Google Drive: Gratis-Speicher von 15 auf 5 GB gekürzt
04.06.2026 - 21:30:20 | boerse-global.de
Google Drive hat die kostenlose Kapazität für neue, unverifizierte Konten von 15 auf 5 Gigabyte reduziert. Wer die vollen 15 GB erhalten möchte, muss eine Telefonnummer hinterlegen. Parallel dazu steigen die Preise für Geschäftskunden: Der Google Business Standard-Tarif kletterte von rund 14,40 Euro pro Nutzer und Monat im Jahr 2020 auf knapp 16,80 Euro im Jahr 2025.
Hinzu kommen wachsende Datenschutzbedenken. Fehlende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und die Nutzung von Nutzerdaten für Werbezwecke treiben viele Anwender zu Alternativen.
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Apple unter Druck: Milliarden-Klage in Großbritannien
Auch Apple gerät ins Visier der Justiz. Am 3. Juni 2026 entschied ein Wettbewerbsgericht: Der Konzern darf eine Entscheidung zu einer Sammelklage in Höhe von umgerechnet rund 3,5 Milliarden Euro anfechten. Der Vorwurf: Apple habe ein Monopol auf Cloud-Speicherdienste aufrechterhalten. Das Verfahren könnte weitreichende Folgen für den gesamten Markt haben.
Die Alternativen: Von günstig bis High-End
Wer aus dem Apple- oder Google-Ökosystem aussteigen will, hat zahlreiche Optionen. Microsoft OneDrive bietet 100 GB für zwei Euro pro Monat, ein Terabyte schlägt mit zehn Euro zu Buche. Weitere Anbieter im Überblick:
- pCloud: 500 GB für fünf Euro oder 2 TB für zehn Euro monatlich. Wer langfristig plant, bekommt 500 GB sogar als Lifetime-Variante für 300 Euro.
- Mega: Startet mit großzügigen 20 GB Gratis-Speicher. 3 TB kosten rund 11,65 Euro pro Monat.
- IDrive: Bietet 10 GB kostenlos, 5 TB für zwölf Euro monatlich oder 100 GB für 2,95 Euro im Jahr.
- Globe Cloud: Startete im Juni 2026 auf den Philippinen. 50 GB für umgerechnet etwa 0,70 Euro, bis zu 2 TB für rund 8,80 Euro. Inklusive KI-gestützter Bildbearbeitung und biometrisch geschützten Ordnern.
Für Power-User hält Google AI Pro ein interessantes Paket bereit: 20 Euro monatlich für 5 TB Speicher plus Zugriff auf die fortschrittlichen Gemini-Modelle. Der Haken: Die tiefe Integration in das Google-Ökosystem bleibt Voraussetzung.
Sicherheit als Trumpf: Verschlüsselung und Open Source
Datenschutz ist der Hauptgrund für den Wechsel zu alternativen Anbietern. Proton Drive und IDrive setzen auf AES-256-Bit-Verschlüsselung und clientseitige Verschlüsselung. Proton Drive punktet zudem mit dem strengen Schweizer Datenschutzrecht – ein starkes Argument für Sicherheitsbewusste.
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Im Open-Source-Bereich gibt es gleich mehrere Neuigkeiten. Rclone, ein Kommandozeilen-Tool, vereinfacht die Dateiverwaltung über mehr als 70 Cloud-Backends – darunter Amazon S3 und Dropbox. Clientseitige Verschlüsselung und bidirektionale Synchronisation sind an Bord.
Ebenfalls am 3. Juni 2026 erschien Syncthing v2.1.1. Das Tool synchronisiert Dateien Peer-to-Peer ohne zentralen Server. Die TLS-Verschlüsselung mit Perfect Forward Secrecy sorgt dafür, dass Daten sicher zwischen Windows-, macOS- und Linux-Geräten wandern.
NAS statt Cloud: Lokale Speicherlösungen boomen
Immer mehr Nutzer setzen auf Hardware, um wiederkehrende Cloud-Gebühren zu vermeiden. Der Ugreen NASync DH2300, ein Zwei-Schacht-NAS mit bis zu 64 TB Speicher, ist kürzlich im Preis auf rund 187 Euro gefallen. Für ambitionierte Anwender bringt ZimaCube 2 eine High-End-Option für Virtualisierung und containerisierte Workloads.
Eine neue Software schlägt die Brücke zwischen lokalem Speicher und globaler Verfügbarkeit. Strada Version 2.0, angekündigt Anfang Juni 2026, verwandelt lokalen Speicher in eine weltweit zugängliche Medienplattform. Remote-Bearbeitung und ordnerberechtigungen für Profi-Software wie DaVinci Resolve und Final Cut Pro sind möglich – ohne klassische Cloud-Uploads. Verfügbar ab Juni 2026 für Apple Silicon und Windows.
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