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Google Gemini: Gems werden ab 13. Oktober durch ein neues Skills-System ersetzt

Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 04:23 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Google plant die automatische Überführung bestehender Gems; Skills sind derzeit nur für Abonnenten kostenpflichtiger Tarife verfügbar.

Google ersetzt Gemini Gems durch Skills: Migration startet im November
Ein minimalistischer, leerer Raum mit poliertem Betonboden und sanftem, natürlichem Lichteinfall durch ein großes Fenster. Illustration mit AI erstellt.

Google bereitet eine weitreichende Umstellung seiner KI-Plattform Gemini vor. Wie das Unternehmen mitteilte, werden die sogenannten Gemini Gems eingestellt und durch ein neues Skills-System ersetzt.

Der Übergang beginnt bereits in wenigen Wochen: Ab dem 13. Oktober 2026 wird es für Anwender nicht mehr möglich sein, neue Gems zu erstellen oder bestehende zu bearbeiten. Die vollständige automatische Migration des Systems ist für den 17. November 2026 vorgesehen.

Zeitplan für die Abschaltung und Umstellung

Die im Jahr 2024 eingeführten Gems dienten als aufgabenspezifische Assistenten innerhalb des Gemini-Ökosystems. Nutzer konnten dabei auf vorgefertigte Varianten wie Lerncoaches, Karriereberater oder Programmierpartner zurückgreifen oder eigene, teilbare Assistenten für spezifische Workflows erstellen. Bis zum offiziellen Migrationsstart am 17. November 2026 bleiben bestehende Gems weiterhin nutzbar, bevor sie in das neue System überführt werden.

Interne Analysen und technische Untersuchungen hatten im Vorfeld unterschiedliche Termine für die Abschaltung nahegelegt. Während ein APK-Teardown Anfang September zunächst den 20. Oktober als mögliches Datum für das Ende der Gems identifizierte, nannten spätere Berichte den 17. November als verbindlichen Termin für den Beginn der Migration. Laut Berichten müssen Nutzer ihre Daten nicht manuell übertragen; Google plane eine vollautomatische Überführung der bestehenden Strukturen.

Funktionsweise und Merkmale des Skills-Systems

Das neue Skills-System zielt darauf ab, personalisierte Anweisungen direkt in laufenden Gesprächen leichter zugänglich zu machen. Im Gegensatz zu den statischen Gems sollen Skills flexibler einsetzbar sein. Die Bedienung erfolgt über Befehle, die mit einem Schrägstrich („/“) eingeleitet werden. Einigen Berichten zufolge ist zudem ein Aufruf über das At-Zeichen („@“) vorgesehen.

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Ab dem 13. Oktober lassen sich keine neuen Gems mehr erstellen und bestehende nicht mehr bearbeiten — die automatische Umstellung auf Skills ist für den 17. November vorgesehen. Wer eigene Assistenten, Referenzdateien und Freigabelinks nutzt, sollte vorher prüfen, was übernommen wird und was nicht. Unser kostenloser Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch die Migration. Migrations-Checkliste jetzt anfordern

Ein wesentliches Merkmal der neuen Architektur ist die Kombinierbarkeit: Nutzer sollen mehrere Skills gleichzeitig in einem Chat verwenden können. Dabei sei es möglich, dass eine Skill-Funktion eine andere aufruft, um komplexere Aufgaben zu bearbeiten.

Branchenanalysten bewerten die Bedienung per Slash-Befehl jedoch kritisch; es bestehe die Möglichkeit, dass dieser Ansatz weniger zugänglich sei als die Kommunikation in natürlicher Sprache. Ob dabei sämtliche Referenzdateien, Werkzeuge und Freigabelinks der ursprünglichen Gems erhalten bleiben, ist derzeit noch nicht abschließend geklärt.

Zugangsbeschränkungen und Preisstruktur

Die Verfügbarkeit des neuen Systems ist zum jetzigen Zeitpunkt stark eingeschränkt. Während Gems sowohl für kostenlose Nutzer als auch für Abonnenten zugänglich waren, stehen Skills momentan ausschließlich Nutzern mit einem persönlichen Konto zur Verfügung, die über ein kostenpflichtiges Abonnement verfügen. Diese Funktionen sind im sogenannten Gemini-Spark-Tab für Abonnenten von Google AI Pro und Google AI Ultra verortet.

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Ob Skills nach der Umstellung auch ohne kostenpflichtiges Abonnement zugänglich sein werden, ist bislang offen — aktuell stehen sie nur Abonnenten zur Verfügung. Wer nicht auf eine Klärung warten will, sichert seine Workflows besser vorher ab. Der Leitfaden zeigt, wie Sie Ihre Assistenten dokumentieren und Alternativen aufbauen. Workflow-Backup-Leitfaden jetzt sichern

Für den Zugang zu diesen erweiterten Modellen fallen monatliche Gebühren an. Das Pro-Abonnement wird mit 19,99 US-Dollar bepreist, während für die Ultra-Variante je nach Nutzungslimit Kosten von 99,99 US-Dollar (fünffaches Limit) oder 199,99 US-Dollar (zwanzigfaches Limit) anfallen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wird das Pro-Modell für etwa 20 US-Dollar, was rund 74 AED entspricht, angeboten.

Es bleibt unklar, ob Anwender ohne kostenpflichtiges Abonnement nach dem Stichtag im November Zugriff auf das Skills-System erhalten werden. Die Umstellung erfolgt in einem Marktumfeld, das zunehmend durch die Entwicklung autonomer KI-Agenten geprägt ist. Google hatte ähnliche Skill-Funktionen bereits im April für den Chrome-Browser vorgestellt und setzt diesen Weg nun plattformübergreifend fort.

Mehr zum Thema bei TechCrunch: „Google is killing off Gemini's Gems in favor of 'skills'“

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