Google, Gemini

Google Gemini in Slides: Komplette Präsentationen per Befehl ab sofort

03.07.2026 - 05:43:01 | boerse-global.de

Google, Pitch und weitere Anbieter lancieren KI-Tools zur automatischen Erstellung kompletter Präsentationen. Analysten sehen Wachstumskatalysator für Softwarebranche.

KI-Revolution in Slides: Neue Tools automatisieren Präsentationen
Google - Laptop-Bildschirm mit Präsentationsfolie und leuchtender, abstrakter KI-Neuronalnetz-Grafik für Technologie und Fortschritt. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Gleich mehrere große Technologiekonzerne und spezialisierte Startups haben in den vergangenen Tagen neue KI-Funktionen auf den Markt gebracht, die den gesamten Erstellungsprozess automatisieren sollen – von der ersten Datenabfrage bis zur Analyse der Zuschauerinteraktion.

Google integriert Gemini in Slides

Seit dem 29. Juni 2026 rollt Google neue Gemini-Funktionen für Google Slides weltweit aus. Der Clou: Nutzer können mit einem einzigen Befehl komplette Präsentationen erstellen. Das System greift dabei auf Google Drive, E-Mails und den Chat-Verlauf zurück.

Die KI durchläuft zunächst eine Planungsphase. Sie erstellt eine Gliederung, die der Nutzer freigeben muss, bevor die endgültigen Folien generiert werden. Zudem schlägt Gemini passende Referenzdateien vor und passt das visuelle Design an bestehende Präsentationen an. Verfügbar ist die Funktion zunächst auf Englisch für Abonnenten der Workspace Business-, Enterprise- und Education-Tarife sowie für Google AI Pro- und Ultra-Nutzer.

Am 1. Juli folgte ein weiterer Schritt: Google startete die Beta-Version von Gemini Spark für macOS. Premium-Nutzer in den USA erhalten damit Dateiautomatisierung und Integrationen mit Drittanbietern wie Canva und Dropbox.

Pitch präsentiert Rundum-Agenten für Teams

Am 2. Juli 2026 zog das Startup Pitch nach. Der neue AI Presentation Agent richtet sich an mehr als vier Millionen Teams. Das Besondere: Der Agent bleibt durch team-spezifische Vorlagen stets der Markenidentität treu.

Anders als einfache Generatoren deckt Pitch den gesamten Lebenszyklus einer Präsentation ab. Dazu gehören die Erstellung, die anschließende Bearbeitung und eine automatisierte Fragen-und-Antworten-Funktion. Hinzu kommen Analysen, die zeigen, wie das Publikum mit den Inhalten interagiert. Der Schritt folgt dem Branchentrend hin zu sogenannter „agentischer" KI – Software, die iterative Aufgaben erledigt statt einmaliger Generierungen.

Speziallösungen für Unternehmen und Beschilderungen

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Google Gemini in Slides erstellt ab sofort komplette Präsentationen per Befehl – inklusive Gliederung und Design-Anpassung. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Sie die Funktion nutzen und welche Alternativen es gibt. Kostenlose Anleitung anfordern

Auch Nischenanbieter drängen auf den Markt. Am 2. Juli wurde Oria für seine unternehmensorientierte KI ausgezeichnet. Das Tool produziert native PowerPoint-Dateien in Consulting-Qualität. Für Unternehmen besonders attraktiv: Oria setzt auf Null-Datenspeicherung und bietet die Option einer privaten Cloud-Infrastruktur.

Im Bereich interaktiver Digital Signage launchte Intuiface am selben Tag seinen Experience Generator. Die neue Architektur ersetzt traditionelle XML-Strukturen durch sogenannte konfliktfreie replizierte Datentypen (CRDT) – das ermöglicht Echtzeit-Zusammenarbeit. Mehrere spezialisierte KI-Agenten kümmern sich um UX-Design, kreative Leitung und Szenenaufbau. Zielbranchen: Vertriebsunterstützung und Kultureinrichtungen.

Schnittstellen und Hardware verbessern Workflows

Die Anbieter setzen zunehmend auf Interoperabilität. Seit Anfang Juli bewirbt Gamma einen neuen Connector für ChatGPT und Claude, der das Model Context Protocol (MCP) nutzt. Nutzer können Präsentationen, Dokumente und Webseiten direkt im Chat-Interface erstellen – die finale Bearbeitung bleibt allerdings Gammas eigenem Editor vorbehalten.

Auf der Hardwareseite aktualisierte BenQ sein Angebot mit dem drahtlosen System WDC15. Die Lösung unterstützt 4K-Auflösung und AES-128-Verschlüsselung – ohne Softwareinstallation. Kompatibel ist sie mit Windows, macOS und ChromeOS.

Markt reagiert optimistisch

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Die Welle neuer KI-Produkte fällt mit einer positiven Marktstimmung zusammen. Am 1. Juli 2026 stufte die Investmentbank Guggenheim mehrere große Softwarefirmen hoch – darunter Salesforce und ServiceNow – auf „Kaufen".

Die Analysten argumentieren, dass die Sorgen vor einer KI-getriebenen Disruption der Softwarebranche übertrieben seien. Nach der Hochstufung legten die Aktienkurse bedeutender Branchenakteure deutlich zu. Firmen wie Accenture und Cognizant gewannen an einem einzigen Handelstag mehr als sieben Prozent. Die Botschaft der Anleger: Die aktuelle KI-Integration ist keine Bedrohung für etablierte Anbieter, sondern ein Katalysator für neues Wachstum im Produktivitätssektor.

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