In der Europäischen Union, Großbritannien, der Schweiz und Nigeria bleibt der Dienst vorerst gesperrt.
Selfie-Video: Neue Sicherheitsmethode für Konten
Während Google auf biometrische Verfahren setzt, bietet die neue Passkey-Technologie bereits heute eine einfache Möglichkeit, Passwörter sicher zu ersetzen. Wie Sie diese Methode bei Diensten wie Google oder Amazon einrichten und sich vor Hackern schützen, erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber. Passkeys einrichten und Kontosicherheit maximieren
Wer sein Passwort vergessen hat, kann sich künftig per kurzem Video-Selfie authentifizieren. Die neue Funktion fordert den Nutzer auf, eine geführte Aufnahme mit Kopfbewegungen zu machen. Das System verschlüsselt das Video und speichert es als Referenz für künftige Identitätsprüfungen.
Die Technologie setzt auf Lebenderkennung und mehrstufige Sicherheitsmechanismen, um Deepfakes oder Standbilder auszuschließen. Google betont, dass die Videos nur mit Zustimmung des Nutzers gespeichert und jederzeit gelöscht werden können.
Die Funktion ist zunächst für private Google-Konten gedacht. Workspace-Konten, Kinderkonten und Nutzer des Advanced Protection Programs sind vorerst ausgeschlossen.
Sicherheitsexperten begrüßen den Komfortgewinn, weisen aber auf die sensible Natur biometrischer Daten hin. Nutzer können die Einstellung über eine spezielle Konfigurationsseite verwalten.
Workspace-Updates für mehr Effizienz
Parallel dazu führte Google mehrere strukturelle Verbesserungen in seiner Büro-Suite ein:
- Meeting-Organisation: Seit dem 22. Juli 2026 sortiert Google Meet Transkripte, Aufzeichnungen und Notizen automatisch in Ordner auf dem Drive des Gastgebers. Teilnehmer erhalten Verknüpfungen statt separater Dateien.
- Meet-Startseite: Eine zentrale Übersicht für Meeting-Ressourcen wurde am 21. Juli 2026 für Rapid-Release-Domains eingeführt. Sie zeigt Agenda, Transkripte und Aufzeichnungen auf einen Blick.
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- Kalender-Transparenz: Seit dem 23. Juli 2026 zeigt die Gästeliste in Google Calendar spezielle Symbole für Stellvertreter an – Teilnehmer sehen sofort, wer ein Meeting für jemand anderen verwaltet.
- Google Classroom: Ein überarbeitetes Dashboard für Lehrer, Schüler und Administratoren wird ab dem 27. Juli 2026 ausgerollt.
In einer technischen Umbenennung wurde zudem „Gemini Alpha“ in „Gemini Beta“ umgetauft. Google betont, dass dies lediglich eine Markenänderung sei – bestehende Datenschutzeinstellungen, Konfigurationen und Preise für Business- und Enterprise-Kunden bleiben unberührt.
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