Google, Gemini

Google Gemini: KI-Features jetzt in 11 neuen Sprachen verfügbar

Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 07:32 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google und Microsoft treiben KI in Bürosoftware voran. Neue Sprachen, Tools und Sicherheitslücken prägen den Wettbewerb um Marktanteile.

KI-Integration bei Google und Microsoft: Neue Funktionen und Marktdaten
Geteilter Bildschirm mit Google Docs und Microsoft Word, abstrakter Datenfluss symbolisiert KI-Integration und Wettbewerb. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die Bürosoftware-Rivalen treiben die Integration künstlicher Intelligenz in ihre Dokumentenplattformen massiv voran – und das Tempo wird rasant.

Gemini bekommt elf neue Sprachen

Google hat seine KI Gemini in Google Docs deutlich aufgerüstet. Seit dem 15. Juli 2026 können Nutzer von Workspace und Google AI Pro die Funktionen in elf weiteren Sprachen nutzen. Dazu zählen Mandarin, Niederländisch, Malaiisch, Hebräisch, Polnisch, Türkisch, Tschechisch, Indonesisch, Schwedisch, Dänisch und Norwegisch. Für alle anderen Kunden folgt das Update am 1. August.

Die Neuerungen sind beachtlich: Ein verbessertes Tool erstellt Entwürfe auf Basis von Inhalten aus Drive, Gmail und dem Web. Ein integrierter Schreibassistent hilft bei privaten Bearbeitungen. Und die KI kann jetzt sogar bestimmte Schreibstile und Dokumentformate nachahmen.

Nur vier Tage später, am 19. Juli, zog Google einen weiteren Schlussstrich: Aus NotebookLM wurde Gemini Notebook. Die umbenannte Plattform bietet nun eine sichere Cloud-Umgebung für Code-Ausführung. Rund 30 Millionen Nutzer und 600.000 Organisationen sollen davon profitieren.

Microsoft setzt auf SharePoint und Drittanbieter

Der Konzern aus Redmond schläft nicht. Im Juli 2026 kündigte Microsoft Updates für Copilot in SharePoint an. Nutzer können damit direkt aus SharePoint heraus Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien generieren. Neue Vorlagen und Automatisierungsbefehle sollen lästige Verwaltungsaufgaben reduzieren.

Ein echter Paukenschlag folgte am 20. Juli: xAI launchte ein kostenloses Grok-KI-Add-in für Microsoft 365. Das Tool analysiert Daten, erkennt Muster und erstellt Formeln – und das per einfacher Spracheingabe. Es verbindet sich mit SharePoint, Google Drive und E-Mail und ermöglicht so plattformübergreifende Analysen.

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Doch die Sicherheit bleibt ein wunder Punkt. Am 19. Juli 2026 warnte Indiens CERT-In vor mehreren Schwachstellen in Microsoft-Produkten, darunter Office und das GitHub-Copilot-Plugin. Eine kritische Lücke, CVE-2026-56155, ermöglicht potenziell eine Rechteausweitung in Active Directory Federation Services.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Eine Studie der Northeastern University vom Mai 2026 zeigt: Google-Dienste wie Docs, Drive und Gmail machen 35 Prozent der gesamten Desktop-Nutzungszeit aus. Gmail allein schlägt mit 16,4 Prozent zu Buche – mehr als die unteren 300.000 Websites zusammen. Microsoft kommt dagegen nur auf rund 5,1 Prozent.

Noch deutlicher wird es beim Marktanteil: Google Drive hält 50,34 Prozent bei zwei Milliarden monatlich aktiven Nutzern. Google Docs hat die Milliardengrenze geknackt. Analysten beobachten, dass vor allem jüngere Nutzer zu den KI-gestützten Tools greifen, während ältere Zielgruppen klassischen E-Mail-Diensten treu bleiben.

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Zwei Welten, eine Richtung

Trotz der Annäherung bei KI-Funktionen bleiben die Unterschiede in der Philosophie bestehen. Microsoft Word, seit 1983 auf dem Markt, punktet mit ausgefeilten Formatierungsmöglichkeiten und robuster Offline-Funktionalität – allerdings meist nur mit Abo.

Google Docs, gestartet 2006, ist von Grund auf cloudbasiert und setzt auf Echtzeit-Kollaboration und automatische Synchronisation. Während Word mitunter Formatierungsinkonsistenzen zwischen verschiedenen Versionen zeigt, bietet Google Docs eine einheitliche Versionshistorie. Für die Offline-Nutzung gibt es inzwischen eine Browser-Erweiterung.

Der Bedarf an diesen KI-gestützten Tools treibt die Investitionen in die Höhe. Google Cloud verwaltet aktuell einen Auftragsbestand von 462 Milliarden Euro – fast doppelt so viel wie im Vorquartal. Für 2026 plant der Konzern Investitionen zwischen 180 und 190 Milliarden Euro in die KI-Infrastruktur. Das dürfte spannend werden.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.

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